387.924
Registrierte
Nutzer
Schneller und günstiger Rat vom Anwalt online.
Rechtsverbindlich: Antwort von einem Anwalt. Vertrauendwürdig: Kein Abo, keine Folgekosten.
Vertaulich:
Anwalt Direktanfrage

Vertrauliche Rechtsberatung beim Anwalt Ihrer Wahl.

  • Dateien mitschicken
  • Kein Termin, kein Aufwand
  • ab 25 € mit dem Anwalt vereinbar
Topseller
Frag-einen-Anwalt.de

Einfacher geht es nicht, Das Original und Testsieger.

  • Frage online stellen
  • Ein Anwalt antwortet in 2 Stunden.
  • Beratung zu Ihrem Preis.
  • Ab 25 €
Sofort:
Telefonberatung

Jetzt sofort von einem Anwalt helfen lassen.

  • Sekundengenaue Abrechnung.
  • Später jederzeit anhören.
  • Ab 1,49 €/Min.
Beratungen vergleichen
291 Besucher | 1 Anwälte online
Schon bei uns registriert?
Bitte melden Sie sich an.
Nutzername


Passwort
Einloggen Passwort vergessen?

Oder mit einem Ihrer Konten:
Login via Facebook

Adoption durch Stiefvater mit 18 Jahren


05.04.2008 14:26 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Miriam Helmerich


| in unter 2 Stunden

Sehr geehrte Damen und Herren,
im Jahre 1999 haben sich meine Eltern voneinander geschieden und seit ein paar Jahren habe ich zu meinem leiblichen Vater keinen Kontakt mehr.
Im Jahre 2006 heiratete meine Mutter ihren neuen Lebensgefährten und mein leiblicher Vater lehnte eine Namensänderung, die ich gewünscht hatte, ab.
Nun bin ich mittlerweile Volljährig und möchte unbedingt den Namen von meinem Stiefvater annehmen, jedoch ohne meinen leiblichen Vater um Zustimmung fragen zu müssen, da dieser eh wieder ablehnen wird.
Ich habe mich schon erkundigt, dass es theoretisch möglich wäre mich von meinen Stiefvater adoptieren zu lassen ohne meinen Vater zu fragen, aber dieser würde dann seine Rechte und Pflichten behalten, aber zählt dies überhaupt noch, wo ich jetzt Volljährig bin?
Gibt es eine unkomplizierte Möglichkeit mich adoptieren zu lassen ohne meinen Vater fragen zu müssen?

Ich danke Ihnen schon sehr im voraus für Ihre Antwort.

Mit freundlichen Grüßen
Trifft nicht Ihr Problem? Wir haben 36 weitere Antworten zum Thema:
05.04.2008 | 15:37

Antwort

von

Rechtsanwältin Miriam Helmerich
31 Bewertungen
Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich aufgrund der von Ihnen gemachten Angaben und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes nunmehr wie folgt beantworten möchte:

Da Sie nunmehr volljährig sind, besteht für Sie die Möglichkeit, gemeinsam mit Ihrem Stiefvater beim zuständigen Vormundschaftsgericht –dem für Sie aufgrund Ihres gemeinsamen Wohnsitzes zuständigen Amtsgericht- einen Antrag auf Annahme als Volljähriger im Sinne des § 1768 BGB zu stellen. Einer Einwilligung Ihres leiblichen Vaters bedarf es nicht mehr, da die für die Annahme Minderjähriger insoweit gültige Vorschrift des
§ 1747 BGB gemäß § 1768 I 2 BGB ausgeschlossen ist.

§ 1768 (1) 1 Die Annahme eines Volljährigen wird auf Antrag des Annehmenden und des Anzunehmenden vom Vormundschaftsgericht ausgesprochen. 2 §§ 1742, 1744, 1745, 1746 Abs. 1, 2, § 1747 sind nicht anzuwenden.

§ 1747 (1) 1 Zur Annahme eines Kindes ist die Einwilligung der Eltern erforderlich. 2 Sofern kein anderer Mann nach § 1592 als Vater anzusehen ist, gilt im Sinne des Satzes 1 und des § 1748 Abs. 4 als Vater, wer die Voraussetzung des § 1600d Abs. 2 Satz 1 glaubhaft macht. (2) 1 Die Einwilligung kann erst erteilt werden, wenn das Kind acht Wochen alt ist. 2 Sie ist auch dann wirksam, wenn der Einwilligende die schon feststehenden Annehmenden nicht kennt. (3) Sind die Eltern nicht miteinander verheiratet und haben sie keine Sorgeerklärungen abgegeben, (…)

Die Annahme ist gemäß § 1767 Abs. 1 zulässig, wenn sie als solche sittlich gerechtfertigt ist. Dies wiederum ist insbesondere anzunehmen, wenn zwischen dem Annehmenden und dem Anzunehmenden ein Eltern-Kind-Verhältnis bereits entstanden ist.

§ 1767 (1) Ein Volljähriger kann als Kind angenommen werden, wenn die Annahme sittlich gerechtfertigt ist; dies ist insbesondere anzunehmen, wenn zwischen dem Annehmenden und dem Anzunehmenden ein Eltern-Kind-Verhältnis bereits entstanden ist. (2) 1 Für die Annahme Volljähriger gelten die Vorschriften über die Annahme Minderjähriger sinngemäß, soweit sich aus den folgenden Vorschriften nichts anderes ergibt. (...)

Sollten Sie wünschen, dass Ihr Stiefvater in die Rechte und Pflichten Ihres leiblichen Vaters eintritt, sollten Sie im Rahmen Ihres Antrages geltend machen, dass die Annahme entsprechend
§ 1772 I 1 Nr. 1 b) und c) BGB die Wirkungen einer Annahme eines Minderjährigen entfaltet. Sie wären rechtlich dann als gemeinschaftliches Kind Ihrer Mutter und Ihres Stiefvaters anzusehen. Die Verwandtschaftverhältnisse zu der Verwandtschaft Ihres leiblichen Vaters würden mit allen bestehenden Rechten und Pflichten gemäß § 1755 BGB erlöschen.

Abschliessend möchte ich Sie noch darauf hinweisen, dass durch das Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben die rechtliche Beurteilung des Sachverhalts anders ausfallen kann. Im Rahmen dieses Forums kann stets nur eine erste Einschätzung des Sachverhalts erfolgen.

Ich hoffe, dass ich Ihnen mit meinen Ausführungen eine erste rechtliche Orientierung geben konnte und wünsche Ihnen für Ihr Vorhaben alles Gute.

Im Falle von Unklarheiten machen Sie bitte von der kostenlosen Nachfragefunktion Gebrauch.

Mit freundlichen Grüßen

Miriam Helmerich
Rechtsanwältin



ANTWORT VON
Rechtsanwältin Miriam Helmerich
Großalmerode

31 Bewertungen
FACHGEBIETE
Arbeitsrecht, Familienrecht, Mietrecht, Vertragsrecht
Testsieger
einer unabhängigen Verbraucherstiftung
Im Test: 8 Anbieter von Online Rechtsberatung Ausgabe 02/2008
Zahlungsmöglichkeiten:
Testsieger
einer unabhängigen Verbraucherstiftung
Im Test: 8 Anbieter von Online Rechtsberatung Ausgabe 02/2008