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Abrechnung nach Schlüsselnummer , muß ich von Privatkonto zahlen?


06.12.2013 00:45 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Karlheinz Roth


Zusammenfassung: Kostenverteilung Wohnungseigentümergemeinschaft


Der Sachverhalt ist ein wenig komplex.
Wir wohnen hier in einer Eigentumsanlage mit 6 Wohneinheiten, die von einer Hausverwaltung betreut wird, da wir die einzigen Eigentümer sind, die auch in der Wohnung leben.
Jedes Jahr findet eine Eigentümerversammlung statt, wo mit Stimmrecht Reparaturen etc für das nächste Jahr abgestimmt werden.

Dieses Jahr sollten die Häuser neu getrichen werden, was auch passiert ist. Mein Mann hat in Eigenleistung 2 Hausfassaden selbst gestrichen um Kosten zu sparen.Ebenso hat er in Eigenleistung das Gerüst mit auf-und abgebaut.

In der Versammlung wurde gestgelegt, das nach Splitting abgerechnet werden soll. Nachdem mein Mann selbst gestrichen hatte, meinte die Hausverwaltung, das es wohl vernünftiger wäre, die Kosten pro Partei und tatsächlichen angefallen Kosten abzurechnen.
Dies wurde leider nur mündlich genannt.
Zusätzlich sollten diese Kosten vom Privatvermögen bezahlt werden ( was nicht schriftlich bei der Jahresversammlung festgehalten wurde)

Nun schießt ein Eigentümer quer, und meinte, er möchte die Rechnung nach der Schlüsselnummer/Splitting abgerechnet haben. Lt. Hausverwaltung steht ihm das Recht nach Gesetz zu, auch weil es in der Versammlung schriftlich niedergeschrieben wurde.

Durch die Eigenleistung meines Mannes, haben sich die Gesamtkosten natürlich um einiges verringert, und wenn nun nach der Schlüsselnummer/Splitting abgerechnet wird, sind wir natürlich diejenigen, die nun verloren haben.
Weil nun die Kosten für uns sehr viel höher werden.
Gibt es hierzu eine Regelung, das die Eigenleistung trotz allem von unserer Rechnung abgezogen werden muß? Oder welche rechtlichen Möglichkeiten bestehen hier?

Da die Kosten nun erheblich höher werden, sind wir nun nicht mehr gewillt, dies von unserem Privatvermögen zu zahlen.
In der Gesamteinlage befinden sich 14.000 Euro. Davon eingezahlte Beträge von uns 3.500 Euro.Die Gesamtrechnung für die Fassadenrenovierung beläuft sich auf 7000 Euro. Weitere Sanierungsmaßnahmen sind in nächster Zeit nicht vorgesehen.

Auch wenn alle anderen Eigentümer abstimmen würden, das diese Renovierung privat bezahlt wird, gibt es doch noch für uns eine Möglichkeit, darauf zu bestehen, das die anfallenden Kosten von der Gesamteinlage bezahlt werden?? Kann uns lt. Gesetz überhaupt jemand dazu bestimmen, das solche Kosten aus dem Privatvermögen gezahlt werden, oder gibt es da eine Regelung, die die Einlage betrifft?

Wir sind auf jeden Fall im Moment stinksauer, weil viel Zeit und Geld durch die Eigenleistung erbracht wurde, und wir nun davon nichts haben sollen.

Ich bin schon sehr auf Ihre Antworten gespannt.

Mit freundlichen Grüßen

T. Hüttig





Einsatz editiert am 06.12.2013 00:52:12
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf der Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben wie folgt beantworte.
Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen, so dass die Beratung innerhalb dieses Forums lediglich eine erste rechtliche Orientierung in der Sache darstellt und keinesfalls die Beauftragung eines Anwalts ersetzen kann.

Dies vorausgeschickt wird das Folgende ausgeführt:


Die Wohnungseigentümergemeinschaft in der Eigentümerversammlung durch Mehrheitsbeschluss über die ordnungsgemäße Instandsetzung und Instandhaltung des gemeineschaftlichen Eigetums.

Die hierbei enstehenden Kosten tragen die Eigentümer gemeinschaftlich im Verhältnis ihrer Anteile nach § 16 Absatz 2 WEG.

Die Lasten des Gemeinschaftseigentums sowie die Kosten der Instandhaltung, Instandsetzung , sonstigen Verwaltung und eines gemeinschaftlichen Gebrauchs des Gemeinschaftseigentums sind subsidiär nach den jweiligen Miteigentumsanteilen zu verteilen, soweit die Wohnungseigentümer vom gesetzlichen Kostenverteilungsschlüssel keine abweichende Bestimmung getroffen haben.


Ich hoffe, dass ich Ihnen in der Sache weiterhelfen konnte.
Für eine kostenlose Rückfrage stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Sollten Sie eine darüber hinausgehende Vertretung in Erwägung ziehen, empfehle ich Ihnen eine Kontaktaufnahme über die unten mitgeteilte E-Mail-Adresse.




Mit freundlichen Grüßen
K. Roth
- Rechtsanwalt und zertifizierter Testamentsvollstrecker -

Rechtsanwaltskanzlei K. Roth
info@kanzlei-roth.de
www.kanzlei-roth.de
http://www.kanzlei-roth.de/kontakt.php
Tel. 040/317 97 380
Fax: 040/31 27 84
Johannisbollwerk 20
20459 Hamburg

Nachfrage vom Fragesteller 06.12.2013 | 01:32

Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort.
Leider haben Sie auf meine Frage, ob Eigenleistung in diesem Fall abgezogen werden kann nicht beantwortet.Und auch ist mir nicht wirklich klar, ob nun aus dem Privatvermögen oder der Einlage bezahlt wird.

Vielen Dank nochmal

Nachfrage vom Fragesteller 06.12.2013 | 01:39

Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort.
Leider haben Sie auf meine Frage, ob Eigenleistung in diesem Fall abgezogen werden kann nicht beantwortet.Und auch ist mir nicht wirklich klar, ob nun aus dem Privatvermögen oder der Einlage bezahlt wird.

Vielen Dank nochmal

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 06.12.2013 | 09:43

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihren Nachtrag.

Dem Wohnungseigentumsgesetz (WEG) ist eine tätige Mithilfe der/eines Wohnungseigentümer/s im Zuge der Durchführung der ordnungsgemäßen Verwaltung fremd.

Durch die Eigenleistungen werden die Kosten insgesamt vermindert.

§ 21 Absatz 5 Nr. 4 WEG fordert die Ansammlung einer angemessenen Instandhaltungsrücklage, wobei das Guthaben dieser Rücklage nicht für die Tilgung anderer Verbindlichkeiten verwendet werden darf.

Vor diesem Hintergrund sind die Instandhaltungskosten aus dem Topf der Rücklage zu finanzieren, so dass Sie Ihren Anteil nicht aus Ihrem Privatvermögen bestreiten müssen.


Mit freundlichen Grüßen
RA K. Roth

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