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Arbeitsrecht: Freizeitausgleich für Feiertagsarbeit bei 35h Woche?


09.12.2014 19:00 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Johannes Kromer



Sehr geehrte Damen und Herren!
Seit 5 Jahren arbeite ich als Krankenschwester für Intensivmedizin im Nachtdienst für eine private Pflegestation.
Wenn ich an gesetzlichen Feiertagen arbeite (Ostern, Pfingsten, Weihnachten, etc.) bekomme ich keinen Freizeitausgleich, da lt.Aussage meines Arbeitgebers, mein vorgeschriebenes Arbeitszeitkontingent unterschritten, und so in Minusstunden anfallen würden.
Das Gleiche gilt, wenn ich meine vertraglich festgelegten Urlaubstage ( 27 per Anno) nehme, da die Urlaubstage mit 8h pro Tag gerechnet werden.
So fallen also unweigerlich Minusstunden an, die ich nach meinem Urlaub aufarbeiten muss.
Ich habe im Internet bislang vergeblich nach Rat gesucht, vielleicht können Sie mir helfen?
Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Hier scheint leider einiges schief zu laufen:
Für eine Sonntags- oder Feiertagsbeschäftigung ist Ihnen nach § 11 Arbeitszeitgesetz zwingend ein Ersatzruhetag zu gewähren. Dies hat mit den konkret angefallen Arbeitsstunden erstmal nichts zu tun.

Das Problem scheint zu sein, dass Ihr Arbeitgeber allein in 8-Stunden Tagen denkt, was bei einer 35h Woche natürlich falsch ist. Ich unterstelle, dass Sie eine 5 Tage-Woche haben und somit auf eine Arbeitszeit von 7 Stunden pro Tag. Entsprechend können Ihnen für einen Urlaubstag auch keine 8 Stunden von Ihrer Arbeitszeit abgezogen werden, sondern nur 7. Das Bundesurlaubsgesetz spricht nämlich von Urlaubstagen und nicht Urlaubsstunden.

Gerne teilen Sie mir hierzu noch konkrete Berechnungsbeispiele mit, gerne auch anonym an meine E-Mail-Adresse (info@rechtsanwalt-kromer.de). Eine abweichende Antwort könnte sich ggf. ergeben, wenn Sie nur eine Teilzeitstelle haben, wovon ich jedoch bei einer 35h Woche nicht ausgehe.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 09.12.2014 | 23:15

Vielen Dank für die schnelle Antwort!
Mein Arbeitgeber geht von einem 8 Std. Arbeitstag zur Berechnung der "Minusstunden"aus, wie Sie bereits ersehen haben.
Bei meinem Arbeitsvertrag handelt es sich nicht um einen sog. Teilzeitvertrag, ich bekomme ein Festgehalt für die vertraglich festgelegten 152 h /Monat, das sind 19 Arbeitstage.
Diese 19 Arbeitstage muss ich im Monat geleistet haben, wenn nicht falle ich ins Minus.
Was kann ich tun, um dies in der Folgezeit zu umgehen?
Habe ich die Möglichkeit die zuviel geleisteten Arbeitsstunden rückwirkend geltend zu machen?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 10.12.2014 | 07:21

Gerne biete ich Ihnen an, mir einen Scan Ihres Arbeitsvertrags per E-Mail oder Fax zukommen zu lassen. Für eine konkrete Beantwortung benötige ich nämlich noch weitere Informationen, insbesondere ob gewisse Arbeitstage im Vertrag festgehalten sind. Weiter gehört es bei neueren Verträgen zum Standard, dass dort sogenannte Ausschlussfristen genannt sind, wonach die Zurückforderung der zuviel geleisteten Arbeitsstunden zeitlich eingeschränkt werden könnte.
Wenn sie mir den Arbeitsvertrag nicht zur Verfügung stellen wollen, dann beantworten Sie einfach die oben benannten Punkte durch E-Mail an mich, und ich lasse Ihnen meine Antwort per E-Mail zukommen.

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