Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
460.184
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten

Aktivierung selbsterstellter Software!


| 23.12.2016 11:33 |
Preis: 80,00 € |

Gesellschaftsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Alexander Busch



Sehr geehrte Damen und Herren,

im Oktober 2010 habe ich mich als Einzelunternehmer im Bereich EDV-Dienstleistungen selbständig gemacht. Bis jetzt habe ich eine EÜR angewendet. Nun muss ich eine Bilanz erstellen. Unter anderem vermiete ich eine selbst erstellte, -programmierte Software an Unternehmen. Über einen Softwaremietvertrag überlasse ich Dritten(Unternehmen) die Software zur Nutzung während der Dauer des Mietvertrages. Ich Verkaufe die Software also nicht. Die Software war 2010 weitestgehend fertig gestellt. Natürlich ist und wird die Software weiterentwickelt.

Besteht für die selbst programmierte Software ein Aktivierungswahlrecht, Aktivierungsgebot oder Aktivierungsverbot?

Bei Aktivierungswahlrecht und Aktivierungsgebot;

- im Anlage- oder Umlaufvermögen.
- Maßstab der Aktivierung
- Methoden zur Bewertung für die Aktivierung der Software vor 2010
- Methoden zur Bewertung für die weiter Entwicklung der Software nach 2010

Vielen Dank!
Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Steuerrechtlich gilt für Sie der § 5 Abs. 2 EStG:
(2) Für immaterielle Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens ist ein Aktivposten nur anzusetzen, wenn sie entgeltlich erworben wurden.

Es besteht also ein Aktivierungsverbot.

Bei der Software handelt es sich um einen Vermögenswert, welcher dauerhaft dem Betrieb zu dienen bestimmt ist, daher gehe ich nach Ihren Ausführungen davon aus, dass es sich um Anlagevermögen handeln würde.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 23.12.2016 | 13:56

Sehr geehrter Hr. RA Busch,
vielen Dank die Antwort.

Ich habe aus dem Kollegenkreis unterschiedliche Informationen gehört.
Weil die Informationen so unterschiedlich waren habe ich auch die Frage gestellt.

Mir wurde gesagt das sich 2010 durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz die Behandlung immaterieller Vermögensgegenstände §248 (2) geändert hat.

War das Produkt vor 2010 bereits vorhanden, darf die selbst erstellte Software nicht aktiviert werden? Nach 2010 nur die Weiterentwicklung im meinem Falle! Wobei bei der Weiterentwicklung niemand genau wusste wie der Nachweis zu erbringen ist!

Deswegen in meiner Frage die Abgrenzung vor 2010 und nach 2010.

Kann ich dann davon ausgehen dass die Änderungen durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz keine Auswirkungen auf die Behandlung meiner selbst erstellter Software haben und ein Aktivierungsverbot besteht!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 23.12.2016 | 14:09

Die Antworten sind vermutlich deswegen unterschiedlich ausgefallen, weil die unterschiedliche Behandlung von Handels- und Steuerrecht durch Ihre bisherigen Auskunftgeber nicht beachtet worden ist.

Dem Grunde nach könnte ein Kaufmann nach dem HGB, beispielsweise eine Gesellschaft zweifach bilanzieren, einmal handelsrechtlich und einmal steuerrechtlich. Handelsrechtlich wären lediglich die Vorschriften des HGB zu beachten, steuerrechtlich sodann wären jedoch zusätzlich die Vorschriften des Steuerrechts zu beachten. Hier bestehen erhebliche Abweichungsmöglichkeiten.

Sie sind - so verstehe ich die Frage - vom Finanzamt nunmehr aufgefordert worden, die Rechnungslegung zu ändern. Sie bilanzieren also nicht nach dem HGB, weil Sie dies qua Rechtsform müssen und können, sondern Sie bilanzieren ausschließlich aufgrund steuerrechtlicher Notwendigkeit und haben insofern in jedem Fall die Normen des Steuerrechts zu beachten.

Hier gelten die Vorschriften des HGB mit der Einschränkung durch die Vorschriften des EStG, die in 2010 ebenfalls teilweise geändert wurden.

Die Vorschrift des § 5 Abs. 2 EStG überlagert dabei die Norm des HGB und eine Möglichkeit der Aktivierung in Ihrer Konstellation besteht in keinem Fall.

Bewertung des Fragestellers 23.12.2016 | 15:01


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Vielen Dank für die verständliche und ausführliche Antwort."