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Antritt des Rückflugs aufgrund des Nichtantritts des Hinflugs nicht möglich gewesen


16.12.2010 19:18 |
Preis: ***,00 € |

Reiserecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich versuche den Sachverhalt so klar wie möglich darzustellen:

Am Donnerstag Abend, den 2. Dezember 2010 vor meinem geplanten Abflug nach Paris, habe ich versucht mich für meinen Flug nach Paris online einzuchecken.

Der Webcheckin war nicht möglich und auf der Webseite wurde mir mitgeteilt, ich sei auf der Warteliste und man kann mir keinen Platz zuweisen ( von diesem PDF kann ich Ihnen eine Kopie als Beweis zusenden).

Das Problem war nun, dass ich am Samstag, den 4. Dezember ab Paris Orly einen Weiterflug nach Martinique gebucht hatte.

Deshalb habe ich Donnerstag Abend bei der Reisebüro (ein grosser, bekannter Reisebroker) Hotline angerufen und mir wurde mitgeteilt, dass aufgrund des Schneechaos der Flug wohl gecancelled wird und ich die Fluglinie kontaktieren sollte.

Da die Hotline der Fluggesellschaft aufgrund des Chaos nicht erreichbar war, habe ich als einzige Lösung gesehen, einen Zug nach Paris zu buchen damit ich meinen Weiterflug am Samstag morgen nach Martinique nicht verpasse.

Ich hatte auch keine Möglichkeit direkt an den Flughafen zu gehen, weil wenn mir dort mitgeteilt wurde dass der Flug nicht ginge, hätte ich keine Möglichkeit mehr gehabt einen Zug nach Paris zu nehmen bzw rechtzeitig zu meinem Weiterflug nach Martinique anzukommen !


Aus Martinique am Sonntag, den 12. Dezember um 0700 angekommen, habe ich versucht meinen Rückflug von CDG nach ZRH anzutreten welcher mir aber nicht erlaubt wurde, weil ich den Hinflug nicht antreten konnte wie bereits oben beschrieben.

Der Nichtantritt des Hinflugs war aber nicht meine freie Entscheidung, sondern die einzige Lösung meinen Weiterflug am Samstag nach Martinique sowie das Risiko meinen Urlaub nicht anzutreten und den damit verbundenen hohen Kosten des Nichtantritts der Urlaubsreise zu riskieren.


Nun stellt sich für mich die Frage:
Aufgrund der Tatsache dass mir die Fluggesellschaft beim Webcheckin mitteilte ich sei auf der Warteliste sowie der Aussage des Reisebüros der Flug wird gecancelled stellen sich für mich folgende Frage:

- Wer bezahlt mir das nicht genutzte Ticket und vor allem wer bezahlt mir die Bahntickets welche von dem Stress und der viel längeren Reise abgesehen, 224.50 Euro gekostet haben?

Besten Dank für Ihre Hilfe,


16.12.2010 | 19:51

Antwort

von


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Gutenbergplatz 1
65187 Wiesbaden
Tel: 0611-991660
Web: reiserechtsexperte.de
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Sehr geehrter Fragesteller,
vielen Dank für die Anfrage auf dem Portal 123recht.net. Gerne beantworte ich Ihre Anfrage im Rahmen einer Erstberatung wie folgt:

Der Bundesgerichtshof hat mit Entscheidung vom 29. April 2010 (Aktenzeichen: Xa ZR 5/09) entschieden, dass ein Passagier grundsätzlich berechtigt ist, eine Teilleistung der Beförderung nicht in Anspruch zu nehmen, ohne damit den Anspruch auf die restliche Beförderung zu verlieren.

Damit ist eigentlich Ihre Anfrage bereits hinreichend beantwortet. Wenn Sie sich entschließen, den Hinflug nicht wahrzunehmen oder anderweitig daran gehindert werden, verlieren Sie auf keinen Fall den Anspruch auf Beförderung auf dem Rückflug. Eine Ausnahme kann nur dann gelten, wenn die Fluggesellschaft diese Bedingungen mit Ihnen individuell ausgehandelt hätte, wovon ich allerdings nicht ausgehe. Die Regelungen in allgemeinen Beförderungsbedingungen, nach denen alle Flight-Coupons in der im Flugschein angegebenen Reihenfolge genutzt werden müssen, anderenfalls dieser seine Gültigkeit verliert, ist unwirksam, da den Fluggast unangemessen benachteiligt.

Die Fluggesellschaft muss Ihnen demzufolge die Kosten für die von Ihnen selbst organisierte Rückreise zu ihrem Heimatort erstatten.

Erstatten müsste Ihnen die Fluggesellschaft auch das anteilige Ticketentgelt für den nicht genutzten Hinflug, soweit dieser tatsächlich nicht durchgeführt wurde. Hierzu müssten Sie Recherchen anstellen bzw. Sie nennen mir die Fluggesellschaft und die Flugnummer, ich finde es heraus, ob der Flug annulliert oder durchgeführt wurde.

Es wäre auch daran zu denken, Ansprüche auf Ausgleichszahlung in Höhe von 250 € je Person wegen Nichtbeförderung gegen die Fluggesellschaft geltend zu machen.

Soweit meine Einschätzung zu der von Ihnen aufgeworfenen Frage. Sollten Sie noch Rückfragen haben, so stehe ich selbstverständlich zur Verfügung. Gerne bin ich bereit, Ihnen bei der Durchsetzung der Ansprüche gegen das Luftfahrtunternehmen behilflich zu sein.

Mit freundlichen Grüßen aus Wiesbaden


ANTWORT VON

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