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Arbeitsrecht Sperre von AfA


18.12.2011 11:04 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht



Hallo! Habe seit 8 Wochen einen neuen Job mit einem befristeten Vertrag von einem Jahr. Vorher war ich 4.5 Jahre mit einem unbefristeten Vertrag angestellt, welchen ich von mir aus gekündigt habe. Nun soll die neue Firma "umstrukturiert" und ich noch in der Probezeit entlassen werden. Frage: Habe ich jetzt eine Sperrfrist beim Arbeitsamt? Und wie kann ich ggf. diese Sperrzeit umgehen?

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Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Frage aufgrund der vorliegenden Informationen und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt:

Eine Sperrzeit tritt entsprechend § 144 SGB III dann ein, wenn Sie ohne wichtigen Grund Ihr Beschäftigungsverhältnis gelöst oder durch ein arbeitsvertragswidriges Verhalten Anlass für die Lösung des Beschäftigungsverhältnisses gegeben, dadurch die Arbeitslosigkeit zumindest grob fahrlässig herbeigeführt und für Ihr Verhalten keinen wichtigen Grund haben.

Hierunter fallen insbesondere solche Fälle, in denen nicht gegen eine rechtswidrige Kündigung durch den Arbeitgeber vorgegangen wird oder (in Sonderfällen) ein Aufhebungsvertrag geschlossen wurde. In Ihrem Fall haben Sie zwar das ältere Beschäftigungsverhältnis selbst gekündigt, was nach § 144 Abs. 1 Nr. 1 SGB III eine Sperrfrist nach sich gezogen hätte. Ihr neues Beschäftigungsverhältnis endet jedoch weder aus eigenverantwortlichen Gründen noch aus vertragswidrigen Verhalten Ihrerseits (sprich durch eine fristlose Kündigung durch Ihren neuen Arbeitgeber), sondern wird aufgrund betriebsbedingter Gründe von Ihrem Arbeitgeber aus beendet.

Entsprechend Ihren Ausführungen haben Sie die Regelanwartschaftszeit für den Bezug auf Arbeitslosengeld erfüllt, da Sie in den letzten zwei Jahren mindestens zwölf Monate in einem versicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis gestanden haben. Ebenfalls werden Sie durch Gründe arbeitslos, die nicht in Ihrem Verantwortungsbereich bestehen. Es kommt daher für die Sperrfrist nicht darauf an, dass Sie Ihr früheres Beschäftigungsverhältnis eigenmächtig gekündigt haben und nunmehr in Ihrem aktuellen Beschäftigungsverhältnis (betriebsbedingt) gekündigt werden.

Ihnen steht daher ein Anspruch auf Arbeitslosengeld zu. Probleme könnten eventuell dann entstehen, wenn Sie mit Ihrem Arbeitgeber einen Auflösungsvertrag oder eine Abfindung vereinbaren. Lassen Sie sich daher im Zweifel kündigen bzw. in dieser Hinsicht gesondert beraten.

Bitte beachten Sie noch, dass dies nur eine erste Einschätzung der Rechtslage ist.

Ich hoffe, dass Ihnen meine Antwort weitergeholfen hat und verweise bei Unklarheiten oder Rückfragen auf die kostenlose Nachfragefunktion. Gerne können Sie mich auch direkt kontaktieren.

Mit besten Grüßen
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