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Auskunft über Hinterlegung des Testamentes beim Amtsgericht


09.12.2008 21:32 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrte Damen und Herren!


Meinen Tante ist vor ein paar Tagen gestorben. Meine Tante hatte keine eigenen Kinder.

Nun weiss ich, dass meine Tante und mein Onkel vor vielen Jahren ein Testament beim Notar gemacht haben, indem sie sich gegenseitig eingesetzt haben.

Jetzt sind sie beide verstorben und soweit ich weiss, haben sie in eben diesem genannten Testament auch noch verfügt, wer erben soll, wenn beide verstorben sind.

Meine Cousine möchte unbedingt ins Haus um zu suchen. Heute hat sie behauptet sie habe beim Amtsgericht angerufen ob ein Testament vorliegt.
Die Dame vom Amtsgericht habe gesagt, dass nur ein altes Testament da liege, indem sie sich beide gegenseitig eingesetzt hätten aber sonst wäre nichts weiter verfügt.

Kann das denn stimmen? Darf ein Amtsgericht eine solche Auskunft einfach am Telefon geben?

Mir leuchtet nur nicht ein warum mich meine Cousine so belügen sollte.

Falls ein Testament beim Amtsgericht liegt, werden die Erben dann automatisch benachrichtigt?


Über eine schnelle Antwort wäre ich dankbar.


Hochachtungsvoll


09.12.2008 | 22:20

Antwort

von


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47551 Bedburg-Hau

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Sehr geehrte Fragestellerin,

gerne beantworte ich Ihre Fragen wie folgt:

Gemäß § 2260 BGB muss das Nachlassgericht (Amtsgericht) sobald es vom Tode des Erblassers erfährt einen Termin zur Eröffnung dieses Testamentes bestimmen. Zu diesem Termin sollen die gesetzlichen Erben und sonstige Beteiligte geladen werden. In dem Termin wird das Testament eröffnet und verkündet.

Soweit die gesetzliche Regelung. Die Praxis läuft heute ein wenig anders ab:

Wird ein Testament bei Gericht hinterlegt, so informiert das Gericht das Standesamt über die Hinterlegung. Beim Tode des Erblassers informiert das Standesamt dann wiederrum das Gericht über den Todesfall.

Das Gericht eröffnet heutzutage die in Verwahrung befindlichen Testamente nach Kenntnis vom Tode automatisch und übersendet den gesetzlichen Erben und sonstigen Beteiligten von sich aus eine Kopie über den Inhalt des Testamentes nebst Vermerk über die Niederschrift der Eröffnung. Hieraus ist auch das Datum der Eröffnung zu erkennen.

Die gesetzlichen Erben und sonstigen Beteiligten werden also automatisch benachrichtigt.

Gegenüber den gesetzlichen Erben und sonstigen Beteiligten besteht demgemäß eine Auskunftspflicht.

Normalerweise erfolgen keine telefonischen Auskünfte seitens des Gerichtes. Gemäß § 2264 BGB kann nämlich der, der ein rechtliches Interesse glaubhaft macht, Einsicht in ein eröffnetes Testament nehmen oder aber Abschriften fordern. Natürlich kann aber nicht ausgeschlossen werden, dass ein Bediensteter des Gerichtes am Telefon auch mal eine Auskunft erteilt, die eigentlich nicht erteilt werden darf.

Falls im vorliegenden Fall in dem Testament auch die weitere Erbfolge - also über die gegenseitige hinaus - geregelt sein sollte, so müssten Sie, wenn Sie denn Erbe oder Beteiligter (z. Bsp.) Vermächtnisnehmer geworden sind, informiert werden.

Ich empfehle Ihnen, zunächst beim Amtsgericht vorzusprechen (wegen § 2264 BGB) um zu erfahren, was in dem Testament geregelt ist. Darüber hinaus könnten Sie einen Erbschein beantragen um quasi gerichtlich feststellen zu lassen, wer Erbe geworden ist. Schließlich sollten Sie auch noch einmal schauen, ob sich in den persönlichen Dingen Ihrer Tante vielleicht noch andere letztwillige Verfügungen finden. Diese müssen Sie beim Amtsgericht abliefern (gesetzliche Pflicht!).


ANTWORT VON

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