Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
462.022
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten

Abmahnung und enthebung des Traineramtes


| 29.12.2009 09:59 |
Preis: ***,00 € |

Vereinsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA



Wir sind ein eingetragener Verein. Wir haben einer Trainerin eine schriftliche Abmahnung erteilt. Ist diese gültig ??? Kann ein Verein eine Abmahnung aussprechen ?? Nach 2 Monaten hat der gesamte Vorstand die Trainerin des Amtes enthoben . Ist es auf Grund der Abmahnung auch hinfällig ???

MfG
Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Angaben wie folgt beantworte:

1. Zu unterscheiden ist zunächst, ob die Trainerin gegen Entgelt bei dem Verein beschäftigt ist. Dann wäre Sie als Arbeitnehmer zu qualifizieren, da die Tätigkeit in persönlicher Abhängigkeit weisungsgebunden erbracht wird. Die Folge eines solchen Arbeitsverhältnisses ist dann, dass der Arbeitvertrag der Trainerin und dessen Auflösung Kündigungsschutz nach dem Kündigungsschutzgesetz genießt.

Bei einem Verein als Arbeitgeber handelt es sich um einen Betrieb (§ 23 Abs. 1 KSchG). Weitere Voraussetzung für die Anwendung des Kündigungsschutzgesetzes ist, dass in der Regel fünf (10 für Arbeitsverträge nach dem 31.12.2003) oder mehr Arbeitnehmer beschäftigt werden.

Soweit die Voraussetzungen des Kündigungsschutzugesetzes erfüllt sind, besteht seitens der Trainerin die Möglichkeit gegen die Beendigung des Trainingsverhältnisses Kündigungschutzklage zu erheben.

2. Liegt kein entgeltlicher Trainervertrag vor und übt die Trainerin ihr Amt ehrenamtlich aus und wurde von dem Vorstand ausdrücklich hierzu beauftragt, kann der Vorstand dieses Auftragsverhältnis, §§ 662 ff. BGB jederzeit beenden.

Eine gesonderte oder vorherige Abmahnung bedarf es hierfür nicht. Insoweit ist zu beachten, dass der Vorstand die Verantwortung für die Trainerin trägt, § 664 BGB. Soweit die Trainerin aus welchen Gründen auch immer nicht mehr geeignet erscheint oder der Vorstand ihr das Vertrauen entzieht, ist das Auftragsverhältnis zu beenden.

3. Durch die Beendigung der ehrenamtlichen Trainerfunktion kann die Abmahnung Ihrer Wirkung nicht mehr entfalten. Gleichwohl besteht die Möglichkeit, dass sich etwaige Schadensersatzansprüche aus dieser Abmahnung herleiten lassen, wobei hier auch die Haftung des Vorstandes zu berücksichtigen wäre, der für die Auswahl der Trainer die Verantwortung zu tragen hat.

Ich hoffe Ihnen einen ersten hilfreichen Überblick verschafft zu haben.

Mit besten Grüßen


Bewertung des Fragestellers 01.01.2010 | 13:05


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Sehr schnelle und ausführliche Antwort.

Vielen Dank"