Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
457.559
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug kleiner 3/10 des halben Tachowertes


06.12.2016 21:12 |
Preis: 47,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Situation:
Am 31.10. diesen Jahres wurde auf der Autobahn A3 in Höhe von Köln/Solingen festgestellt, dass ich den notwendigen Abstand zu einem vorausfahrenden Auto nicht eingehalten habe. Es wurde eine Geschwindigkeit von 129 km/h meines privaten Autos festgestellt und ein Abstand von 18m zum vorausfahrenden Auto gemessen. Da dies nun knapp unter dem 3/10-Wert des halben Tachowertes liegt, der bei 19,35 m wäre, drohen mir nach meiner Information nun 2 Punkte in Flensburg, 160 Euro Strafe und vor allem 1 Monat Führerscheinentzug.

Hintergrund: Ich habe noch niemals für irgendetwas einen Punkt in das flensburger Register erhalten und bin in den letzten 12 Monaten meines Wissens nach lediglich einmal wegen überhöhter Geschwindigkeit geblitzt worden (ohne Punkteeintrag in Flensburg)

Abwicklungsstand:
Da das Auto auf meine Frau zugelassen ist, hat sie im ersten Schritt am 22.11. einen Zeugenanhörungsbogen erhalten, in dem sie nach der Identität des auf dem unscharfen Foto dargestellten Fahrers befragt wird.
Im Zeugenanhörungsbogen genanntes Beweismittel:
Zeugenaussage, VKS-Messung, Filmnr. xxx, Bild nr. xxxx, PHK xxxxx, PP Düsseldorf, VI 3, VD Hilden, Adresse
Der Anhörungsbogen wurde noch nicht beantwortet.

Mein Ziel:
Unbedingte Vermeidung eines Führerscheinentzuges. Höhe der Geldstrafe und Punkte in Flensburg spielen keine Rolle.

Zusatzinformation: Mein Arbeitgeber würde mir eine Bescheinigung darüber ausstellen, dass ich den Führerschein für die Ausübung meiner Angestelltentätigkeit unbedingt benötige und mir bei Führerscheinentzug eventuell eine Kündigung droht.

Fragen:
Gibt es eine oder vielleicht mehrere aussichtsreiche Möglichkeiten den Führerscheinentzug zu vermeiden ?
Wenn ja, welche und wie habe ich mich zu verhalten um dies zu erreichen ?
06.12.2016 | 21:50

Antwort

von


31 Bewertungen
In der Gasse 38
66482 Zweibrücken

Tel: 0171/7144717
Web: www.rechtsanwalt-broedel.de
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen
Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Zunächst sollten Sie keinesfalls auf Post der Bußgeldstelle (Anhörbogen) reagieren. Die Verjährungszeit beträgt drei Monate, so dass mit dauernder Zeit die Chance besteht davonzukommen.

Sollten Sie an Hand des Bildes nicht von der Bußgeldstelle ermittelt werden, wird vermutlich die Polizei bei Ihnen zu Hause auftauchen und Ihre Frau befragen. Diese hat ein Aussageverweigerungsrecht und sollte keinerlei Angaben zu der Sache machen.

Wenn ein Bußgeldbescheid gegen Ihre Frau ergeht, muss innerhalb von 14 Tagen nach Zugang Einspruch eingelegt werden. Dann stehen die Chancen sehr gut auf Grund von Verjährung, dass Sie ohne Folgen davonkommen.

Sollte der Bescheid gegen Sie ergehen, müssen Sie auch unbedingt innerhalb von 14 Tagen (durch einen Anwalt) Einspruch einlegen. Dann gibt es drei Möglichkeiten. Wenn das Bild tatsächlich schlecht ist, könnten Sie bestreiten gefahren zu sein. Ist das Bild jedoch gut und man sollte Sie erkennen besteht nur die Möglichkeit Fehler bei der Messung zu suchen, was durchaus auch eine Chance auf Erfolg haben kann oder auf die Milde des Gerichts zu hoffen. Letzteres kommt entscheidend auf die Person des Richters an. Langjähriges korrektes Fahrverhalten wird leider im Normalfall nicht besonders honoriert.

Sie sollten sobald ein Bußgeldbescheid kommt unbedingt einen Anwalt beauftragen und mit ihm die mögliche Strategie besprechen.

Meine Kanzlei ist auf bundesweite Mandate ausgerichtet, gerne können Sie sich jederzeit an mich wenden.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Florian Brödel

Nachfrage vom Fragesteller 07.12.2016 | 14:46

Sehr geehrter Herr Brödel,
danke für Ihre Antwort.

- Sie schreiben die Verjährungsfrist beträgt 3 Monate. Wann genau gilt das denn als verjährt ? Wenn der Fahrer nicht ermittelt werden konnte, oder wenn bis dahin kein Bussgeldbescheid eingegangen ist, oder wenn das Verfahren einschl. Einspruch bis dahin nicht abgeschlossen ist ?
- Wie stehen die Chancen bei Eingeständnis des Fehlverhaltens und anschliessendem Versuch der Umwandlung des Führerscheinentzuges (bspw. durch Nachweis des unabdingbaren Führerscheins für die Arbeit) in eine erhöhte Bussgeldstrafe oder ähnliches ?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 07.12.2016 | 15:25

Die Verjährung ist in §26 StVG geregelt. Sie läuft vom Datum des Verstoßes an und wir solange nicht unterbrochen, soweit nicht gegen Sie ermittelt wird. Das heißt solange nichts auf Sie kommt oder keine Aktennotiz erfolgt, dass Sie als Beschuldigter angesehen werden, läuft die Verjährungsfrist. Im Zweifel muss man sich bei einem etwaigen gerichtlichen Verfahren die Akte genau dahingehend ansehen.

Zweiteres hängt stark von dem Richter oder der Richterin ab. Es gibt keine feste Größen. Ungefähr bei 30-50% der Fälle besteht die Möglichkeit, dass der Richter sowas mitträgt. Es gibt auch Vorsitzende die pauschal auf den Jahresurlaub verweisen und nicht mit sich reden lassen.

Für weitere Fragen erreichen Sie mich jederzeit per E-Mail oder über meine Homepage.

ANTWORT VON

31 Bewertungen

In der Gasse 38
66482 Zweibrücken

Tel: 0171/7144717
Web: www.rechtsanwalt-broedel.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Arbeitsrecht, Reiserecht, Sozialrecht, Verkehrsrecht, Zivilrecht, Versicherungsrecht, Strafrecht, Vertragsrecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 55151 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Die Beantwortung meiner Frage war sehr aufschlussreich, wir sind sehr zufrieden. Das Problem wurde verständlich aufgeschlüsselt und umfangreich beantwortet. Der Anwalt war professionell neutral freundlich. Ich würde diesen Anwalt ... ...
5,0/5,0
Sehr schnelle und verständliche Antwort. War mir eine große Hilfe. Jederzeit gerne wieder! ...
5,0/5,0
Bin auf den Erfolg gespannt, aber ich denke es passt alles. Sehr schnell und ausführlich beantwortet. Nur zu empfehlen... ...