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Ausländerrecht - Einbürgerung


18.08.2004 17:07 |
Preis: ***,00 € |

Ausländerrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrte Damen und Herren!

Zunächst etwas zu meiner Person: Ich bin 22 Jahre alt (Jahrgang 1982) und als 1992 der Krieg in Bosnien ausbrach, bin ich mit meiner Mutter nach Deutschland geflohen. Seitdem leben wir rechtsmäßig in Hessen. Als anerkannter traumatisierter Kriegsflüchtling besitze ich aus humanitären Gründen eine Aufenthaltsbefugnis, zwar nicht ohne Unterbrechungen, aber in meinem Fall greift eine Sonderregulnug, die besagt, dass die anderen Aufenthaltstitel in die Aufenthaltsbefugnis umgewandelt werden können und sollen. Diese Sonderregelung gilt speziell für bosnische Kriegsflüchtlinge. Momentan mache ich ein Fernlehrgang Abitur, d.h. ich habe weder eine unbefristete Arbeitsstelle noch einen Ausbildungsplatz. Wenn dies der Fall wäre, so würde ich alle Bedingungen erfüllen, um eine Aufenthaltserlaubnis zu bekommen. Nun zu meinen Fragen:
1) Im neuen Zuwanderungsgesetz habe ich gelesen, dass eine der Voraussetzungen, um eine Aufenthaltserlaubnis in der BRD zu bekommen, die Aufnahme einer schulischen bzw. betrieblichen Ausbildung ist. Da ich im Grunde alle Voraussetzungen für eine Aufenthaltserlaubnis erfülle (mit der Ausnahme des Visumstitels), wie lange würde es bei mir dauern, wenn ich mit einer Ausbildung beginnen würde, bis ich eine Aufenthaltserlaubnis bekäme?
2) Nachdem ich die Aufenthaltserlaubnis bekommen hätte, würde nichts gegen eine Anspruchseinbürgerung bei mir sprechen. Wie lange dauert das in der Regel, wenn man den Antrag zur Einbürgerung gestellt hat?
3) Gerne würde ich meine bosnische Staatsangehörigkeit im Falle eine Einbürgerung behalten. In einer Inforationsbroschüre habe ich nun gelesen, dass man sich als ausländischer Flüchtling unter Hinnahme von Mehrstaatigkeit einbürgern lassen kann. In wie weit greift diese Regelung in meinem Fall und gibt es ein spezielles Gesetz welches diese Problematik regelt?

Mit freundlichem Gruß
18.08.2004 | 17:41

Antwort

von


162 Bewertungen
Sehr geehrter Rechtssuchender,

zunächst ist für Ihren Fall das "Gesetz über den Aufenthalt, die Erwerbstätigkeit und die Integration von Ausländern im Bundesgebiet (Aufenthaltsgesetz - AufenthG) maßgebend, welches an die Stelle des Ausländergesetzes tritt.

Problematisch hierzu ist, daß es derzeit noch keiner Richtlinien bzw. Verwaltungsvorschriften gibt, die die praktische Durchführung regeln. Daher ist insbesondere in der Anfangszeit mit Verzögerungen zu rechnen. Wie lange ein Antrag dauert, hängt u.a. damit zusammen, wie eindeutig Ihr Fall ist.

Hinsichtlich des Einbürgerungsverfahrens müssen Sie mindestens mit 3-5 Monaten rechenen.

Ob Sie Ihre bosnische Staatangehörigkeit behalten können, hängt u.a. vom bosnischen Recht ab. Wie Sie selbst wissen, wird eine "Mehrstaatigkeit" hingenommen, aber nur wenn Ihr bosnisches Recht Sie nicht aus der bosnischen Staatsangehörigkeit entläßt.

Hier sollten Sie bei Ihrer Botschaft anfragen, wie die Voraussetzungen für eine Entlassung aus de bosnischen Staatsangehörigkeit sind. Dann sollten Sie Kontakt zur Einbürgerungsbehörde suche.

Ich hoffe Ihnen damit einen ersten Überblick gegeben zu haben.
Mit freundlichen Grüßen
Klaus Wille
Rechtsanwalt
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Rechtsanwalt Klaus Wille
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Telefon: 0221/ 272 4745
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Rechtsanwalt Klaus Wille
Fachanwalt für Familienrecht

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