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Aggressiver Kollege


| 22.03.2007 08:59 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Sehr geehrte Frau Rechtsanwältin, sehr geehrter Herr Rechtsanwalt,

gestern ereignete sich in dem Büro, in dem ich und mein Kollege X. gemeinsam arbeiten folgendes:

Kollege Y. kam aus dem Nachbarbüro und wollte irgendeine (relativ belanglose) Sache mit mir klären.

Da wir inhaltlich unterschiedlicher Meinung waren, wurde der Kollege Y. immer lauter und aggressiver - lauter bedeutet: er schrie herum - während ich relativ ruhig blieb und ihm auch nahelegte "so" nicht mit ihm weiterreden zu wollen.

Als der Kollege Y. immer aggressiver wurde, sagte ich zu ihm: "Ich weiß, vor 15 Jahren hast Du Leuten im Streit ´eine auf die Fresse gehauen´, aber die Zeiten ändern sich". (Es handelte sich um ein Zitat, er hatte zwei Tage zuvor ein paar Mal irgendjemandem am Telefon mehrmals diesen Spruch gebracht). - Das war nicht provozierend gemeint, sondern sollte eigentlich auf die Metaebene lenken im Sinne von "wie redest Du hier eigentlich mit mir?" Ich schreibe es aber auf, weil es natürlich beim Kollegen als Einladung aufgefasst wurde, denn er
brüllte daraufhin zweimal: "Ich haue Dir auch heute noch eine in die Fresse."
Er schrie noch weiteres Zeugs herum, bevor er ging.

Wenig später fragte mich eine Kollegin aus dem Nachbarbüro (aus einer anderen Abteilung) was denn bei uns los gewesen sei. Sie konnte wörtlich wiedergegeben, was der Kollege Y herumgeschrien hatte.
Wenn´s im Nachbarbüro hörbar war, dann war´s auch draußen hörbar, wo sich weitere Personen aus anderen Abteilungen aufhalten.

Es handelte sich um den ersten "großen" Zusammenstoß mit diesem Kollegen, da sich unsere Arbeitsgebiete normalerweise nicht überschneiden.

Meine Frage an Sie: Wie soll ich mich hier (im Sinne des Arbeitsrechts) richtig verhalten? (Richtig bedeutet: sollte ich das Ganze lieber ignorieren oder lieber die Sache über einen - 200 km weit wegsitzenden - Vorgesetzten klären? Meine Befürchtung: kann der AG bei zwei "Streihähnen" sich von beiden trennen?)
Bitte geben Sie mir nicht den allgem. Tipp, erst das Gespräch mit ihm zu suchen - das ist natürlich richtig,und ich werde das auch als erstes tun - ich möchte nur schon gerne das Szenario kennen, was möglicherweise nach einem erfolglosen Gespräch kommt, bei dem der Kollege wieder austickt. Inwieweit muss ich mich solchen peinlichen und dummen Situationen zukünftig ausssetzen?

Vielen Dank für Ihre Mühe!
22.03.2007 | 09:18

Antwort

von


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Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

ich bedanke mich für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage des von Ihnen geschilderten Sachverhalts wie folgt summarisch beantworten will:

Um nicht die Gefahr zu provozieren, verhaltensbedingt gekündigt zu werden – eine solche arbeitsrechtliche Sanktion könnte einen von Ihnen oder Sie beide erwarten, wenn das Betriebsklima unter Ihrer Streitigkeit leiden solle -, rate ich, schon jetzt die einzelnen Vorfälle schriftlich zu dokumentieren unter Nennung der anwesenden Arbeitskollegen. Sodann sollten Sie Ihren Vorgesetzten schriftlich über das Vorgefallene informieren mit dem Hinweis, eine Deeskalation vermeiden zu wollen, und mit der Bitte um Klärung der Situation.
Damit dokumentieren Sie gleichzeitig, dass Sie sich ordnungsgemäß verhalten haben und kein Grund für eine verhaltensbedingte Kündigung besteht.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Auskunft weiter geholfen zu haben.

Mit freundlichem Gruß

M. Timm
-Rechtsanwalt-
www.peukerttimm.de


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Potsdam

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