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Anhöhrung zur Ordnungswidrigkeit - Kraftfahrzeug über 3,5 t zul. Gesamtmasse


21.01.2016 17:58 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

mir wurde heute von der Stadt eine Anhöhrung zur Owi zugestellt, das ich am 30.11.15 auf der A1 als Führer des LKWs, vorsätzlich den Verkehrsbereich, obwohl dieser durch Zeichen 251 mit Zusatzzeichen 3,5 t gesperrt war. Da bereits vohrer weiträumig auf die Sperrung durch Verkehrsschilder und Hinweistafeln hingewiesen wurde ist mit einer vorsätzlichen Begehungsweise auszugehen (verletzte Vorschriften § 41 Abs. 1 iVm anlage 2, § 49 StVO; § 24 StVG; 141.1 BKat
Was kommt auf mich zu? welches Strafmass kann im schlimmesten Fall eintreten? soll ich das Vergehen zugeben ?
Tatsache ist, dass ich die Schilder nicht gesehen habe und durch mein Navi und die direkte Sperrung in der ich bereits drinn befand als ich es bemerkte (Zeuge ein Arbeitskollege im LKW)
21.01.2016 | 18:46

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Für den von Ihnen geschilderten Verkehrsverstoß sieht der aktuelle Bußgeldkatalog ein Bußgeld von 75,00 € vor. Ein Fahrverbot oder Punkte sind darüber hinaus nicht zu fürchten. Sofern man Ihnen den angesprochenen Vorsatz nachweist, hätten Sie gemäß § 3 Absatz 4a BKatV mit einer Verdopplung des Bußgeldes zu rechnen. Zudem haben Sie die Verfahrenskosten zu tragen, die sich für den Bußgeldbescheid inklusive seiner Zustellung auf 23,50 € belaufen. Beachten Sie bitte, dass ich bei dieser Beurteilung davon ausgehe, dass Sie nicht bereits wiederholt wegen dieses Verstoßes belangt werden.

Ob Sie den Verstoß zugeben möchten, oder ob Sie sich überhaupt zu dem Vorwurf äußern wollen, ist natürlich Ihnen überlassen. Nicht zuletzt spielen wirtschaftliche Erwägungen auch vor dem Hintergrund etwaiger Anwaltskosten sicher eine Rolle. Ohne vorherige Akteneinsicht kann eine seriöse Aussage darüber dennoch nicht abschließend getroffen werden. Sofern Sie aber ohne anwaltliche Hilfe im Rahmen der Anhörung darauf hinweisen, dass Sie die Schilder wegen des Navis und der Verkehrssituation schlicht übersehen haben, besteht zumindest die Chance, dass die Behörde den Bußgeldbescheid nicht auf Vorsatz stützt. Geschieht dies dennoch, haben Sie nach wie vor die Möglichkeit, sich mit einem Einspruch gegen den Bußgeldbescheid zu wehren. Beachten Sie hierzu bitte die Frist von 2 Wochen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben. Bei noch bestehenden Unklarheiten nutzen Sie bitte die für Sie kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Matthias Düllberg
Fachanwalt für Strafrecht

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