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Arbeitsrecht-Außerordentliche Kündigung


20.01.2011 15:21 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Felix M. Safadi


| in unter 2 Stunden

Y arbeitet seit 20 Jahren in einer Firma als Kassiererin. Am 17.1.11 wird ihr mitgeteilt, dass sie am 14.01.2011 zwei Einkaufsgegenstände in Höhe von 17,90 € nicht boniert hätte. Kassendifferentz beträgt für den Tag demnach - 17,90 € Die fehlende Bonierung kann sich Y nicht erklären.

Des Weiteren wurde vorgeworfen, dass sie im November und Dezember jeweils zweimal einen Gegenstand nicht boniert hätte. Y kann sich an die Vorgänge nicht erinnern, wurde bisweilen nicht damit konfrontiert.

Sie erhält am 17.01.2010 außerordentlich fristlose Kündigung, hilfsweise ordentliche kündigung zum 30.06.11

Des Weitere wird ihr in dem Gesprächsnotiz vom 17.01.11 eingeräumt bis zum 20.01.2011 über den Sachverhalt zu äüßern.


Muss eine Äußerung abgegeben werden, da ja gekündigt wurde ?

Y war bis jetzt krank geschrieben.

Soll sie zur ARbeit gehen, Arbeitskraft anbieten oder ist es aufgrund der Kündigung entbehrlich ?
Trifft nicht Ihr Problem? Wir haben 1425 weitere Antworten zum Thema:
20.01.2011 | 15:53

Antwort

von

Rechtsanwalt Felix M. Safadi
146 Bewertungen
Sehr geehrter Ratsuchender,

gerne nehme ich zu Ihrer Anfrage unter Berücksichtigung Ihrer Angaben und Ihres Einsatzes wie folgt Stellung:

„Muss eine Äußerung abgegeben werden, da ja gekündigt wurde ?"

Nein, zu einer Äußerung kann Y niemand verpflichten, unabhängig davon, ob eine Kündigung ausgesprochen wurde oder nicht.

„Soll sie zur ARbeit gehen, Arbeitskraft anbieten oder ist es aufgrund der Kündigung entbehrlich ?"

Wenn Y davon ausgeht, dass die fristlose Kündigung unwirksam ist, sollte sie dem Arbeitgeber ihre Arbeitskraft zumindest anbieten. Sie muss dann innerhalb von 3 Wochen nach dem Zugang der schriftlichen Kündigung, also allerspätestens bis zum 07.02.2011, Kündigungsschutzklage beim Arbeitsgericht erheben, da die Kündigung sonst als wirksam gilt (§§ 4, 7 KSchG).

Wird die fristlose Kündigung hingegen von Y akzeptiert, muss sie ihre Arbeitskraft nicht mehr anbieten.

Ich hoffe, Ihnen hiermit einen ersten Überblick über die Rechtslage verschafft zu haben, und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Felix M. Safadi
Rechtsanwalt

_________
Allgemeine Hinweise:

Bitte erlauben Sie mir noch den obligatorischen Hinweis, dass es sich bei dieser Antwort lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des allein auf Ihren Angaben basierenden Sachverhalts handelt. Diese kann eine umfassende Begutachtung nicht ersetzen. Durch Hinzufügen oder Weglassen weiterer Angaben kann die rechtliche Beurteilung völlig anders ausfallen.


Felix M. Safadi, Rechtsanwalt

ANTWORT VON
Rechtsanwalt Felix M. Safadi
Berlin

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