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Anwaltshaftung Weisung des Mandanten NICHT befolgt


12.10.2017 15:20 |
Preis: 49,00 € |

Anwaltsrecht, Gebührenrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Hallo,

in einer Sache am Sozialgericht wurde ich anwaltlich vertreten.

Im Verfahren selbst gab es ein Anerkenntnis der Beklagten.

Daraufhin wurde ich vom Anwalt gefragt, ob ich das Anerkenntnis annehmen wolle.

Dies wurde explizit verneint. Daraufhin wurde ein zweites Mal gefragt, ob ich das Anerkenntnis
annehmen wolle. Dies wurde ein zweites Mal explizit verneint.

Der Anwalt hat dann trotzdem ans Sozialgericht ein Schreiben geschickt, worin ich das Anerkenntnis
annehme.

Ein Telefonat mündete in der Kündigung des Mandats. Der Anwalt meinte, er hätte auf diesen Quatsch
keinen Bock. Es gäbe andere Mandanten, die Monate auf Geld warten müssten.

Was soll ich machen? Kann ich einen anderen Anwalt beauftragen? Muss der andere Anwalt die Kosten tragen?

Gruß
12.10.2017 | 15:49

Antwort

von


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Guten Tag,

ich beantworte Ihre Anfrage auf der Grundlage der dazu mitgeteilten Informationen wie folgt:

Zunächst wird aus Ihrer Schilderung nicht ganz klar, ob in dem fraglichen Telefonat Sie oder der Anwalt das Mandat gekündigt haben, "Ein Telefonat mündete in der Kündigung des Mandats".

Erfolgte die Kündigung durch Sie, besteht der Gebührenanspruch des Anwaltes weiter; Sie müssen ihn bezahlen, auch wenn Sie einen anderen Anwalt nehmen.

Hat der Anwalt vor Beendigung des Rechtsstreites gekündigt, könnte ein Schadensersatzanspruch dahingehend bestehen, dass er Ihnen die Kosten eines zweiten Anwaltes erstatten muss, wenn er keinen Grund für seine Mandatskündigung hatte, vgl. § 627 Abs. 2 BGB, ferner dazu Urteil des BGH vom 29.09.2011, Az.: IX ZR 170/10.

Hier kommt nun die Frage ins Spiel, warum Sie ein Anerkenntnis in dem SGG-Verfahren nicht annehmen wollten. Das kann ich hier nicht beurteilen. Auf den ersten Blick erscheint mir Ihre Weigerung nicht verständlich.

Falls Sie einen anderen Anwalt beauftragen, müssen Sie genau überlegen, ob das überhaupt noch Sinn macht, denn das abgegebene Anerkenntnis hat den SGG-Prozess ja in der Hauptsache erledigt, vgl. § 101 SGG.

Mit freundlichen Grüßen


Nachfrage vom Fragesteller 12.10.2017 | 16:16

Hallo,

das Mandat wurde natürlich von mir gekündigt. Ich empfinde es als groben Vertrauensmißbrauch, wenn der Anwalt mich fragt was ich will, dann aber exakt das Gegenteil von dem tut was ich ihm gesagt habe.

Ich erhielt zwei schriftliche Aufforderungen das Anerkenntnis anzunehmen.

Ich habe ganz klar gesagt, dass es mir um ein AnerkenntnisURTEIL geht und ich daher das Anerkentniss aus diesem Grunde
nicht annehme womit der Rechtsstreit vorzeitig beendet worden wäre.

Ist es nicht meine Entscheidung, ob ich den Weg eines AnerkenntnisURTEILS oder den eines Anerkenntnisses mit vorzeitigem Verfahrensende wähle? Ich meine ja, denn sonst wäre ich ja nicht gefragt worden was ich eigentlich will.

Gruß

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 12.10.2017 | 16:45

Möglicherweise war durch das Verhalten des Anwaltes das Vertrauensverhältnis derart gestört, dass Sie berechtigt waren, das Mandat zu kündigen.

Die andere Frage ist aber, ob Ihnen durch die weisungswidrige Handlung des Anwaltes ein materieller Schaden entstanden ist, denn nur dann hätten Sie einen Schadensersatzanspruch aus § 280 BGB.

Das wäre nur dann der Fall, wenn in dem SG-Verfahren ein wirtschaftlich anderes Ergebnis durch ein AnerkenntnisURTEIL erzielt worden wäre als durch die jetzt erfolgte Erledigung der Hauptsache durch Anerkenntnis und Annahme.

Das kann ich mangels Kenntnis der Hintergründe nicht beurteilen.

Gruß

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