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Absicherung Privatdarlehen


24.11.2004 10:26 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht



Ich (53 Jahre alt) möchte meinem Neffen (20 Jahre alt) ein privates Darlehen zum Erwerb einer Industriehalle geben.
Ein Absicherung über das Grundbuch ist nicht möglich, weil die Installation eines Solardaches vorgesehen ist, wofür Schuldenfreiheit eine Voraussetzung ist.

Die Rückzahlung soll in Form einer Kapital-Lebensversicherung erfolgen. Welche Person sollte versichert werden, ich oder der Neffe? Was ist für mich günstiger in steuerlicher Hinsicht?
Sehr geehrter Anfragender,

für die Konstellation empfehle ich, dass Sie Versicherungsnehmer und Vertragspartner der Lebensversicherung werden. Das versicherte Leben sollte das Leben Ihres Neffen sein.

Ich gehe dabei davon aus, dass die laufenden Beiträge von Ihrem Neffen bezahlt werden sollen. Hier müssten Sie mit Ihrem Versicherungsberater klären, ob es möglich ist, die Beiträge direkt von seinem Konto einziehen zu lassen. Falls dies nicht geht, müsste Ihr Neffe Ihnen die Raten auf Ihr Konto zahlen.

Sie müssten sich nur Gedanken darüber machen, ob Sie Zinsen nehmen wollen und wenn ja welchen Zinssatz Sie vereinbaren wollen. Ferner müsste man noch klären, ob die Zinsen laufend zu zahlen sind oder ob diese in der Kapitalleistung der Versicherung (bzw. der Todesfallsumme) enthalten sein sollen. Die Berechnung und die Formulierung dieser Klausel in dem Darlehensvertrag wird nicht einfach sein. Sie müssen hier verschiedene Rückzahlungszeitpunkte (mindestens Ablaufleistung und Tod) sinnvoll miteinander verknüpfen und dies auch noch bei der Wahl des Versicherungsvertrages berücksichtigen.

Einen Abschluss des Vertrages durch Sie empfehle ich aus folgenden Gründen:

1. Im Todesfall fällt auf keinen Fall Erbschaftssteuer an, da die Leistung aus Ihrem eigenen Vertrag herrührt und nicht aus dem Vermögen Ihres Neffen.

Diese Variante schließt eine etwaige Diskussion mit dem Finanzamt darüber, ob es sich um eine Rückzahlung des Darlehens oder einen Zufluß im Todesfall handelte.

2. Sie können sicher sein, dass der Vertrag nicht an einen Dritten abgetreten oder gekündigt wird.

Ob es für Sie einkommenssteuerlich günstiger ist, etwaige Zinsen in einer Summe am Ende oder laufend mit jeder Rate zu bekommen, hängt von der Gesamtheit Ihrer steuerlichen Situation ab. Diese kann in diesem Rahmen nicht beurteilt werden.

Ich hoffe, Ihnen mit diesen Ausführungen weitergeholfen zu haben. Für Rückfragen stehe ich Ihnen selbstverständlich gern zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Kai Breuning
- Rechtsanwalt -
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