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Absicherung des ersparten bei Immobilienkauf wenn Scheidung eintreten sollte


| 29.08.2017 11:10 |
Preis: 30,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrte Damen und Herren,

Im Jahr 2015 hatte ich geheiratet. Vor der Eheschliessung konnte ich selbst aus eigener Arbeit etwas Geld ansparen. Jetzt denken WIR darüber nach eine Immobilie zu kaufen oder zu bauen.
Da ich kein Risiko eingehen möchte (nur für den Fall eines Tages soll die Ehe in die Brüche mit einer Scheidung enden) möchte ich mich absichern, dass die Ersparung VOR meiner Eheschließung die ich auch in die Immobilie einstecken möchte bei dem Immobilienverkauf dies berücksichtigt wird. Es kommt aber hinzu, dass ich Geld auf 3 verschiedene Konten hatte, Bargeld daheim und etwas Gold

Meine Frau arbeitet nicht und hat auch keine Ersparnisse in die Ehe gebracht. Wir sind steuerlich zusammenveranlagt und führen seit der Ehe ein Gemeinschaftskonto.

Fragen:
- Kann ich mich irgendwie noch absichern auch jetzt nach der Eheschliessung?
- Braucht man ein spezial Ehevertrag oder Notar hierfür?
- Das Geld auf den 3 Konten könnte ich per Kontoauszug beweisen. Was ist mit Bargeld und Goldmünzen? Wie kann ich hierfür mich absichern?
- Muss meine Ehefrau etwas zustimmen oder unterschreiben damit bei einer Scheidung mein gesparter Anteil berücksichtigt wird?
- Wie verfahre ich am sichersten um mich abzusichern?

Das Haus würden wir zusammen kaufen jedoch als Eigenkapital mein Erspartes nehmen und vorlegen.

Mit freundlichen Grüsse
Walter
29.08.2017 | 12:31

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1.
Grundsätzlich ist auf folgendes hinzuweisen:

Wenn Sie als Eheleute gemeinsam ein Haus bauen oder kaufen, wird Ihre Ehefrau Miteigentümerin. Woher das Geld kommt, ist dabei unerheblich.

Bei einem Gemeinschaftskonto sind beide Eheleut Gesamtgläubiger (§ 428 BGB), die Bank muss aber nur einmal zahlen. Woher das Geld kommt,ist auch hier unerheblich.

2.
Ohne Ehevertrag leben Sie im gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft (!363 Abs. 1 BGB). Das Vermögen von Mann und Frau werden nicht gemeinsames Vermögen. Der Zugewinn, der in der Ehe erzielt wird, ist bei einer Scheidung auszugleichen (§ 363 Abs. 2 BGB). Zugewinn ist der Betrag, um den das Endvermögen eines Ehegatten das Anfangsvermögen übersteigt (§ 1373 BGB).

Ein gemeinsames Hausgrundstück würde sich bei beiden Ehegatten gleichermassen als Zugewinn auswirken

3.
Im Fall einer Scheidung müssen Sie Ihr Anfangsvermögen bei Eheschließung nachweisen (§ 1374 Abs. 1 BGB). Mit Kontoauszügen ist das meist möglich, bei Bargeld eher nicht, da bräuchte man schon einen Zeugen.

Welches Vermögen Sie zum Zeitpunkt eines Hauskaufs/baus haben, ist demgegenüber unbedeutend.

4.
Weiter "absichern" als die Unterlagen sorgfältig aufbewahren können sie sich nicht.

Natürlich könnten Sie einen Ehevertrag abschließen und Gütertrennung vereinbaren (§§ 1408, 1414 BGB), wozu notarielle Form nötig wäre (§ 1410 BGB)

Während der Ehe wäre das aber eher problematisch. Es wäre im Einzelnen zu prüfen, was für sie sinnvoll ist


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Reinhard Moosmann

Nachfrage vom Fragesteller 29.08.2017 | 13:26

Habe ich es richtig verstanden: Es gilt als Nachweise die Kontoauszüge ab dem Zeitpunkt der Eheschliessung? Nicht ein Tag davor?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 29.08.2017 | 13:47

Ja, das haben Sie richtig verestanden.

Maßgebend ist nach § 1374 BGB "der Eintritt des Güterstandes". Das ist der Zeitpunkt der Eheschließung (§ 1310 BGB).

Bewertung des Fragestellers 29.08.2017 | 14:00


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