Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
457.482
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Anlage U für die Einkommenssteuererklärung


| 16.12.2008 12:04 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht



Sehr geehrte Frau Rechtsanwältin, sehr geehrter Herr Rechtsanwalt,

ich bitte um Klärung des folgenden Sachverhalts:

Mein seit nunmehr November 2008 Ex-Mann bat mich, für seine Steuererklärung 2007 die Anlage U zu unterschreiben. Er ist selbstständig.
Dies habe ich bereits für 2006 getan, allerdings zeitgleich für 2007 Widerspruch eingelegt, sodass mein Ex-Mann erneut meine Einwilligung fordert. Aus der Erklärung zu dieser Anlage U habe ich herausgelesen, dass ich keinesfalls verpflichtet bin, diese Anlage U zu unterzeichnen.

Was bewirkt diese Anlage U eigentlich und welche Konsequenzen hat meine Unterschrift bzw. meine Weigerung zu unterschreiben? Bin ich tatsächlich verpflichtet, wie mein Ex-Mann und dessen Steuerberater mir klar machen wollen, nur weil wir 2007 noch verheiratet waren, wenn auch getrennt lebend?
Und wenn der dort genannte Betrag deutlich das beschreitet, was tatsächlich geleistet worden ist, ist das nicht Betrug?

Ich danke sehr für Ihre Mühe und verbleibe
mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrte Ratsuchende,

allgemein zur Anlage U:

Geschiedene oder dauernd getrennt lebende Ehegatten können alternativ das sogenannte "begrenzte Realsplitting" wählen. Danach kann derjenige Ehegatte, der Unterhalt an den anderen Ehegatten zahlt, diesen Unterhalt bis zur Höhe von 13.805,- Euro pro Jahr als Sonderausgaben abziehen. Dafür ist jedoch die Zustimmung des anderen Ehegatten (also Ihre) nötig, der zu diesem Zweck die "Anlage U" zur Einkommenssteuererklärung des Unterhaltspflichtigen unterschreiben muss. Die Folge wäre, dass der Sie die empfangenen Unterhaltszahlungen als Einkommen zu versteuern hat (!).
Diese Methode - Abzug bei dem Unterhaltspflichtigen, Versteuerung bei dem Unterhaltsempfänger - macht vor allem dann Sinn, wenn der unterhaltsverpflichtete Ehegatte wesentlich höhere Einkünfte hat als der unterhaltsberechtigte. Wegen der Steuerprogression spart der Unterhaltspflichtige darum mehr, als der Unterhaltsberechtigte zahlen muss.
Derjenige Ehegatte, bei dem die Unterhaltszahlungen als Einkommen angerechnet werden sollen und der deshalb dem Verfahren zustimmen muss, hat natürlich gegen den anderen Ehegatten einen Anspruch, dass ihm der Nachteil ersetzt wird.
Ich rate Ihnen daher nur dann diese Anlage U zu unterschreiben, wenn Ihr Ex-Mann sich im Gegenzug verpflichtet, Ihnen Ihren Steuernachteil zu ersetzen.
Es gab mal einen Vordruck vom Finanzamt (bei mir in Bayern)diesbezüglich. Falls Sie diesen von Ihrem Finanzamt nicht bekommen, setzen Sie die Vereinbarung schriftlich auf und lassen Sie diese unterschreiben.
Zur Verpflichtung der Unetrzeichnung: Ihr Mann kann Sie nur dann verklagen, die Anlage zu unterzeichnen, wenn Sie auch tatsächlich Unterhalt bekamen und er diese Verpflichtung unterschreibt.
Ob der Betrag richtig angegeben wurde in der Anlage, kann ich hier nicht beurteilen, ohne die genauen Verhältnisse zu kennen.

MfG



Nachfrage vom Fragesteller 16.12.2008 | 15:38

Sehr geehrte Frau Rechtsanwältin,

zunächst sollte ein Betrag von 5000,00 EUR in der Anlage beziffert werden. Dies habe ich verweigert, da mir tatsächlich nur 260,00 EUR gezahlt worden sind und es auch keinerlei Sachleistungen gegeben hat. Nun liegt mir die Anlage U erneut vor mit 260,00 EUR. Bei einem solch kleinen Betrag kann ich mir allerdings kaum einen Vorteil für meinen Mann erdenken, geschweige denn, in welcher Höhe der Steuernachteil für mich ausfallen sollte. Vielleicht könnten Sie mir eine ungefähre Summe nennen. Oder lohnt es bei einem solch kleinen Betrag, diese Anlage überhaupt zu unterschreiben?

Ich danke nochmals sehr für Ihre Mühe!

Monique Siegert

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 17.12.2008 | 12:04

Was Ihren Steuernachteil anbetrifft, so kann ich den Ihnen nicht pauschal nennen, da ich Ihre konkreten Einkommensverhältnisse nicht kenne.
Allgemein kann ich nur sagen, dass wenn es nur 260 € sind, die Ihnen (im ganzen Jahr) gezahlt wurde, so ist der Steuernachteil minimal.

mfG

Bewertung des Fragestellers 16.12.2008 | 15:46


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?