Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
475.124
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Arbeitnehmerdarlehen - Probleme mit der Rückzahlung


29.11.2008 21:17 |
Preis: ***,00 € |

Kredite


Beantwortet von

Rechtsanwalt Dennis Meivogel



Arbeitnehmerdarlehen

Ich habe am 1.1.2007 ein Arbeitsverhältnis begonnen, welches dann zum 15.6.2008 meinerseits terminiert wurde. Da ich ins Ausland gezogen bin.

Am 8.2.2007 habe ich ein Arbeitnehmerdarlehen iHv 5000 € zu 6,64% aufgenommen/ von meinem Arbeitgeber erhalten. Da ich für die Ausübung meiner Tätigkeit einen Wagen brauchte.

Es wurde einen Rückzahlung zum 30.12.2007 vereinbart. Ansonsten solle der Betrag von Gehalts- und Bonuszahlungen einbehalten werden.
Dies ist nicht erfolgt. Und ich wurde aufgefordert den Betrag zu zahlen.
Am 15.6.08 erfolgte eine Teilrückzahlung iHv 2500€. Für den Restbetrag wurde eine Rückzahlung zum Dezember 2008 vereinbart.

Nun bekomme ich eine Mail von meinem ehemaligen Boss, dass ich den Restbetrag des DL doch bitte zum 10.12.2008 zurückzahlen solle.

Ich habe derzeit keinerlei Barmittel um dies zu tun und habe um weitere 3 Monate gebeten.
Dies wurde mit der Androhung rechtlicher Schritte die für beide Seiten nicht erfreulich sein werden abgelehnt. Man besteht auf die Rückzahlung zum 10.12.08.

Was kann ich tun um einen Rechtsstreit zu vermeiden? Ratenzahlung anbieten? Kann das abgelehnt werden? Ich bin in Kanada und derzeit arbeitslos.
Ich weiss wirklich nicht woher ich das Geld nehmen soll…. Möchte es aber zurückzahlen. Ich werde voraussichtlich ab Januar 2009 hier arbeiten können.

Danke + Gruß!

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihrer Frage nehme ich aufgrund der von Ihnen gemachten Angaben nachfolgend Stellung.

Aufgrund des mit Ihrem ehemaligen Arbeitgebers geschlossenen Darlehensvertrages schulden Sie derzeit noch EUR 2.500 zuzüglich Zinsen.

Der von Ihrem Arbeitgeber in Aussicht gestellte Rechtsstreit dient letztlich der Titulierung dieses Rückzahlungsanspruches. Mit einem Titel könnte Ihr Arbeitgeber Vollstreckungsmaßnahmen gegen Sie einleiten.

Sie fragen nach Möglichkeiten einen solchen Rechtsstreit und die damit verbundenen Kosten zu vermeiden. Der Einwand momentan nicht über ausreichende Barmittel zu verfügen steht einer Klage Ihres ehemaligen Arbeitgebers nicht entgegen. Auch das Angebot einer Ratenzahlung hindert Ihren ehemaligen Arbeitgeber nicht eine Klage einzureichen. Diese Klage wäre im Übrigen nach Ihrem Sachvortrag auch erfolgreich, da Sie sich im Verzug befinden (Rückzahlung zum Dezember 2008).

Was Sie tun könnten wäre Ihrem ehemaligen Arbeitgeber anzubieten, ein notarielles Schuldanerkenntnis zu unterzeichnen. Hierin erkennen Sie Ihre Schuld notariell und - das ist entscheidend - vollstreckbar an. Zugleich könnten Sie anbieten, dass gegen Hergabe eines solchen notariellen Schuldanerkenntnisses, Ihr ehemaliger Arbeitgeber Ihnen die 3 Monate Zeit gibt, die Sie benötigen, Zahlungen - sei es Ratenzahlungen - aufzunehmen.

Ein notarielles Schuldanerkenntnis ist kostengünstig - die genauen Kosten können Sie bei einem Notar erfragen - und würde Ihrem ehemaligen Arbeitgeber eine Sicherheit für einen weiteren Aufschub bieten.

Sie sollten Ihrem ehemaligen Arbeitgeber Ihre persönliche Situation klarmachen und darauf hinweisen, dass Sie nicht zahlungsunwillig sondern derzeit lediglich zahlungsunfähig sind und daher auch gerne bereit sind, ihm einen Titel an die Hand zu geben, wenn er im Gegenzug Ihnen Zeit für die Erfüllung Ihrer Verbindlichkeiten gibt. Schliesslich haben Sie die Erwartung kurzfristig wieder eine Tätigkeit aufnehmen zu können aus der entsprechende Zahlungen geleistet werden könnten. Mit einer Klage hätte Ihr ehemaliger Arbeitgeber also keine Vorteile gegenüber der von Ihnen anzubietenden Variante des notariellen Schuldanerkenntnisses.



Nachfrage vom Fragesteller 29.11.2008 | 23:31

Hallo,

Das notarielle Schuldanerkenntnis könnte doch etwas kompliziert sein, da ich gerade in Kanada bin oder sehe ich das falsch?

Danke und Gruß!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 29.11.2008 | 23:46

Sehr geehrter Herr Fragesteller,

die Urkunde eines kanadischen Notars müsste erst legalisiert werden. Informationen über den Ablauf und Kosten finden Sie hier:

http://www.ottawa.diplo.de/Vertretung/ottawa/de/04/Konsularischer__Service/seite__urkunden.html

Allerdings sollten Sie die empfohlene Vorgehensweise allein des Aufwandes wegen nicht scheuen, da Ihr Arbeitgeber ja wohl auch nicht den Aufwand scheuen würde, Sie - trotz Ihres Aufenthaltes in Kanada - zu verklagen. Eine solche Klage wäre voraussichtlich in Kanada zu erheben.

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 58904 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Alles verstanden und prima erklärt ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Sehr hilfreich. Vielen Dank. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
schnell, klar und mit OLG-Urteilen belegt ...
FRAGESTELLER