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Altbesitzer von der Wohnung loswerden


| 24.12.2010 09:40 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum



Verehter RA,
meine Eltern und ich beabsichtigen eine kleine Wohnung (60qm) in Berlin zu klaufen. Diese wird zwangsversteigert, aber wir möchten sie davor von der Gläubigerbank erwerben und nicht auf den Zwangsversteigerungstermin warten. Die Wohnung wird zurzeit vom jetzigen Eigentümer gewohnt. Der Gutachter konnte keine Innenbesichtigugn vornehmen, was nicht dafür spricht, daß sie besonders kooperativ sind. Wie schnell und zu welchen Kosten kann ich sie nach dem Erwerb loswerden, falls sie nicht freiwillig ausziehen?
Sehr geehrter Fragesteller,

Zunächst sei darauf hingewiesen, dass Sie für die Räumung einen Vollstreckungstitel benötigen. Diesen erhalten Sie in der Zwangsversteigerung durch den Zuschlagsbeschluss (§ 93 Zwangsversteigerungsgesetz - ZVG -). Ohne Zwangsversteigerung müsste entweder bereits ein Titel vorliegen, der umgeschrieben werden kann, oder Sie müssten zunächst auf Herausgabe klagen.

Wenn ein Titel vorliegt, können Sie mit der Vollstreckung den Gerichtsvollzieher beauftragen. Die Gerichtskosten betragen 75 EUR (Ziff. 240 Kostenverzeichnis zum Gerichtsvollzieherkostengesetz - GvKostG -).

Der Gerichtsvollzieher wird aber vor allem einen Vorschuss für die Räumung verlangen. Die Möbel müssen nämlich durch ein Speditionsunternehmen entfernt und danach eingelagert werden. Der Vorschuss dafür wird einige hundert bis einige tausend EUR betragen. Den Spediteur kann der Gerichtsvollzieher frei wählen. Ich würde also empfehlen, dass Sie sich telefonisch erkundigen, mit welchen Kosten im Bezirk üblicherweise zu rechnen ist (den Gerichtsvollzieher erreichen Sie über das Amtsgericht).

Alle Kosten erhalten Sie (theoretisch) vom Schuldner zurück (§ 788 ZPO).

Es sei auch noch darauf hingewiesen, dass der Schuldner die Aussetzung der Zwangsvollstreckung verlangen kann, wenn ein Härtefall vorliegt (§ 765a ZPO). Falls dann gegen einen entsprechenden Beschluss Beschwerde eingelegt werden muss, müssten Sie auch noch Rechtsanwaltsgebühren einkalkulieren. Die Gebührenhöhe richtet sich nach dem Wert der Angelegenheit.


Mit freundlichen Grüßen

M. Juhre
Rechtsanwalt
Bewertung des Fragestellers 24.12.2010 | 11:06


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