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Auswirkung Attestfälschung / nichteinreichung bei der Krankenkasse


31.07.2017 15:57 |
Preis: 40,00 € |

Sozialversicherungsrecht


Beantwortet von



Hallo zusammen,

ich habe 2 mal ein ärztlichen Attest gefälscht. ( November letzen Jahres - 3 Tage mehr und Juni diesen Jahres )
Die Gründe hierfür sind eine Depression und eine weitere psyschiche Erkrankung.

Jetzt hat mein Arbeitgeber zwar die Fälschung nicht bemerkt, aber die Krankenkasse hat ihm natürlich mitgeteilt, dass sie nicht alle Zeiten hat und da Lücken sind.

Jetzt zu meiner Frage:
Was kann passieren, wenn ich mich weigere diese Lücken "zu schließen" heißt wenn ich dem Arbeitgeber sage, dass ich mich weigere, die Atteste an die Krankenkasse zu übermitteln.
Immerhin existieren die Atteste ja nur bedingt oder auch gar nicht im original. Eine weitere Fälschung kommt nicht in Frage.

Womit habe ich zu rechnen?
31.07.2017 | 21:00

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre rechtliche Anfrage, die ich wie folgt beantworte:



Frage 1:
"Was kann passieren, wenn ich mich weigere diese Lücken "zu schließen" heißt wenn ich dem Arbeitgeber sage, dass ich mich weigere, die Atteste an die Krankenkasse zu übermitteln. Womit habe ich zu rechnen?"

Sie müssen sich jedenfalls nicht selbst belasten, indem Sie an Ihrer eigenen Überführung mitwirken. Da der Krankenkasse die Unregelmäßigkeit naturgemäß auffallen musste, wird diese im Zweifel letztendlich ohnehin die eingereichten Bescheinigungen mit denen des Arbeitgebers abgleichen.

Die Folgen richten sich danach, was dann bei diesem Abgleich herauskommt. Denkbar sind nach Ihrer Schilderung:

-) strafrechtliches Ermittlungsverfahren

-) fristlose Kündigung des Arbeitgebers

-) Rückforderungsansprüche der Krankenkasse falls Krankengeld überzahlt wurde


Dass weitere Fälschungen in natura nicht mehr vorkommen können ist dagegen belanglos, weil es auf den bereits begangenen und nicht zukünftige Verstöße ankommt.


Mit freundlichen Grüßen aus Dortmund

Raphael Fork
-Rechtsanwalt-


Rechtsanwalt Raphael Fork

Nachfrage vom Fragesteller 01.08.2017 | 00:08

Sehr geehrter Herr Fork,

ich habe ihre Antwort gelesen und dazu noch eine Frage:

"Da der Krankenkasse die Unregelmäßigkeit naturgemäß auffallen musste, wird diese im Zweifel letztendlich ohnehin die eingereichten Bescheinigungen mit denen des Arbeitgebers abgleichen"

Die Krankenkasse ist ja nicht im Besitz eines Attestes, nur dem Arbeitgeber habe ich die Fälschungen zukommen lassen.
Das heißt, die Krankenkasse hat nichts in der Hand, um es mit dem AG zu vergleichen. Bei ihr steht de fakto für den Zeitraum "gesund" während der Arbeitgeber von Krank ausgeht.

Meine Frage wäre hier noch, ob mich der AG nachträglich zum einreichen eines Attestes bei der Krankenkasse zwingen kann und ob ich mich hiergegen ebenfalls verweigern kann.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 01.08.2017 | 12:47

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Nachfrage, die ich wie folgt beantworte:


Nachfrage 1:
"Meine Frage wäre hier noch, ob mich der AG nachträglich zum einreichen eines Attestes bei der Krankenkasse zwingen kann und ob ich mich hiergegen ebenfalls verweigern kann."

Nein.

Der Pflicht gegenüber dem Arbeitgeber sind Sie ja teilweise nachgekommen, indem Sie ihm die Atteste überreicht haben, § 5 EntgFG.



Mit freundlichen Grüßen aus Dortmund

Raphael Fork
-Rechtsanwalt-

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