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Aufstockung des Daches, Modernisierungsabeiten am Haus und Instandhaltungsarbeiten


03.12.2008 17:54 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Michael Böhler



Sehr geehrte Damen und Herren,

wir wohnen in einem Mietshaus (Erdgeschoß) mit vier Parteien, Baujahr 1963. Das Haus wurde Anfang des Jahres verkauft und der neue Vermieter hat Baumaßnahmen begonnen:

Ende Septemer wurden wir schirftlich über den Ausbau des Dachgeschosses (fünfte Wohnung) informiert und die Baumaßnahmen begannen direkt Anfang Oktober.
Ein Gerüst umschließt das Haus! Das Dach wurde abgedeckt! Das Treppenhaus ist nach oben offen! Das Dach wurde schon mit neuen Balken und Planen versehen und teilweise mit Dachpfannne bedeckt. Im Treppenhaus wurde ein altes Fenster entfernt, das Loch mit einer Plane verdeckt. Im Keller steht ist dein Fenster dauernd offen, weil dort ein Starkstromkabel ins Haus führt. Es lässt sich nicht schließen. Im Treppenhaus herrscht Kälte und Feuchte, die in unsere Wohnung dringt. Das Treppenhaus ist ständig dreckig und wird nicht gereinigt. In der schrifltlichen Ankündigung wird ein Zeitraum von einigen Wochen und Monaten angegeben. Mögliche Mieterhöhungen nicht angegeben, Baumaßnahmen zur Isolierung der Aussenfassaden nicht angegeben. Der Weg zur Eingangstür des Mietshauses ist ab und zu zugestellt, so daß wir klettern müssen.

Können wir rückwirkende die Miete mindern? oder können wir das erst ab dem nächsten Monat? Ist das überhaupt möglich oder müssen wir diese Baumaßnahmen einfach so dulden?
Ist der Ausbau eine Instandhaltung oder Modernisierung? Sind die restlichen Baumaßnahmen zu dulden?

Vielen Dank für Ihre Antwort! Gruss Brieskorn
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Schilderung summarisch gerne wie folgt beantworte:

Eine rückwirkende Minderung der Miete erscheint in Ihrem Fall berechtigt. Die Vermieterseite muss sich entgegenhalten lassen, dass ihr der Mietminderungsgrund – also die Bauarbeiten - ohnehin bekannt gewesen sein muss. Sie hatte schon mit Baubeginn Kenntnis von den beeinträchtigenden Kriterien. Grundsätzlich haben Sie Instandhaltungs- und/oder Modernisierungsarbeiten (welchen Charakter diese Arbeiten haben, kann aus der Ferne nicht abgeschätzt werden) zwar zu dulden, doch kann die Miete bei Beeinträchtigungen gemindert werden. Im Hinblick auf die Höhe der Minderung sollten Sie einen auf das Mietrecht spezialisierten Rechtsanwalt vor Ort mit der Detailprüfung und weiteren Vertretung Ihrer Interessen beauftragen, da eine abschließende Beurteilung im Rahmen dieser Plattform nicht erfolgen kann.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Böhler
Rechtsanwalt
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