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Adoption Verfahrensfehler ? Verjährung ?


21.12.2015 12:48 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle



Sehr geehrter Damen und Herren,

ich hätte den folgenden Sachverhalt. Ich wurde Anfang 2001, damals als 20 Jährige von meiner Stiefmutter nach iSd 1772 BGB Volladoption adoptiert. Meine leibliche Mutter sagte mir vor kurzen, das Sie damals nicht dazu befragt wurde und Sie nichts unterschrieben habe. Jetzt meine frage, laut Beschluss vom Amtsgericht hat Sie eingewilligt. Wenn dies nun nicht der Fall ist, sie also weder dazu befragt wurde, noch ihre schriftliche Einwilligung dazu gegeben hat, kann man dann diese Erwachsenenadoption rückgängig machen? Oder gibt es dazu Fristen, die eingehalten werden müssen?
Mit freundlichen Grüßen

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Sehr geehrte Ratsuchende,


der Beschluss, mit dem das Gericht die Annahme des Kindes ausgesprochen hat, wird nach Ihrer Sachverhaltsdarstellung nach dem damals anzuwendenen FGG unanfechtbar sein.


Sofern möglicherweise die von Ihnen angedachte Nichtigkeit in Betracht kömmen könnte, weil - entgegen dem Beschluss des Amtsgerichtes - die Mutter nicht eingewilligt haben soll, ändert an der Unanfechtbarkeit nichts.


Möglich wäre allenfalls, den Adoptionsbeschluss nach §§ 1759 ff. BGB auf Antrag aufheben zu lassen, Unabhängig davon, ob die Voraussetzung dafür vorliegen, kann ein solcher Antrag nur innerhalb eines Jahres gestellt werden, wenn seit der Annahme noch keine drei Jahre verstrichen sind.

Und nach Ihrer Schilderung dürfte diese Frist abgelaufen sein.


Dann wäre nur eine zweite Adoption Ihrer leiblichen Mutter noch möglich: eine solche "Rückadoption" ist ansich zulässig.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle, Oldenburg

Nachfrage vom Fragesteller 21.12.2015 | 14:15

Sehr geehrter Herr Bohle,

vielen Dank für Ihre Auskunft. Jetzt noch eine Frage: Funktioniert die Rückadoption auch dann wenn der leibliche Vater und die Adoptivmutter dagegen sind? Und hafte ich danach noch immer für die ehemalige Adoptivmutter (z. B. Hartz IV oder Pflegeheim?)

Vielen dank im Voraus und schöne Feiertage.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 21.12.2015 | 14:32

Sehr geehrte Ratsuchender,


grundsätzlich funktioniert das auch dann, da das fehlende Einverständnis gerichtlich ersetzt werden könnte.

Der zweite Teil betrifft keine nach den Nutzungsbedingungen zulässige Nachfrage, sondern würde eine -kostenpflichtige- Neufrage darstellten. Daher verbieten es die Nutzungsbedingungen, hierauf zu antworten und ich darf insoweit um Verständnis bitten.

Auch Ihnen schöne Feiertage.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle

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