Arbeitslosengeld nach Aussteuerung durch die Krankenkasse
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Generelle Themen
Beantwortet von
Rechtsanwältin Dörthe Kiesewetter
| in unter 2 Stunden
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich bin 62 Jahre alt und benötige dringend Klarstellung bzw Beratung in folgender Angelegenheit . . .
Am 01.07.2010 wurde ich arbeitslos und hatte nach Bescheid der Arbeitsagentur einen Anspruch auf insgesamt 15 Monate Arbeitslosengeld. Mitte Okt. 2010 erkrankte ich plötzlich an der Lendenwirbelsäule und bin auch seit dieser Zeit durchgängig wegen dieser Erkrankung in Behandlung und arbeitsunfähig geschrieben.
Nachdem meine Beschwerden, trotz zunächst eingeleiteter konservativer Therapie (Schmerzmittel und Krankengymnastik), immer mehr stärker wurden und starke Athrose festgestellt wurde, erfolgte im Febr. 2011 die erste OP im LWS Bereich (Spinalkalstenose). Die anschließende Reha verlief zunächst gut, jedoch im April 2011 hatte ich wieder derart starke Schmerzen (bis zur Bewegungsunfähigkeit) das nach eingehender Untersuchung eine weitere OP am Wirbelkanal für Mitte Mai festgesetzt wurde.
Die anschließende Reha verlief ingesamt nicht so problemlos aber im Entlassungsbericht wurde, leider sehr geschönt darauf hingewiesen, das ich evtl. meine frühere Arbeit nicht mehr ausführen könnte.
Seit dieser Reha kamen ich dann zusätzliche Probleme mit der Halswirbelsäule und Ausfallerscheinungen am rechten Arm dazu. Eine MRT-Untersuchung ergab 2 kritische Bandscheibenvorfälle an der HWS, eine HWS-OP wurde daraufhin im Sept. 2011 durchgeführt (2 Implantate mußten eingesetzt werden).
Eine Reha war nach dieser OP nicht vorgesehen nur Massagen und Krankengymnastik.
Ab Novemeber 2011 meldete sich mein LWS Bereich wieder stärker, so das dann im Januar 2012 nach erneuter,eingehender Untersuchung und CT-Aufnahmen des gesamten Bereichs, eine weitere OP zur Aufweitung des Wirbelkanals empfohlen wurde. Diese OP erfolgte am 13.Februar 2012.
Nach den Erfahrungen mit den beiden vergangenen Rehas und den Nachwirkungen habe ich nach der lezten OP auf eine erneute Reha verzichtet und ganz normale Krankengymnastik bekommen, zusätzlich bin ich in Behandlung bei einem Facharzt für Psychologie und erhalte entspr. Medikamente von dort.
Bisher geht es mir recht gut, bestimmt auch weil ich aus Erfahrung vorsichtig geworden bin.
Nun werde ich nach diesem Ablauf mit dem heutigen Tag bei der Techniker Krankenkasse ausgesteuert und habe mich daher letzte Woch bei der Arbeitsagentur gemeldet um weiter ALG zu erhalten (mir stehen ja noch 12 Monate zu).
Der Besuch endete für mich mit einem Schock!
Obwohl ich zur Zeit noch AU geschrieben bin wurde mir mit Terminvorgabe zum 27.04.2012 ein Fragebogen für den "Ärztlichen Dienst der Arb. Agentur" übergeben. Diese Ärzte sollen sich dann ggf. bei meinen behandelnden Ärzten die notwendigen Informationen einholen können, dafür muß ich alle von der ärztl. Schweigepflicht entbinden.
Zusätzlich erwartet man von mir, das ich bis spät. zum 07.Mai 2012 einen Rentenantrag auf Erwerbsminderung stelle.
Wann ich nun erstmalig ALG erhalte ist völlig offen.
Ich bin schon mit dem Fragebogen ziemlich überfordert, zumal meine letzte Behandlung noch nicht abgeschlossen ist und damit auch kein Abschlußbericht/Gutachten vorliegt. Ob es die letzte Behandlung war, wird sich auch noch zeigen???
Vor allem möchte ich jetzt keinen Fehler machen, daher benötige ich eine richtige Beratung dafür.
Mein Plan war, unabhängig vom Ausgang und weiteren Verlauf meiner Krankheit, ab 01.05.2013 in der vorzeitigen Altersruhestand (mit Abschlag 8,2%) zu gehen.
Mein Antrag auf Behinderung beim Versorgungsamt läuft noch. Bisher hatte ich 40% erhalten aber der Widerspruch läuft noch (hierbei habe ich Unterstützung durch den VdK).
Für eine kurzfristige Antwort, ggf. auch mit einer Empfehlung über das weiter Vorgehen wäre ich sehr dankbar.
Ist das Vorgehen der Arbeitsagentur korrekt oder verfolgt man damit evtl. das Interesse möglichst nicht zu zahlen?
Herzlichen Dank für Ihre Mühe
Arbeitslosengeld Krankenkasse









