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Auskunftsklage


06.11.2007 14:07 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,

mein Mann bemüht sich seit über einem Jahr, Auskunft über die beruflichen Aktivitäten und damit verbundenen Einkommensverhältnisse seines minderjährigen Sohnes (17) zu erhalten. Er hat ein einjähriges Praktikum absolviert und ist nun in einer Berufsausbildung. Trotz mehrfacher schriftlicher Aufforderung stellt ihm die Kindesmutter keinerlei Unterlagen zur Verfügung. Der Unterhalt wird seit über einem Jahr deshalb unter Vorbehalt gezahlt. Nunmehr hat mein Mann den Unterhalt leicht gekürzt und gedroht, eine Auskunftsklage auf den Weg zu bringen. Muß er dies mit einem Anwalt tun? Bei welchem Gericht muß er Klage erheben? (Wir leben in Berlin, der Sohn in Süddeutschland). Wer trägt die Kosten? Welche Risiken könnte es geben?

Vielen Dank vorab.
Sehr geehrte Fragenstellerin,

auf Grund des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes beantworte ich Ihre Frage zusammenfassend wie folgt:

Wenn Ihr Mann Auskunft über die Einkommensverhältnisse seines Sohnes will, muss er dies direkt von ihm verlangen. Er muss daher eine Auskunftsklage erheben und danach eventuell auf teilweise Rückerstattung der Unterhaltszahlungen klagen. Diese beiden Verfahren kann man auch verbinden.
Das richtige Gericht hierfür ist das Familiengericht am Wohnsitz des Sohnes Ihres Mannes.
Eine anwaltliche Vertretung ist hier nicht erforderlich.
Die Kosten bei einem Prozess trägt grundsätzlich der Unterlegene. Jedoch ist Ihr Mann als Kläger zunächst verpflichtet, die Gerichtskosten vorzustrecken. Ist der Beklagte nach Unterliegen im Prozess nicht in der Lage, die Prozesskosten zu bezahlen, bleibt Ihr Mann weiterhin verpflichtet, die Prozesskosten zu tragen. Ggf. sollten Sie sich hier um Prozesskostenhilfe bemühen.
Die Risiken eines Prozesses sind zunächst einmal das Unterliegen und die damit verbundene Kostentragungspflicht. Aufgrund Ihres Vortrages gehe ich aber davon aus, dass Ihr Mann einen Anspruch auf Auskunft hat. Weiterhin besteht nach Ihrem Vortrag das Risiko, dass der Sohn Ihres Mannes sofort anerkennt. Auch dies hätte die Kostentragungspflicht zur Folge. Dieses Risiko kann von Ihrem Mann aber auf Null gesetzt werden, wenn er vorher nachweisbar (z.B. Einschreiben mit Rückschein) seinen Sohn um Auskunft ersucht hat und dieser dies verweigerte.



Ich hoffe, daß meine Antworten für Sie hilfreich gewesen sind und darf zusätzlich auf die kostenfreie Nachfragefunktion verweisen.

Mit freundlichen Grüßen,

Florian Müller
(Rechtsanwalt)

Nachfrage vom Fragesteller 06.11.2007 | 15:53

Vielen Dank für die schnelle Antwort. Da der Sohn meines Mannes noch minderjährig ist, hat er immer die Kindsmutter angeschrieben. Sollte er vor einer Klage den Sohn auch noch einmal direkt anschreiben?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 06.11.2007 | 16:21

Sehr geehrte Fragestellerin,

da ich davon ausgehe, dass Ihr Mann die Auskunft ausdrücklich nur an die Kindsmutter gerichtet hat, ist es notwendig, Auskunft direkt vom Sohn zu verlangen. Zwar ist die Mutter vertretungsberechtigt, jedoch muss der Adressat unbedingt der Sohn selbst sein. Ihr Mann sollte dafür Sorge tragen, dass dieses Auskunftsverlangen beweisbar ist (z.B. durch Einschreiben mit Rückschein).
Abschließend möchte ich Ihnen und Ihrem Mann noch raten – obwohl dies gesetzlich nicht vorgeschrieben ist – anwaltliche Hilfe in Anspruch zu nehmen, ggf. auch im Rahmen der Beratungshilfe. Denn ein Anwalt vor Ort kann die Einzelheiten des Falles mit Ihnen weit besser besprechen, als dies in einem Online-Forum möglich ist.


Mit freundlichen Grüßen,

Florian Müller
(Rechtsanwalt)

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