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Areamanager auf Reisewebsite als freier Vertragspartner


06.12.2011 15:48 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von



Sehr geehrte Damen und Herren,

ich betreibe eine Reisewebsite für ein spezielles Reisesegment. Kernstück der Website ist ein Verzeichnis der Anbieter weltweit, in welchem sich die jeweiligen Anbieter detailliert präsentieren können.

Einnahmen werden durch Pay per Click auf den Link zur Homepage des Anbieters (ähnlich Adwords) oder einem festem monatlichem Betrag erzielt.

Zwecks Expansion benötige ich nun mehrere „Areamanager", welche jeweils alle Anbieter einer Region akquirieren und betreuen sollen.

Aufgaben des „Areamanagers":

Akquise neuer Anbieter und Betreuung bestehender Anbieter einer Region
Erstellung und Pflege der Anbieterpräsentationen auf der Website (der Areamanager erhält einen Log-In zum bearbeiten seines Bereiches)
Verhandlung mit den Anbietern (im Hinblick auf Preise und Konditionen), Abrechnung und Zahlungsabwicklung

Der aus der Tätigkeit des Areamanagers einstehende Gewinn wird zwischen dem Websitebetreiber (mir) und dem Areamanager 50/50 aufgeteilt. In der Praxis übernimmt der Areamanager also die Abrechnung und Zahlungsabwicklung mit den Anbietern und überweist mir anschließend 50% des von den Anbietern erhaltenen Betrages.

Der Areamanager soll seine Tätigkeit als freier Vertragspartner ausführen. Scheinselbständigkeit und/oder ein „verdecktes Angestelltenverhältnis" müssen vermieden werden. Des weiteren möchte ich nicht für eventuelle Fehler des Areamanagers haftbar sein.

Im Endeffekt stelle ich mir die Zusammenarbeit mir dem Areamanager in etwa so vor, dass unser vertragliches Verhältnis dem eines einzelnen Anbieters direkt zur Website (mir) gleicht, nur mit dem Unterschied das der Aremanager mehrere Unterkünfte betreut.


Könnten Sie mir bitte mitteilen, wie o.g. vertraglich umzusetzen ist? Welche Punkte sind zu beachten um insbesondere Scheinselbständigkeit, ein „verdecktes Angestelltenverhältnis und Haftung aus den Handlungen des Areamanagers heraus zu vermeiden?

Vielen Dank im Vorraus und freundliche Gruesse
06.12.2011 | 17:20

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

bitte haben Sie dafür Verständnis, dass ich Ihnen im Rahmen der Beantwortung einer Frage keinen Mustervertrag erstellen kann.

Die Haftung für Freie Mitarbeiter kann zum Beispiel im Rahmen einer Freistellung erfolgen:

"Sollte der Auftraggeber auf Grund von Leistungen, die vom Auftragnehmer erbracht wurden, in Haftung genommen werden, so verpflichtet sich der Auftragnehmer gegenüber dem Auftraggeber, diesen von derlei Haftung freizustellen."

Dies hat die Konsequenz, dass Sie für solche Schäden nicht aufkommen müssen, die der Freie Mitarbeiter im Rahmen seiner Tätigkeit erbracht hat.

Der Punkt der Scheinselbstständigkeit kann vertraglich jedoch nicht ausgeschlossen werden, da die Beurteilung ob ob eine Scheinselbstständigkeit vorliegt, sich aufgrund objektiver Kriterien bemisst und nicht aufgrund des Vertrages.
Der Freie Mitarbeiter sollte also grundsätzlich auch andere Auftraggeber haben, seine Arbeitszeit frei einteilen können und möglichst weisungsunabhängig sein. Des Weiteren sollte dieser am Markt auftreten (Werbung, eigenen Briefkopf, Visitenkarte).
Vertraglich sollte aber dennoch auf diesen Punkt hingewiesen werden und der Freie Mitarbeiter dazu verpflichtet werden, diese Punkte zu erfüllen.

Des Weiteren sollte vertraglich genau die jeweilige Tätigkeit beschrieben werden, um spätere Konflikte wegen der Zuständigkeit zu vermeiden.

Darüber hinaus sollte die Vergütung genau geregelt werden, auch hinsichtlich der jeweiligen Zahlungsfälligkeit.

Des Weiteren sollte eine Verschwiegenheitspflicht vereinbart werden und ggf. eine Fortbildungspflicht.

Auch ist auf die jeweiligen Kündigungsfristen zu achten, die aber vertraglich festgelegt werden können.


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