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Anklage gemäß §263a STGB


25.11.2008 14:11 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht



Hallo,
ich habe mal eine Frage ich habe am 02.10.2007 im Internet einen Dienst im Anspruch genommen gezahlt habe ich dort allerdings mit Bankdaten , genau hier das Problem anscheinend wurden dort Bankdaten einen fremden Mannes verwendet.

Ich kann mir das nur so erklären das ich damals bei Ebay Waren gekauft und bezahlt habe und die Bank des Verkäufers damals ebenfalls bei der Netbank war.

So ist es zu erklären das die Bankleitzahl durch den Internet Explorer (Automatische Einfügung) in das Formular zum Zahlen verwendet wurde.

Allerdings ist es mir nicht zu erklären wie damals die Kontonummer des fremden Mannes ebenfalls eingetragen wurde , anscheinend auch über diese automatische Einfügung.

Heute erhielt ich nun die Anklageschrift wo beantragt wird das Hauptverfahren zu eröffnen.

Der Gegenstandswert beträgt 79 Euro.

Nun meine Frage ich beziehe derzeit ALGII und bin Schülerin , vorbestraft bin ich nicht ich wurde zwar im Jahre 2006 wegen Urkundenfälschung angeklagt habe die Geldstrafe aber bereits abbezahlt.

Meine Frage nun kann man das Eröffnen des Hauptverfahrens noch verhindern ?!
Falls ich wirklich vor Gericht geladen werde wie sieht es dort insbesondere des Gegenstandswertes von 79 Euro aus ?! Gibt es da eine Geldstrafe ?!

Habe total Angst

Bitte um Antwort
P.S: Bin über 21 Jahre und zu den Tatzeitpunkt war ich ebenfalls nicht unter 21 Jahre

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Sehr geehrter Fragesteller,

vorweg möchte ich Sie darauf aufmerksam machen, dass diese Plattform keine ausführliche und persönliche Rechtsberatung ersetzen kann, sondern ausschließlich dazu dient, eine erste überschlägige Einschätzung des Rechtsproblems auf der Grundlage der von Ihnen übermittelten Informationen von einem Rechtsanwalt zu erhalten. Durch Hinzufügen oder Weglassen weiterer Sachverhaltsangaben kann die rechtliche Beratung anders ausfallen.

...kann man das Eröffnen des Hauptverfahrens noch verhindern?!

Es ist möglich die Eröffnung des Hauptverfahrens zu verhindern. So kann auf eine Einstellung des Verfahrens hingewirkt werden. Eine Einstellung ist möglich nach §§153 ff StPO. Aus § 153 StPO ergibt sich beispielsweise, dass bei geringer Schuld und fehlendem öffentlichen Interesse das Verfahren eingestellt werden kann. Nach § 153 a StPO ist eine Einstellung gegen Auflagen, z.B Schadenswiedergutmachung möglich.Sie könnten versuchen einen derartigen Antrag an das Gericht zu stellen.
Möglich ist auch, dass die Anklagte nur mit Veränderung zuzulassen ist.


...Falls ich wirklich vor Gericht geladen werde wie sieht es dort insbesondere des Gegenstandswertes von 79 Euro aus ?! Gibt es da eine Geldstrafe ?!

Die Ihnen vorgeworfenen Tat des Computerbetruges gemäß § 263 a StGB sieht einen Strafrahmen von Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe vor. Das Gesetz liefert also lediglich einen Strafrahmen, innerhalb dessen eine angemessene Strafe gewählt wird. Ohne Kenntnisse der Gesamtumstände ist es nicht möglich eine seriöse und realistische Einschätzung des sie zu erwartenden Strafmaßes abgeben. Dennoch möchte ich eine unverbindliche Einschätzung abgeben. Wenn ich Sie richtig verstanden habe, beträgt der durch Sie durch den Computerbetrug erlangte Betrag lediglich 79 €. Da somit kein besonders hoher Schaden entstanden ist und kein besonders schwerer Fall vorliegt, ist eine Geldstrafe sehr wahrscheinlich. Dennoch ist es möglich, dass die gegen sie verhängte Geldstrafe die Strafzumessung negativ beeinflusst, auch wenn sie diese bezahlt haben.

