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Änderung der Arbeitsbedingung ohne neuen Ausbildungsvertrag


30.10.2004 19:52 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,
ich bin Lehrling in einem Autohaus (3. Lehrjahr) und ab dem 1.11.04 gibt es bei uns im Haus neue Arbeitszeiten. Für die Festangestellten fand eine Informationsveranstaltung statt, in der dann auch gleich die neuen Verträge vorgelegt und unterschrieben wurden. Die Arbeitszeit wurde von 37 auf 42 Stunden die Woche erhöht.
Gestern haben wir Azubis erfahren, dass diese Regelung nun auch für uns in Kraft treten soll. Allerdings werden wir keine neuen Verträge bekommen (in den alten steht ja noch die 37 Stundenwoche) - vermutlich würde es da Ärger mit der IHK geben.
Nun meine Frage: Ist diese Vorgehensweise haltbar oder können wir Azubis uns dagegen wehren? Und ist es überhaupt rechtens, Ausbildungsverträge (die ja immerhin drei Jahre gültig sind) ohne weiteres abzuändern?
Vielen Dank im Voraus,
Vanessa

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Guten Abend,

um die Antwort vorab zu geben: eine Änderung der Arbeitszeiten ist ohne Ihre Zustimmung nicht einseitig durch den Arbeitgeber möglich.

Mit der Änderung der Arbeitszeit ist eine grundlegende Änderung der vertraglichen Bedingungen betroffen. Dies kann der Arbeitgeber nicht einseitig festlegen. Normalerweise könnte der Arbeitgeber hier eine sogenannte Änderungskündigung aussprechen, also im Wege der Kündigung eine Erhöhung der Arbeitszeit anstreben. Dieser Weg ist ihm bei Ausbildungsverhältnissen nach der Probezeit abgeschnitten, da dann nur eine außerordentliche (heißt: fristlose) Kündigung aus wichtigem Grund möglich ist. Die Voraussetzungen hierfür liegen nicht vor.

Eine Änderung wäre damit nur mit Ihrem Einverständnis möglich. Sollte Ihr Arbeitgeber dennoch eine Kündigung aussprechen, sollten Sie, wenn ein Schlichtungsausschuß bei der IHK besteht, diesen kurzfristig anrufen. Informieren Sie sich ggf. bei der IHK oder einem Rechtsanwalt, da hier jeweils von Bundesland zu Bundesland unterschiedliche Regelungen bestehen. Denken Sie auch an die Fristen: Sie müssen spätestens drei Wochen nach Ausspruch der Kündigung den Ausschuß anrufen oder alternativ bei Nichtbestehen Kündigungsschutzklage erheben, da ansonsten die Kündigung als richtig gilt.

Ich hoffe, ich habe Ihnen weiterhelfen können. Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Michael Weiß
Fachanwalt für Arbeitsrecht
Esenser Straße 19
26603 Aurich
Tel. 04941 60 53 47
Fax. 04941 60 53 48
e-mail info@fachanwalt-aurich.de
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