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Anzeige wg. Verstoß gegen Hundeverordnung/Klüngel im Amt/Handgreiflichkeiten


06.10.2004 22:11 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von



hallo,
es ist hier leider ein etwas längerer Vorlauf zu schildern.
wir sind vor einiger Zeit aus der Großstadt in ein kleines Dorf in Brandenburg gezogen.
Wir haben allein im ersten Jahr mehrere völlig verwahrloste Katzen gesehen, zwei davon aufgenommen und viel Tierarztkosten gehabt.
Einer der Dorfbewohner starb ganz plötzlich und seine zwei Hunde jaulten über Wochen nächtelang.
Wir wurden gefragt, ob wir Sie nehmen, sonst kämen sie ins Tierheim.
Wir sagten ja und machten uns daran einen Zaun zu bauen.
Der eine Hund hatte zuvor nur an der Kette gelegen.
In der Zeit ging beim Ordnungsamt eine Beschwerde ein wegen Ruhestörung. Wir nahmen die Hunde früher als geplant, im Sommer 2003.
Es gab dann einige Vorfälle mit den Hunden, einmal mit einem Fahrradfahrer,den ein Hund an der Hose gezogen haben soll (das Halsband war gerissen) dann mit einem Mann aus dem Dorf, dem der Hund beim freudigen Anspringen (er hatte ihn tags zuvor gefüttert)bei einer Begegnung an der Leine die Jacke zerriß, dann bellte er einen Dorfbewohner an, der einen Rasenmäher schob, außerhalb des Grundstücks.
Alle Vorfälle wurden geklärt mit den Betroffenen, tw. sind diese verwandt, wir haben uns entschuldigt, Schadenersatz angeboten (den allerdings keiner der Betroffenen wollte, ich habe die kaputten Sachen nicht mal zu Gesicht bekommen) es ist keiner verletzt worden, außer vielleicht, den Schreck , wenn der Hund angerannt kommt.Seit wir dann den Zaun hatten, gab es nichts dergleichen mehr. Die Hunde laufen aber innen am Zaun lang und verbellen, was sie schon beim Vorbesitzer getan haben (der eine mit, der andere ohne Kette).Das stört viele.
Jetzt auf einmal bekommen wir eine Anzeige, in der die damals Betroffenen alle zitiert werden mit der Aussage, der Hund hätte gebissen und zwar alle (dabei hat er niemanden gebissen). Das Ordnungsamt will nun klären, ob der Hund gefährlich ist.
Es sieht nach Denunziation aus, es ist sehr merkwürdig das ganze. So als ob man uns hier loswerden will.
Wie weist man nach, daß der Hund nicht gebissen hat? Spielt das überhaupt eine Rolle, wenn so viele gegen den Hund aussagen ?
Reicht nicht schon, wenn er z.B. einen Rasenmäher anknurrt?
Die Hunde der anderen Dorfbewohner laufen tw. frei im Dorf herum. Oder bellen und rennen auch am Zaun lang.
Heute passierte folgendes:
Ein großer Hund lief im Dorf herum, den keiner kannte, ich fragte mehrere Dorfeinwohner.
Ich habe den Hund ebenfalls nicht gekannt.
Ich rief also die Polizei an, wie gesagt, ohne den Hund erkannt zu haben , um zu sagen, daß er auf der Straße läuft und bevor er nun im Wald erschossen wird usw.
Die Polizei sagt, ich soll das Ordnungsamt anrufen. Ich habe also zufällig den am Apparat, der uns vom Ordnungsamt die Anzeige geschickt hat. Der fragt, ob ich den Hund kenne, ich sag nein. Er sagt, er schickt jemanden vom Tierheim vorbei. Dieser ruft an und sagt, ich soll den Hund keinesfalls rausgeben, auch nicht, wenn der Besitzer kommt, weil dieser den Einsatz bezahlen muß.
Der Hund wird abgeholt, ziemlich ruppig .
Nach 5 Minuten kommt das Auto zurück, der Hundefänger steigt aus äußerst agressiv, schreit herum und beschimpft mich und meinen Mann auf das Übelste (jede Menge Schimpfwörter,wir müßten den Einsatz bezahlen, wir würden "Nachbarn an*******n", jetzt bei ihm auf der roten Liste stehen usw. und er wird uns fertigmachen und noch mehr, was man gar nicht wiedergeben kann). Der Hund hatte einen Chip (es war offenbar der Hund vom Nachbarn, offenbar zufällig der, der diese Sammelanzeige gegen uns gestellt hat.Der Nachbar hat einen absolut dichten, 2m hohen Zaun, dahinter ist der Hund immer an einer Kette)). Der Hundefänger hat bei der Rückfahrt den Leiter des Ordnungsamtes angerufen und der sagte ihm anscheinend, er solle zurückfahren...?.... und uns so behandeln? Das kann man sich kaum vorstellen.
Mein Mann hatte die Hand an der Autotür,weil ich noch auf den Hundefänger einredete, daß es so nicht sei, daß es so nicht stimmt, sondern wir nur den Hund sichern wollten, was wir denn mit dem Hund hätten machen sollen, ihn in den Wald laufen lassen usw. Er trat nach meinem Mann und dann zog er ein Messer (20 cm Klinge) und bedrohte meinen Mann, der daraufhin wütend wurde, es gab dann ein Gerangel. Ich stellte mich dazwischen. Der amtlich bestellte Hundefänger hielt sein Handy in die Höhe und meinte triumphierend: Herr X vom Ordnungsamt habe alles mitgehört, rief noch ins Handy,ja, Herr X, haben sie alles gehört, ja?
Wir holten die Polizei und stellten Strafantrag gegen den Hundefänger, dessen Name nicht rauszukriegen war, auch von der Polizei nicht. Herrn X habe ich noch angerufen, er sagte, er wisse von nichts, wir könnten ja Strafanzeige gegen den Hundefänger stellen.
Der eine Dorfbewohner, der den Hund zuvor auch nicht erkannt hatte, kam mit dem Fahrrad aus dem Wald zurück, gerade als die Polizei da stand und meinte, ach ja, es wäre ja doch der Hund vom Nachbarn gewesen (offenbar hatte er den Hund im Wald gesucht).
Wie verhält man sich denn jetzt ? Ich habe keine Ahnung, war noch nie in solch einer Situation. Wir haben Aussagen bei der Polizei über den Hergang gemacht, vielleicht war das auch schon verkehrt? Man hat den Eindruck, die stecken hier alle unter einer Decke. "Den Nachbarn anzu*******n", damit hatte man bei uns wohl weniger Bedenken.
Was haben wir jetzt vom Ordnungsamt noch alles zu erwarten?
Wer ist eigentlich der Vorgesetzte vom Leiter des Ordnungsamtes ?
Vielen Dank für die Beantwortung der Fragen.
gruß dawn
07.10.2004 | 10:41