Maximal können 720 Tagessätze bei Gesamtstrafenbildung, sonst zwischen 360 und 5 Tagessätze verurteilt werden. Die Höhe des Tagessatzes soll den Verurteilten so belasten, dass dieser von seinem Nettoeinkommen ausgehend auf das Sozialhilfeniveau für die Zahl der Tagessätze gedrückt wird. Die Höhe bewegt sich innerhalb von einem und fünftausend Euro. Somit ist die Tagessatzhöhe nach Ihrer individuellen wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit zu berechnen.

Ich rate Ihnen, einen Rechtsanwalt ihrer Wahl zu kontaktieren, um mit diesem das weitere Vorgehen zu besprechen. Dies gerade in Hinblick darauf, wie das Zustandekommen der Eintragung der falschen Bankdaten schildern. Dieser kann Einblick in die Ermittlungsakte nehmen und dem entsprechend dass weitere Vorgehen danach ausrichten. Er kann Ihnen auch dabei behilflich sein auf eine Einstellung des Verfahrens hinzuwirken.

Bei weiteren Frage stehe ich Ihnen, insbesondere im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion, gerne zur Verfügung.



Mit freundlichen Grüßen

K. Zdravkovic
Rechtsanwältin

Nachfrage vom Fragesteller 25.11.2008 | 18:22

Hallo,
aber eine Freiheitsstrafe wird es doch nicht geben?

Wegen der bereits verurteilten Geldstrafe im Jahre 2005 ging es um Urkundenfälschung also um etwas ganz anderes.

Kann ich also selber bei Gericht beantragen das dass Verfahren eingestellt wird , gegen Vorlagen ?!

Können sie mir vieleicht ein Mustertext schreiben ?!

Danke

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 25.11.2008 | 20:45

Bei der Strafzumessung berücksichtigt das Gericht strafmildernde und strafschärfende Umstände. Strafmildern ist zum Beispiel ein geringer Schaden und ein straffreies Vorleben. Vorstrafen wirken dann strafschärfend, wenn sie erkennen lassen, dass der Täter sich über frühere Warnungen hinweggesetzt hat oder wenn sich daraus eine erhöhte Notwendigkeit ergibt auf den Täter einzuwirken. Ob dies der Fall ist, entscheidet der Richter bei der Strafzumessung, die ein sehr komplexer Vorgang ist . Es könnten auch diverse strafmilderungsgründe bei Ihrer Tat vorliegen. Würde bei Ihnen die Vorstrafe strafschärfend berücksichtigt werden, hieße dies aber wohl keine Freiheitsstrafe, sondern bei Verhängung einer Geldstrafe eine entsprechend hohe, bzw. höhere Tagessatzzahl als ohne Vorstrafe. Negativer für die Strafzumessung wäre zudem eine „einschlägige“ Vorstrafe, d. h. eine wegen des gleichen Delikts.

Bitte haben Sie ein Nachsehen, dass FAE lediglich einer Erstberatung dient und die Verfassung eines Einstellungsantrages eher einen Auftrag darstellt. Zudem möchte und kann ich ohne den Inhalt der Akte zu kennen, keine konkreten Anträge formulieren. Eine Einstellung trotz Vorstrafe dürfe sich schwierig darstellen. Ob dies in Ihrem Fall möglich ist und was dazu vorgetragen werden müsste vermag ich nicht zu beurteilen. Es könnte auch sein, das die Anklage an formellen Mängeln leidet und unwirksam ist, was ich ebenso nicht abschätzen kann.

Dennoch in Kürze:
Nach Erhebung der Anklage sind Anträge ans zuständige Gericht zu stellen. Sie können sich auch selber mit dem Gericht in Verbindung setzten, es gibt keine Formvorschriften. Bei einer Einstellung nach § 153 a StGB sollten Sie darlegen, dass Ihre Schuld und das öffentliche Interesse gering sind. Beziehen Sie sich auf den geringen Schaden und das sie sich um Wiedergutmachung bemühen möchten.


Mit freundlichen Grüßen

K. Zdravkovic
Rechtsanwältin

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