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Außereheliches Verhältnis


19.12.2013 17:11 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Sascha Steidel



Ich habe ein jahrelanges, außereheliches Verhältnis zu einer Frau, das zu Ende geht.
Meine Exfreundin droht nun, meine Ehefrau zu informieren, was für mich eventuell die Scheidung bedeutet.
Die Exfreundin ist eine korrekte Beamtin; sie hat zahlreiche Fotos und Emails archiviert, auf die sie zurückgreifen kann.

Meine Frage:
Macht sie sich evtl. strafbar, wenn sie meine Ehefrau informiert?
Was ist, wenn sie meine Verwandten mit Fotos und Details informiert?

Kann ich sie mit einem Hinweis auf die Folgen von der Information abhalten?
Sehr geehrte(r) Fragesteller (in),
Ihre Anfrage(n) möchte ich anhand Ihrer Sachverhaltsschilderung wie folgt beantworten:

Eine Strafbarkeit wäre durch das befürchtete Verhalten nicht zu begründen.

Weder handelt es sich um Verleumdung, üble Nachrede ( §§ 186, 187 StGB ), da es schlicht keine unwahren oder nicht erweislich wahren Tatsachen wären, die verbreitet werden, noch läge eine Straftat nach den §§ 201 ff. StGB -Verletzung des persönlichen Lebens- und Geheimnisbereichs vor.

Die Bildaufnahmen wurden offenbar nicht unbefugt angefertigt, so dass eine Straftat nach § 201a StGB ausscheidet.

Bei den emails feht es an der bestimmten Sicherung der Informationen ( der Gesetzgeber schützt gerade verschlossene Post ). Daher ist auch § 202 StGB nicht gegeben.

Solche "moralischen Verfehlungen" , wie das Preisgeben einer außerehelichen Beziehung stellt der Gesetzgeber nicht unter Strafe.

Auf diesem Wege werden Sie die Dame wohl nicht abhalten können. Natürlich könnten Sie Ihr zumindest vorhalten, dass es sich bei den Bildern und emails um höchstpersönliche Daten und Bilder handelt und Sie sich gesetzeswidrig verhalten würde, wenn Sie diese Dritten bekanntmachen würden. Unter Umständen führt dies bereits zum gewünschten Erfolg.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Sascha Steidel, Rechtsanwalt
Ergänzung vom Anwalt 20.12.2013 | 08:49

Es wäre zu ergänzen, dass unter Umständen eine Anzeige wegen (versuchter ) Nötigung in Frage kommt, wenn man davon ausgeht, dass es sich um eine rechtswidrige Drohung handelt, Fotos und emails an Dritte bekannt zu geben, um Sie zu einer Fortsetzung der Beziehung zu veranlassen.

Eine ( zivilrechtliche ) Grenze besteht, wenn eine Verletzung von Persönlichkeitsrechten in Betracht kommt. Dann besteht ein Unterlassungsanspruch aus "unerlaubter Handlung".

Mit freundlichem Gruß
S. Steidel

Rechtsanwalt
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