Antwort

von


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Rechtsanwaltskanzlei Filler
Weender Landstraße 1
37073 Göttingen
Tel.: 0551 – 79 77 666
Fax: 0551 – 79 77 667
E-mail: filler@goettingen-recht.de


In Beantwortung Ihrer Fragen teile ich Ihnen folgendes mit:

Nach Ihrer Schilderung haben Sie zunächst richtig gehandelt, als sie das Ordnungsamt informiert haben. Weder Sie noch die Nachbarn haben den Hund erkannt.
Auch zu einer Strafanzeige und einen Strafantrag gegen den Hundefänger hätte ich geraten, nachdem dieser Sie mit einem Messer bedroht hat.
Ferner könnte sich der Hundefänger und der Leiter des Ordnungsamtes mit der Telefonaktion strafbar gemacht haben. Hierin könnte eine strafbarer Verletzungen der Vertraulichkeit des Wortes liegen.
Ihre eigentliche Frage ist darauf gerichtet, ob und was Sie in der Zukunft noch zu erwarten haben.
Zum einen kann s passieren, daß das Ermittlungsverfahren gegen den Hundefänger eingestellt wird, ohne daß dieser bestraft wird. Wenn Sie dies aktiv weiterverfolgen wollen, empfiehlt es sich, einen Anwalt einzuschalten, der Akteneinsicht nimmt und gegebenenfalls Beweisanträge stellt. Dieser könnte auch überprüfen, ob auf Grund der Telefonaktion Strafanzeige gestellt werden soll.
Ferner könnten Sie vom Ordnungsamt einen Zahlungsbefehl erhalten, mit dem Sie verpflichtet werden, die Kosten des Hundefängers zu übernehmen. Hiergegen sollten Sie Widerspruch einlegen und sich bestenfalls wiederum durch einen Anwalt vertreten lassen.
Nach Ihrer Schilderung müßte werden, dann der Eigentümer des Hundes zur Zahlung herangezogen werden. Schließlich hätte dieser seine Hund nicht frei auf der Straße laufen lassen dürfen.
Bezüglich der in der Vergangenheit liegenden Vorfälle kann an dieser Stelle lediglich empfohlen werden, abzuwarten, aber dann sofort zu reagieren, wenn Maßnahmen des Ordnungsamtes gegen Sie eingeleitet werden. Sollten Sie mit ihren Tieren in der Zukunft Schwierigkeiten bekommen, soweit ich die Vorfälle schriftlich niederzulegen, gegebenenfalls sollten zu benennen, und von den Beteiligten bzw. Verletzten gegenzeichnen zu lassen.
Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung

Mit freundlichen Grüßen

(Regine Filler)
Rechtsanwältin


ANTWORT VON

Göttingen

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