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Abweichung Wohnfläche


27.07.2004 15:36 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von



Sehr geehrte Damen und Herren,
ich habe heute einen Mietvertrag mit Beginn 1.8.2004 unterschrieben für 56,89 m². Bei der Besichtigung war die Wohnung für 62m² ausgegeben worden. Die Kaltmiete ist daher heute angeglichen worden (5,63 Euro pro Quadratmeter kalt war mündlich vereinbart). Der Vermieter in Vertretung der Eigentümerin unterschrieb nicht, sondern will den der eigentümerin zusenden zur Unterschrift. (mIT DEN worten, mal sehen, ob sie zustimmt)
Jetzt habe ich die Wohnung ausgemessen und stellte fest, dass auch die 56 m² noch 4,04m² zuviel sind. Wahrscheinlich ist die Terrasse falsch berechnet worden. Ich habe die Vermieterin sofort noch einmal aufgesucht, sie will die Architektenzeichnungen bis morgen ansehen und bestätigte mir den Kaltmietpreis von 5,63 und Nebenkosten von 1,80 NK auf einem Schmierzettel.

Habe ich Chancen, dass die exakte Wohnfläche in den Vertrag aufgenommen wird und der Mietpreis entsprechend geändert?
Kann die Vermieterin nicht auch unterschreiben? (Eigentumswohnung)Im Mietvertrag stand oben, dass sie die Eigentümerin vertritt. Ich hätte so gern den Vertrag in der Hand. Oder ist das gar nicht wichtig?
27.07.2004 | 17:38

Antwort

von


3 Bewertungen
Sehr geehrte Ratsuchende,
sehr geehrter Ratsuchender,

ich gehe davon aus, dass bisher nur Sie als Mieter einen Mietvertrag über eine Wohnfläche von 56,89 m² unterschrieben haben.
Noch eins vorneweg:
Beachten Sie bitte genau, wer als Vermieter im Mietvertrag bezeichnet worden ist. Nur diese Person ist Ihr Vertragspartner. Es ist sinnvoll und auch üblich, dass der Eigentümer der Wohnung als Vermieter auftritt.
Alles andere führt zu Komplikationen und Unsicherheiten.
Sofern Sie nun einen festen Quadratmeterpreis ausgehandelt haben (ich hoffe, mit dem Vermieter) sind sie auf der sicheren Seite, da auch diese Niederschrift auf einem Schmierzettel rechtsgültig ist.
Ein größeres Problem ist jedoch die Frage der tatsächlichen Berechnung der Wohnfläche. Es gibt hier nämlich verschiedene Methoden. Eventuell findet sich etwas hierzu in dem Mietvertrag. Die genau vorhandene Wohnfläche ist von Bedeutung, da nach neuerer Rechtsprechung (BGH WuM 2004, 2689 Abweichungen zum Vertrag über 10 % Mängel darstellen, die zur Minderung berechtigen.

Seit dem 01.01.2004 gilt die neue Wohnflächenverordnung. Die gilt zunächst einmal für öffentlich geförderten Wohnraum, ist aber zur Auslegung von anderen Mietverträgen als Auslegung heranzuziehen, wenn die Parteien selbst nichts vereinbart haben. Nachdem Ihr Mietvertrag neueren Datums ist, muss wohl diese WoFlV herangezogen werden, um die Wohnung zu vermessen. Die Einzelheiten sind sehr kompliziert und können an dieser Stelle nicht ausgeführt werden. Nur zum Beispiel:
Raumteile mit mind 2 Meter Höhe: Anrechnung 100 %
Raumteile mit 1 bis unter 2 Meter: Anrechnung 50 %
Raumteile unter 1 Meter Höhe: keine Anrechnung
Terrasse: in der Regel Anrechnung zu 1/4, maximal bis zur Hälfte

Praktischerweise rate ich Ihnen aber zunächst einmal, die Aufzeichnungen des Architekten abzuwarten.

Sollte im Mietvertrag eine zu große Wohnfläche angegeben sein, haben Sie eventuell das recht zur Minderung.
Die Vermieterin (nicht Hausverwalterin ?!) sollte sogar dringendst den Vertrag unterschreiben.
Grundsätzlich kann ein Mietvertrag auch nur mündlich abgeschlossen werden. Sollte jedoch ein schriftlicher Vertrag vorliegen, sollten Sie auf einem persönlichen Exemplar bestehen. Schließlich sollten Sie ja auch später einmal noch wissen, was Sie unterschrieben haben. Häufig findet sich in Verträgen auch der Hinweis, dass jede Partei ein Exemplar erhalten habe.

Ich hoffe, Ihnen zunächst weitergeholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Alexander Birmili
Rechtsanwalt



Rechtsanwalt Alexander Birmili
Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht

ANTWORT VON

Reutlingen

3 Bewertungen
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