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Arbeitgeber stellt Arbeitszeugnis nicht aus - welche Fristen gibt es?


03.11.2004 10:37 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Guten Tag,
im Oktober 2003 wurde ich fristlos gekündigt. Ich erhob Klage dagegen und es wurde entschieden, aus der fristlosen wird eine fristgerechte Kündigung nach Gesetz bzw. nach Arbeitsvertrag, dies entsprach zum 31.März 2004, zusätzlich wurde eine "normalen" Abfindung entschieden.

Auch wurde entschieden, daß das Arbeitszeugnis auf Vorgabe meiner Person erstellt wird und dies vom Arbeitgeber so ausgestellt werden solle laut Gerichts-Urteil. Ich erstellte das Arbeitszeugnis, auf den Wert einer "Zwei", und schickte dies per E-Mail am 27.Juli 2004, nach vorheriger Absprache mit der Personalleiterin, an meinen Ex-Arbeitgeber bzw. der Personalleiterin. Bis heute habe ich darauf keine Antwort erhalten. Ich habe mich mit meinem EX-Arbeitgeber sehr heftig gestritten und es herscht kein guter Kontakt. Es ist eine Tochtergesellschaft der DB

1. Sollte ich dem Arbeitgeber vor einer Klage irgendwelche Fristen setzen?
2. Sollte der nächste Kontakt per E-Mail, Telefonisch, über einen Rechtsanwalt oder per Einschreiben mit Rückschein erfolgen?
3. Da ich immernoch Arbeitslos bin, sollte ich das Arbeitsamt statt einen Anwalt besser einschalten bzw. hat das Arbeitsamt vielleicht heftigere Wirkung auf mein Verlangen im Interesse der weiteren Vermittlung?

Vielen Dank im Voraus für Ihre Antwort,
mit freundlichen Grüßen
03.11.2004 | 11:18

Antwort

von


162 Bewertungen
Sehr geehrte Damen und Herren,

vielen Dank für Ihre Anfrage:

1. Zunächst stellt sich die Frage, um was für eine Art von Zeugnis es sich handelt: eine einfaches oder ein sog. qualifiziertes Zeugnis. Aus Ihrer Schilderung gehe ich davon aus, daß Sie ein qualifiziertes Zeugnis erstellen sollen. Neben Personalien und Dauer der Beschäftigung muß das qualifizierte Zeugnis (im Gegensatz zum einfachen Zeugnis) eine Beurteilung der Führung und Leistung enthalten.

2. Das qualifzierte Zeugnis kann man wie folgt aufbauen:
a) Die Einführung:
"Herr Frau X trat am (..) in die Fa. Z ein."
b) Dann folgt die berufliche Entwicklung im Unternehmen:
" Herr / Frau X wurde im Laufe ihrer/seiner beruflichen Tätigkeit als (..) und (..) eingesetzt."
c) Anschließend folgt die Stellenbeschreibung der zuletzt ausgeführten Tätigkeit.
d) Ein besonders wichtiger Teil ist die Leistungsbeurteilung mit Angaben zu Arbeitsbereitschaft, Arbeitsbefähigung, Wissen und Weiterbildung, Arbeitserfolgen sowie der für die Note entscheidenden Leistungszusammenfassung: "Herr/ Frau X führte die ihm/ihr übertragenen Aufgaben stets zu unserer vollen Zufriedenheit aus."
e) Als vorletzer Punkt folgt Ihr persönliches Verhalten:
"Sein Verhalten gegenüber Kunden, .... war jederzeit vorbildlich.
f) Als letzte Formulierung folgen immer die Angabe von Gründen für die Beendigung des Arbeitsverhältnisses und ggf. eine Dankensformel.

3. Sie sollten dem Arbeitgeber eine letzte Frist (10-14 Tage)zur Erstellung eines Arbeitszeugnisses mit Einschreiben/ Rückschein setzen. Legen Sie den Entwurf des qualifizierten Arbeitszeugnisses bei. Eine Email hat immer das Problem, daß einíge Gerichte den Beweiswert nicht anerkennen. Da ein Rechtsanwalt in solchen Gebieten mehr Kompetenz besitzt, sollten Sie einen solchen Anwalt einschalten. Kommt es zum Gerichtsprozeß und Sie können die Gerichtskosten nicht tragen, so können Sie Prozeßkostenhilfe beantragen.

4. Das Arbeitsamt wird Ihnen hier nicht weiterhelfen können. Sie werden Sie sofort an die Anwälte verweisen.

Für etwaige Rückfragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Klaus Wille
Rechtsanwalt
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Rechtsanwalt Klaus Wille
Breite Straße 147 - 151
50667 Köln
Telefon: 0221/ 272 4745
Telefax: 0221/ 272 4747
http://www.anwalt-wille.de
anwalt@anwalt-wille.de


Rechtsanwalt Klaus Wille
Fachanwalt für Familienrecht

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Köln

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