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Auszahlung des Pflichtanteils


| 20.12.2014 09:52 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Tobias Rösemeier


Zusammenfassung: Für die Auszahlung des Pflichtteils ist keine gesetzliche Frist bestimmt, so dass der Anspruch sofort fällig ist.


Nach dem Tod des Ehemannes drängen die Kinder aus erster Ehe der Frau zur Auszahlung Ihres Pflichtanteils. Er starb am 3.11., ist am 23.11. beigesetzt worden und schon jetzt kam die Aufstellung Ihrer Ansprüche. Die Wittwe hat noch niicht einmal Zeit gehabt zu trauern (es waren 35 Jahre glückliche Ehe)
Nun die Frage : Gibt es eine bestimmte Zeit in der das Erbe ausgezahlt werden m u ß ?
Die 2. Frage : Müssen sich alle Erben an den Beerdigungskosten, Grabstein , Platz und Grabpflege beteiligen ?

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:

In Ansehung der Schilderung gehe ich davon aus, dass der Ehemann ein Testament hinterlasssen hatte und hierin dessen Kinder aus erster Ehe nicht bedacht sind. Diese sind nunmehr pflichtteilsberechtigt.

Nach § 2303 BGB können die Pflichtteilsberechtigten die Auszahlung des Pflichtteils verlangen. Eine Frist hierfür sieht das Gesetz nicht vor. Der Pflichtteil ist daher sofort zur Zahlung fällig, nachdem der Wert des Nachlasses bestimmt worden ist.

Eine Stundung kann unter bestimmten Voraussetzungen begehrt werden, jedoch nur wenn die sofortige Erfüllung des gesamten Anspruchs für den Erben wegen der Art der Nachlassgegenstände eine unbillige Härte wäre, insbesondere wenn sie ihn zur Aufgabe des Familienheims oder zur Veräußerung eines Wirtschaftsguts zwingen würde, das für den Erben und seine Familie die wirtschaftliche Lebensgrundlage bildet.

Zu den Beerdigungskosten folgendes:

Alle Erben tragen nach § 1968 BGB die Beerdigungskosten. Erben sind die gesetzlichen oder vorliegend die testamentarisch berufenen Erben.

Die Pflichtteilsberechtigten sind nicht Erben geworden. Diese beteiligen sich jedoch dennoch indirekt an den Bestattungskosten, da diese als Nachlassverbindlichkeit bei der Berechnung des Nachlasswertes als Abzugsposten zu berücksichtigen sind.

Ob die Kosten der Grabpflege zu den Nachlassverbindlichkeiten als „Beerdigungskosten" gemäß § 1968 BGB rechnen, ist in jüngster Zeit wieder umstritten. In einer grundlegenden Entscheidung (BGH NJW 1973, 2103) hat der BGH diese Kosten nicht unter die Beerdigungskosten eingeordnet. Die Grabpflege- und Grabunterhaltungskosten gehören demzufolge deshalb nicht zu den Kosten der Beerdigung, da die Beerdigung mit der Herrichtung des Grabes bereits abgeschlossen ist: Den Erben trifft insoweit keine Rechtspflicht, sondern nur eine sittliche Pflicht, das Grab in Ordnung zu halten.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 20.12.2014 | 15:04

Vielen Dank für die schnelle Auskunft. Ich vergaß zu erwähnen, dass die Kinder aus erster Ehe im Testament bedacht wurde mit jeweils3/8
des Vermögenslassers.
Somit sehe ich die Kinder als Erben und verpflichtet die Beerdigungskosten mitzutragen ?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 20.12.2014 | 15:45

Sehr geehrte Fragestellerin,

wenn die Kinder aus der vorhergehenden Ehe ebenfalls zu Erben berufen sind, dann müssen diese sich auch anteilig an den Beerdigungskosten beteiligten und zwar entsprechend der Quote.

Gern habe ich weitergeholfen.

Vielen Dank für die freundliche Bewertung.

Alles Gute.

Bewertung des Fragestellers 20.12.2014 | 15:06


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Vielen lieben Dank."
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