Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
466.191
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Ausfall Heizung


22.12.2014 12:35 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Daniel Hesterberg



Seit 3 Wochen ist unsere Heizung ausgefallen. Wir sind Eigentümer der Wohnung und bewohnen diese selbst. Mehrmals war unser eigener Technik da und überprüfte unsere Heizung (sowohl die Zuleitung sowie die kompletten Heizkörper wurden erneuert!). Die Hausverwaltung schickte ebenfalls zwei verschiedene Firmen um die Angelegenheit zu prüfen. Nunmehr wurde festgestellt, dass die Pumpe zu schwach ist um das Haus ausreichend (17 Stockwerke, wir sind das oberste) zu versorgen.
Die Eigentümer im 16. OG haben das gleiche Problem.
Die Hausverwaltung teilte uns nunmehr am Freitag, dem 19.12., mit, dass in diesem Jahr nicht mehr mit einer Reparatur gerechnet werden kann. Muss ich das als Wohnungseigentümer hinnehmen, kann ich verlangen, dass man mir zumindest ein paar Elektroöfen zur Verfügung gestellt werden?

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Jeder Wohnungseigentümer ist zumindest und zunächst berechtigt, ohne Zustimmung der anderen Wohnungseigentümer die Maßnahmen zu treffen, die zur Abwendung eines dem gemeinschaftlichen Eigentum unmittelbar drohenden Schadens notwendig sind, § 21 Absatz 2 Satz 1 Wohnungseigentumsgesetz (Notgeschäftsführung).

Das wäre hier ggf. zu prüfen.

Es bietet auch die Möglichkeit des Kostenersatzes.

Besteht aber die Möglichkeit, den Verwalter bzw die übrigen Wohnungseigentümer noch vorher einzuschalten, kann von einer Notgeschäftsführungsbefugnis nicht ausgegangen werden.

Wenn ein Verwalter sich jedoch weigert, gegen drohende Schäden Maßnahmen zu ergreifen, so kann in diesem Fall der handelnde Wohnungseigentümer aus § 16 Abs. 2 Ersatz seiner Aufwendungen verlangen (KG Berlin NJW-RR 1992, 211 - KG, Beschluss vom 03.06.1991, Az. 24 W 4604/90).

Nach meiner ersten Einschätzung ist daher auch der Kostenersatz für die Elektro-Öfen ersatzfähig.

Der Anspruch geht gegen die Wohnungseigentümergemeinschaft als Verband, weil es sich um Kosten handelt, welche die Verwaltung des gemeinschaftlichen Eigentums betreffen.

Ansonsten besteht aber auch unabhängig einem dem gemeinschaftlichen Eigentum unmittelbar drohenden Schaden ein Anspruch auf Kostenersatz gegen den Verwalter, weil er sich ersatzpflichtig macht.

Er muss dann eben, zur Schadensminderung, die Elektrogeräte bereit stellen, als Zwischenlösung, oder eben Aufwendungsersatz leisten.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 57042 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Meine Frage wurde in sehr kurzer Zeit sehr präzise beantwortet. Das hilft mir gewaltig bei der Entscheidung zur weiteren Verfahrensweise. Eine Nachfrage war nicht nötig und ich fühle mich durch die Antwort wirklich sehr gut ... ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Die Antwort von Herrn Raab hat mir sehr geholfen! Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis! Ich hatte den Eindruck, eine sehr persönliche Beratung zu bekommen! Danke vielmals! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Der Anwalt hat den Sachstand richtig verstand und hat dementsprechend geantwortet und Argumentiert ...
FRAGESTELLER