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Arbeitsrecht: Vergangene Leistungen bei alten Arbeitgeber


| 02.12.2014 10:52 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Sascha Steidel



Ich habe Anfang des Jahres bei meinem ehemaligen Arbeitgeber an einem Fachbuch mitgearbeitet. Bevor ich das Unternehmen verlassen habe habe ich meinem Fachteil an meinen Vorgesetzten weitergeleitet. Es wurde eine Bezahlung pro Seite sowie die Nennung als Co-Autor als "Bezahlung" festgelegt. Falls Teile des von mir geschriebenen Artikels oder das ganze Kapitel veröffentlicht wird habe ich dann ein Anrecht auf

1.) eine Nennung als Co-Autor?
2.) eine rückwirkende Bezahlung?

Freue mich über eine Antwort.


Einsatz editiert am 02.12.2014 11:03:23

Einsatz editiert am 02.12.2014 11:14:41
Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Der Anspruch auf die vereinbarte Gegenleistung ( Vergütung pro Seite + Nennung ) besteht selbstverständlich fort, unabhängig davon, ob das Arbeitsverhältnis fortbesteht oder nicht.

Etwas anderes könnte sich allenfalls aus dem Arbeitsvertrag selbst ( Klausel über Arbeitsergebnisse oder kurze Ausschlussfrist für Ansprüche aus dem Arbeitsverhältnis ) ergeben.

Unter Umständen haben Sie auch bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses eine Sondervereinbarung ( z.B. Aufhebungsvertrag ) geschlossen.

Trifft beides nicht zu, besteht der Anspruch wie vereinbart. Dann wäre es natürlich von Vorteil, wenn sich der Inhalt der Vereinbarung beweisen liesse.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 04.12.2014 | 09:19

In dem Vertag ist eine Klausel über Arbeitsergebnisse. Die Arbeitsergebnisse mache ich diesen ja auch überhaupt nicht streitig. Sondern mir geht es um die abgemacht Bezahlung. Oder denke ich so zu simpel?

Eine Ausschlussfrist ist enthalten. Die Fragen wird sein was ist Datum der Fälligkeit oder? Vor zwei Wochen wurde das Buch zum Verlag zum Lektorat übergeben. Veröffentlichung liegt in der Zukunft. Was kann man als Fälligkeitsdatum wählen?

§12 Ausschlussfrist
Alle beiderseitigen Ansprüche aus dem Arbeitsverhätlnis müssen innerhalb von 3 Monaten nach Fälligkeit schriftliche geltend gemacht werden, ansonsten verfallen sie. Werden dei Ansprüche nach Geltendmachung von der anderen Seite nicht erfüllt, so ist die gerichtliche Geltendmachung innerhalb einer weiteren Frist von 3 Monaten nach schriftlicher Gelendtmachung notwendig, ansonsten verfallen die Ansprüche.

Wir haben einen Aufhebungsvertag in eine Kündigung umgewandelt sozusagen. D. h. eine Kündigung ist das letzte Dokument, welches unterschrieben wurde. Gleichzeitig habe ich ein formloses Dokument unterschrieben bzw. musste ich für den Ausschluss aus Ansprüchen. Wobei die Geschäftsführung da schon meinte das dies nichtig wäre, sondern Ihnen nur zeigen soll das wir vernünftig auseinander gehen.

Ist alles ein wenig komplizierter abgelaufen.

Vielen Dank für die erneute Antwort.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 04.12.2014 | 09:57

Die Fälligkeit kann jedenfalls nicht eintreten, bevor Klarheit darüber herrscht, ob das Fachbuch veröffentlicht wird und in welchem Umfang Sie dazu beigetragen haben.

Falls noch nicht geschehen, sollten Sie auf jeden Fall dem Grunde nach Ihren Anspruch anmelden und zwar nachweisbar!

Das letztgenannte Dokument ( Ausschluss von Ansprüchen ) kann natürlich sehr entscheidend sein.

Sollte Ihr Arbeitgeber Ihre Forderung gänzlich abstreiten, so sollten Sie auf jeden Fall anwaltliche Hilfe in Anspruch nehmen und die Dokumente vorlegen. Bei Bedarf können Sie sich gern an mich wenden.

Bewertung des Fragestellers 04.12.2014 | 11:37


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