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Anwaltsrechnung trotz Beratungsschein


| 17.07.2017 06:12 |
Preis: 30,00 € |

Anwaltsrecht, Gebührenrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Guten Morgen,

kurz zu mir:
Ich bin Student ohne eigenes Einkommen weswegen ich für die Angelegenheiten Unterhalt bezüglich meines Vaters einen Beratungsscheins bekommen habe.

Zur Angelegenheit:
Es geht um Unterhalt bei Volljährigen
Das Verfahren ist nicht vor Gericht gelandet , da mein Vater eine Einigung nach langem Schriftverkehr hin und her (seit 3 Jahren) eine Einigung erziehlt hat. PKH wurde bereits beantragt und auch genehmigt.

Nun habe ich unmittelbar nach der Einigung eine für mich enorm hohe Rechnung bekommen (ca 1200 Euro) die ich Trotz Beratungsschein tragen soll. Hierzu muss ich sagen mein Anwalt weiß über meine Finanzielle Verhältnisse Bescheid und hat mich trotz Aufforderung nie auf weitere Kosten aufmerksam gemacht.

Folgende Rechnungsinhalte werden angegeben:
Geschäftsgebühr mit Faktor 1,3
Termingebühr mit Faktor 1,2
Einigungsgebühr mit Faktor 1,5
Pauschale für Post und Telekommunikation

Hier rechnet der Anwalt "Anrechnung Gebühr im Wege der Beratungshilfe" mit -102 Euro vom Betrag ab-

Meine Frage:
Ist das alles rechtens?
Von welchem Geld soll ich diese enorm hohe Rechnung bezahlen, da ich student bin und Bafög berechtigt.
Sehr geehrter Ratsuchender,


die Rechnung ist so nicht nachvollzienbar, da Ihnen offenbar die Beratungshilfe bewilligt wurde.

Die Beratungshilfe ist Ihnen ja gerade für die außergerichtliche Wahrnehmung Ihrer Rechte bewilligt worden, weil Sie nicht in der Lage sind, die Kosten eines Anwalts selber zu übernehmen; dass diese Kosten hoch sein können, zeigt nun auch die Rechnung.

Es kommt auch nicht nur eine Anrechnung der Gebühren der Beratungshilfe in Betracht, sondern der Rechtsanwalt muss seine Vergütung allein über die Beratungshilfe abrechnen.

Da Sie selber ausführen, dass das Verfahren nicht vor Gericht gelandet ist, hat der Rechtsanwalt wohl auch nur die außergerichtliche Tätigkeit abgerechnet. Dafür spricht, dass er eine Geschäftsgebühr annimmt und eine Einigungegebühr mit dem Faktor 1,5.

Nicht ohne weiteres nachvollziehbar ist Geltendmachung einer Terminsgebühr. Wenn kein gerichtliches Verfahren anhängig ist, kann diese nur anfallen, wenn der Anwalt mit der Gegenseite zur Vermeidung eines Verfahrens gesprochen hat.


Aber ungeachtet dieser Punkte war Beratungshilfe bewilligt worden, so dass der Anwalt seine Vergütung über diese abrechnen muss. Eine gesonderte Rechnung Ihnen gegenüber kommt dann nicht mehr in Betracht.

Dieses gilt für die außergerichtliche Tätigkeit.


Da ein gerichtliches Verfahren wohl nicht anhängig war, gehe ich auch davon aus, dass es sich bei Ihren Ausführungen, dass PKH bewilligt wurde um die außgerichtliche Beratungshilfe handeln soll.

PKH-Prozesskostenhilfe und VKH-Verfahrenskostenhilfe werden nur in gerichtlichen Verfahren bewilligt.


Zusammenfassend halte ich die Rechnung nicht für gerechtfertigt. Sprechen Sie den Anwalt darauf an.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin

Sylvia True-Bohle

Nachfrage vom Fragesteller 17.07.2017 | 10:19

Hallo,
Vielen Dank für Ihre Antwort.
also wie schon geschrieben wurde PKH gewährt da ein Prozess in Aussicht war, Beratungshilfe wurde gewährt, die Rechtsanwaltsstelle des Amtsgericht war nun auch verwundert, Nach Rücksprache mit meinem Anwalt über die Rechnung wurde mir nur mitgeteilt , dass Aufgrund des "Umfangs und des Außmases, wie viele Schreiben und Telefonate geführt wurden" diese Kosten nicht mehr von der Beratungshilfe gedeckt werden, worauf mit aber vom Amtsgericht das Gegenteil gesagt wurde.

Lohnt es sich hierzu dem Thema einen Anwalt aufzusuchen da ich ja gegen die Rechnung nicht wirklich was ausrichten kann.

Grüße

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 17.07.2017 | 10:35

Sehr geehrter Ratsuchender,

nach meinen Dafürhalten lohnt es sich einen Anwalt aufzusuchen.

Wenn Ihnen die Beratungshilfe bewilligt wurde, kann der Rechtsanwalt nicht wegen dem "Umfang" Ihnen gegenüber höhere Kosten geltend machen.

Die Aussage des Amtsgericht war schon zutreffend.

Suchen Sie einen Anwalt auf. Auch für diese Angelegenheit können Sie Beratungshilfe beantragen.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin

Sylvia True-Bohle

Bewertung des Fragestellers 17.07.2017 | 10:41


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