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Angestellt und Selbständig für dasselbe Unternehmen


06.10.2004 17:44 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht



Ich habe mich gerade mit Hilfe des Existenzgründungszuschusses selbständig gemacht (Freiberufler, kein Gewerbe) und arbeite momentan (noch) nur für einen Auftraggeber. Abgerechnet wird pauschal pro Projekt, nicht auf Stundenbasis. Jetzt habe ich von diesem Auftraggeber das Angebot, in einem anderen Bereich desselben Unternehmens zusätzlich eine Halbtagsstelle anzunehmen. Die Tätigkeit wäre eine völlig andere als die auf freiberuflicher Basis. Meine Fragen:

1) Ist es generell zulässig, für denselben Auftraggeber selbständig tätig und angestellt zu sein?

2) Muss ich fürchten, als scheinselbständig eingestuft zu werden, wenn ich in den ersten Wochen/Monaten nur für diesen Auftraggeber arbeite, da mir kaum Zeit für die Aquise neuer Kunden bleiben wird?
Grundsätzlich ist es zwar möglich, für ein und denselben Auftraggeber angestellt und - in einem anderen Arbeitsgebiet - selbständig tätig zu sein. In Ihrem Fall dürfte dies im Hinblick auf die Einstufung als Scheinselbständiger jedoch äußerst problematisch sein. Sie beschäftigen selbst keine Arbeitnehmer, sind im wesentlichen nur für einen Auftraggeber tätig und treten wohl auch, wie Ihre Schilderung vermuten läßt, nicht als selbständiger Unternehmer im Markt auf. Damit bewegen Sie sich derzeit bereits "am Rande der Scheinselbständigkeit", was dann ohne Belang sein dürfte, wenn sich diese Situation in nächster Zeit ändert, weil Sie in der Zwischenzeit zumindest werbend auf dem allgemein Markt tätig waren. Wenn dies Ihnen jedoch, wie Sie schreiben, wahrscheinlich nicht möglich sein wird und Sie gleichzeitig noch für diesen Auftraggeber als Arbeitnehmer tätig werden, dürfte die Vermutung der Sozialversicherung (und wohl auch des FInanzamtes) dahin gehen, daß Sie entweder vollständig als Arbeitnehmer oder hinsichtlich Ihrer freiberuflichen Tätigkeit höchstens noch als scheinselbständig anzusehen sind, was dann auch Auswirkungen auf Ihren Existenzgründungszuschuss haben würde.

Ich empfehle Ihnen daher, die Arbeiten für diesen Auftraggeber entweder vollständig als Arbeitnehmer zu erbringen oder aber mit Ihrem Auftraggeber gemeinsam abzuklären, inwieweit auch die neue Arbeit selbständig erbracht werden kann.

Für Rückfragen stehe ich Ihnen selbstverständlich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Udo Meisen
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 12.10.2004 | 11:31

"Werbend auf dem allgemeinen Markt tätig" - heißt das, es reicht (für die ersten Monate), wenn ich mich bemühe, neue Kunden zu aquirieren, z.B. durch Anfragen per mail an potentielle Auftraggeber? Ich will ja durchaus neue Kunden hinzu gewinnen, aber ich schätze die momentane Situation sehr schwierig ein...
Danke für Ihre Hilfe!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 12.10.2004 | 12:08

Ja, das reicht, nicht nur für die ersten Monate. Die Anforderung einer werbende Tätigkeit auf dem allgemeinen Markt setzt schließlich keinen Erfolg voraus.

Mit freundlichen Grüßen
Udo Meisen
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Steuerrecht

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