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Abmahnung und Sperrung von über ebay verkauften Ticktes


12.12.2008 13:37 |
Preis: ***,00 € |

Internetauktionen



Hallo,
ich habe Post von einer Betriebsgesellschaft mbH bekommen, in der mir "in einer zielgerichteten ebay-Recherche" vorgerworfen wird, dass ich "nachweislich" Karten über das Internetauktionshaus ebay angeboten habe.

Auszug:
"Gemäß Ziffer 6 unserer Allgemeinen Geschäftsbedingungen ist das Anbieten bzw. der Verkauf von Eintrittskarten über Ebay ausdrücklich untersagt.[..]

Die Konsequenzen können auch beim Verkauf von nur einer Eintrittskarte erfolgen.
Wir verweisen hier auf den ersichtilichen Zusatz auf jeder Eintrittskarte. Ein Zugang der angebotenen Eintrittskarten wird aufgrund des ebay-angebots nicht mehr gewährt, bzw. berechtigt den Inhaber nicht mehr zum Besuch der Veranstaltung. Bei Internetbestellungen haben sie die AGB akzeptiert, bevor die Bestellung erfolgte. Darüber hinaus sind die AGB bei der Übersendung der Karten auf der Rückseite der Rechnung vollständig aufgedruckt. Ferner findet sich ein weiterer Hinweis auf jedem Ticket."

Das Anbieten von Karten, unabhängig davon ob diese direkt über die Geselschaft, authorisierte Händler oder Privatpersonen erworben wurden verstößt gegen unsere AGB" [..]Dieses kann mit einer Vertragsstrafe i.H. v. 2500€ belegt werden.

"Aus diesem Grund machen wir eine Vertragsstrafe von 250€ geltend, die umgehend, spätestens bis zum zu zahlen ist" (es ist kein Datum angegeben).

Ebenso werde ich aufgefordert eine Unterlassungs- und Verpflichtungserklärung zu unterschreiben.

Jetzt meine Frage: Muss ich die Vertragsstrafe zahlen und die Erklärung unterschrieben, da ich die Karten für jemanden aus der Familie besorgt habe, sie aber nicht angeboten habe? Was derjenige macht ist doch dann seine Sache, oder?
Kann die Gesellschaft die Karten rechtmäßig einfach sperren lassen, so dass die Veranstaltung von wem auch immer nicht mehr besucht werden kann. Muss ich, oder ein Familienmitglied mit Rückforderungen der Käufer rechnen, wenn diesen der Eintritt verwehrt wird? Was sollte ich jetzt tun?


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Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich anhand der gegebenen Informationen und des Einsatzes wie folgt beantworte:

Ich gehe anhand Ihrer Schilderung davon aus, dass Sie die Karten vom Abmahner, beziehungsweise einem authorisierten Händler erworben haben, und sie dann zum Originalpreis oder darunter an ein Familienmitglied weitergegeben haben, welches die Karten über sein eigenes Profil privat (!) bei eBay angeboten hat.
Sollte ich mich bezüglich dieses Ablaufs irren, teilen Sie dies bitte mit, da sich die rechtliche Beurteilung dadurch deutlich ändern kann.

Sofern in den AGBs kein generelles Weiterverkaufsverbot niedergelegt ist, sondern nur der gewerbliche Weiterverkauf oder der Verkauf zu einem höheren als dem Originalpreis, kann man Ihnen keine Vertragstrafe auferlegen, wenn Sie die Karten privat und ohne gewinnerzielungsabsicht an ein Familienmitglied veräußert oder verschenkt haben.
Dementsprechend wären Sie auch nicht zur Abgabe einer Unterlassungs- und Verpflichtungserklärung verpflichtet.

Kriegentscheidend ist hier aber der genaue Wortlaut der betreffenden AGB, dessen Überprüfung den Rahmen dieser Online-Erstberatung sprengen würde.

Die AGBs entfalten auch keine Wirkung gegenüber Ihrem Familienmitglied als Weiterverkäufer, sofern dieses als Privatperson ohne gewinnerzielungsabsicht gehandelt hat (wettbewerbsrechtlich sähe das schon anders aus).

Eine Sperrung der Karten ist nicht unwahrscheinlich. Ob der Käufer Schadensersatz von Ihrem Familienmitglied verlangen kann, wird entscheidend davon abhängen, ob die Sperrung rechtmäßig erfolgt ist. Auch dies hängt vom genauen Wortlaut der AGBs ab.

Ich rate Ihnen dringend, einen Anwalt zu beauftragen, da Ihr Problem im Rahmen einer Online-Erstberatung nur überschlägig beantwortet werden kann und von vielen Einzelheiten abhängt, die die Rechtslage drastisch ändern können.
Selbstverständlich stehe ich Ihnen dafür gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Linda Möllney

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