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Frage geschrieben am 19.04.2010 11:33:25

Arbeitslosmeldung 9 Monate nach letztem Arbeitstag

Rechtsgebiet: Arbeitsrecht | Einsatz: € *** | Status: Beantwortet | Aufrufe: 1215
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Hallo liebe Community,
ich wurde seitens Arbeitgebers zum 01.10.2009 mit einer Abfindung gekündigt. Die Kündigung erfolgte fristgerecht 6 Monate im Vorraus. Seit dem 01.10.2009 versuchte ich in eine Selbstständigkeit einzutreten und nahm meine Abfindung zur Finanzierung meines Lebens und der neuen Selbsständigkeit. Diese ist aber mangels Aufträgen nun gescheitert. Ich möchte mich nun in den nächsten Tagen Arbeitslos melden. Wie sieht mein Anspruch aus? Laut online Rechner des Arbeitsamtes würde mir der Höchstsatz von 1960 Euro zustehen, da ich ja in den letzten 2 Jahren mindestens 5 Monate Angestellt war und mehr als 5000Euro Brutto verdient habe.

Vielen Dank für die Antwort.
MFG


Hinweis:
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Diese Antwort ist vom 19.4.2010 und möglicherweise veraltet. Stellen Sie jetzt Ihre aktuelle Frage und bekommen Sie eine rechtsverbindliche Antwort von einem Rechtsanwalt.
Sehr geehrter Ratsuchender,

gerne darf ich Ihre Frage wie folgt beantworten:

Die Höhe des Arbeitslosengeldes bestimmt sich zunächst einmal nach dem so genannten Bemessungsentgelt. Das ist entsprechend § 131 SGB III das durchschnittliche auf den Tag entfallende beitragspflichtige Arbeitsentgelt, dass der Arbeitslose im Bemessungszeitraum erzielt hat.

Aus dieser Formulierung ergibt sich, dass Arbeitsentgelt, das über der Arbeitsentgeltgrenze liegt und für das in Folge dessen auch keine Beiträge zur Arbeitslosenversicherung zu entrichten waren, nicht zur Bemessung des Arbeitslosengeldes herangezogen wird.

Diese Beitragsbemessungsgrenze lag im Jahr 2009 in den neuen Bundesländern bei monatlich EUR 5.400,00.

Der Bemessungszeitraum erfasst entsprechend § 130 SGB III grundsätzlich die im Jahr vor Eintritt der Arbeitslosigkeit abgerechneten Entgeltzeiträume. Es ist in Ihrem Fall daher zunächst einmal das durchschnittliche Monatseinkommen vor Eintritt der Arbeitslosigkeit zu ermitteln.

Von dem so ermittelten Bemessungsentgelt sind dann die in § 133 SGB III genannten Positionen in Abzug zu bringen, um das so genannte Leistungsentgelt zu ermitteln.

Das letztendlich gezahlte Arbeitslosengeld beträgt dann entsprechend § 129 SGB III entweder 60 oder 67 Prozent des ermittelten Leistungsentgeltes.

Wenn Sie mir kurz per eMail

- Ihre Steuerklasse

- das durchschnittliche Bruttoentgelt der letzten 12 Monate vor Ausscheiden aus dem Arbeitsverhältnis

- die Dauer des Arbeitsverhältnisses

- Ihr Alter

- Ihre Steuerklasse

- die Anzahl Ihrer Kinder

mitteilen, kann ich Ihnen gerne Ihren Anspruch entsprechend berechnen.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort einen ersten Überblick über die Rechtslage verschafft zu haben.

Hierbei möchte ich Sie darauf hinweisen, dass es sich bei dieser Antwort, basierend auf Ihren Angaben, lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes handelt. Diese kann eine umfassende Begutachtung nicht ersetzen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung völlig anders ausfallen.

Sie können natürlich gerne im Rahmen der Nachfrageoption auf diesem Portal oder über meine E-Mail-Adresse mit mir Verbindung aufnehmen.

Für eine über diese Erstberatung hinausgehende Interessenvertretung steht Ihnen meine Kanzlei selbstverständlich ebenfalls gerne zur Verfügung.

Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Tag und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Michael Vogt
Rechtsanwalt

Payerstrasse 82
72764 Reutlingen
Tel.: 07121 128221
Fax: 07121 128223

info@anwalt-vogt.de

www.anwalt-vogt.de
www.anwalt-reutlingen.com

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