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Anteiliege Auszahlung bei Berliner Testament


| 29.10.2007 11:50 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrte Damen und Herren, meine kürzlich verstorbene Frau und ich hatten ein gemeinschaftliches Testament mit Einsetzung des Längerlebenden als Erbe vor den 5 Kindern. Eines der Kinder sagte mir, dass bei Zugewinngemeinschaft vom vorhandenen Vermögen 50% dem Überlebenden Partner zustehen, vom Rest, also dem Anteil der Verstorbenen noch einmal 50% und die restlichen damit 25% des Gesamtvermögens an die im Testament genannten Kinder gehen würde. Ist das so richtig oder irrt der Erbe zu seinen Ungunsten?
Mit freundlichen Grüßen
29.10.2007 | 12:25

Antwort

von


172 Bewertungen
Sehr geehrter Fragesteller,

der gesetzliche Güterstand der Zugewinngemeinschaft bedeutet entgegen landläufiger Meinung nicht, dass das Vermögen der Ehegatten gemeinschaftliches Vermögen ist, sondern es gilt die Regel, dass jeder Ehegatte während der Ehe für sich wirtschaftet und eigenes Vermögen hat. Wenn die Ehegatten ein gemeinsames Konto, Wertpapierdepot oder einen anderen gemeinsamen Vermögensgegenstand haben, dann gehört (vorbehaltlich einer anderweitigen - nachweisbaren - Regelung) jedem der Ehegatten rechnerisch die Hälfte. Der Kontostand eines gemeinsamen Kontos wird also zur Hälfte dem Nachlass zugerechnet, zur anderen Hälfte gehört er ohnehin dem überlebenden Ehegatten und spielt deshalb im Erbfall keine Rolle.
Daher sollte zunächst geklärt werden, was überhaupt zum Nachlass gehört und was dem überlebenden Ehegatten bereits gehörte und deshalb in die Nachlassabwicklung nicht einbezogen wird.

Erst bei Beendigung des Güterstandes (durch Tod oder Ehescheidung) wird der Zugewinn ausgeglichen.
Im Todesfall gilt dies jedoch nur für die gesetzliche Erbfolge, also wenn kein wirksames Testament bestanden hätte. In Ihrem Fall hätte der gesetzliche Erbteil des Ehegatten nach § 1931 Abs. 1 BGB ein Viertel des Nachlasses umfasst. Ein weiteres Viertel hätte der überlebende Ehegatte nach § 1371 Abs. 1 BGB als pauschalierten Zugewinn erhalten, unabhängig davon, ob tatsächlich ein Zugewinn erzielt worden wäre.
Bei gesetzlicher Erbfolge hätte der überlebende Ehegatte daher insgesamt die Hälfte des Nachlasses erhalten. Die Kinder hätten sich die andere Hälfte geteilt. Insofern stimmt dies ungefähr mit der von dem Kind geäußerten Auffassung überein.

Da in Ihren Fall jedoch ein Testament vorhanden ist, gilt o.g. Regelung nicht, sondern der überlebende Ehegatte wird Alleinerbe, unabhängig von einem Zugewinn. Erst nach dessen Tod erhalten die Kinder alles und müssen es unter sich aufteilen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen eine erste Orientierung geben.

Mit freundlichen Grüßen

Karin Plewe
Rechtsanwältin

info@kanzlei-plewe.de



Rechtsanwältin Karin Plewe
Fachanwältin für Familienrecht

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Konstanz

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Arbeitsrecht, Erbrecht, Zivilrecht, Vertragsrecht, Fachanwalt Familienrecht