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Ablehnung Teilzeitantrag


| 19.02.2011 01:53 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Astrid Hein




Am 06.09.2010 bin ich aus meiner Elternzeit zurückgekehrt und habe in einem Personalgespräch am gleichen Tag 08.00 Uhr erfahren, dass ich aufgrund meiner persönlichen Situation (alleinerziehend, 2 Kinder, 1 und 6 Jahre) nicht mehr als Leiterin im Kundenservice beschäftigt werde, sondern die neugeschaffene Stelle des Quality Management im Kundenservice übernehmen soll. Ich bin der noch neu einzustellenden Leitung unterstellt.Da ich an Kitazeiten gebunden bin, kann ich keine Überstunden machen, die aber erwartet werden. Mit der neuen Funktion behalte ich mein bisheriges Gehalt, brauche nur meine 8 Stunden(Vollzeit) arbeiten, besitze aber keine Personalverantwortung mehr und gehöre auch keiner Kaderstufe mehr an. Ich habe dem zugestimmt, da ich keine andere Wahl hatte. Daraufhin erhielt ich meine neue Stellenbeschreibung. Meinen AG habe ich mehrmals darauf hingewiesen, dass ich für die neuen Aufgaben eine entsprechende, flankierende Qualifizierung benötige, da diese nicht mein Spezialgebiet sind. Bis heute erfolgte diese nicht. Stattdessen habe ich Leitfäden erstellt und Coachingmaßnahmen durchgeführt. Am 31.01.11 habe ich einen Antrag auf Teilzeit von 40 auf 30 Stunden gestellt.Am 14.02.11 erhielt ich eine neue, noch umfangreichere Stellenbeschreibung.
Kurzbeschreibung: Qualitätssicherung, Qualitätsmanagement,Qualitätsbeauftragte, Entwicklung von QMS, Strategioen und QM-Instrumenten, Konzepterstellung, interne und externe Audits, Prozessanalyse usw...
Am 18.02.11 erhielt ich in einem Personalgespräch die Ablehnung meines Antrages mit der Begründung, dass die beantragte Arbeitszeit der betieblichen Organisationsform entgegensteht, da im Unternehmen(Versandhandel) grundsätzlich 40 Stunden Kräfte beschäftigt werden. Im Unternehmen sind ca. 100 MA beschäftigt.
Witerhin wird begründet:Die QM - Stelle kann nur als unteilbare Arbeit aus einer Hand verrichtet werden, die 40h in Anspruch nimmt und Einheitlichkeit gewährleistet sein muss.Ich bin die einzige MA im QM.Der AG kann das Kontingent der angestzten 40h nicht verändern,. So wären 2 MA erforderlich, wo dann aufgrund von Abstimmungsgesprächen zusätzliche Stunden anfallen würden usw.
Ich kann dies so nicht akzeptieren, da die Begründung aus Annahmen besteht. Die Stelle wird vom Vorgesetzten als sehr, sehr veantwortungsvoll und wichtig bezeichnet. In Wirklichkeit trage ich keine Verantwortung mehr,mache unterstützende Aufgaben je nach Priorität.Jetzt soll ich eine Prozessanalyse durchführen und Standards definieren, was meiner Einschätzung nach, auch an 6 Stunden pro Tag machbar ist. Was kann ich tun? Wie soll ich vorgehen? Muss ich eine Eingabefrist beachten?
Trifft nicht Ihr Problem? Wir haben 11 weitere Antworten zum Thema:
19.02.2011 | 06:04

Antwort

von

Rechtsanwältin Astrid Hein
197 Bewertungen
Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

hiermit nehme ich zu den von Ihnen aufgeworfenen Fragen unter Berücksichtigung des dargestellten Sachverhaltes wie folgt Stellung:

Grundsätzlich muss der Arbeitgeber einen Monat vor Beginn der gewünschten Teilzeit diese schriftlich ablehnen. Tut er dies nicht und kommt keine anderweitige Einigung zustande, so kommt die Verringerung einseitig durch den Arbeitnehmer zustande.

Nachdem dies nach Ihrer Schilderung noch nicht erfolgt ist, würde ich zunächst abwarten, ob eine solche Ablehnung fristgerecht schriftlich erfolgt und das weitere Vorgehen davon abhängig machen.

Versäumt der Arbeitgeber die Frist, wird das Arbeitsverhältnis gemäß Ihrem Antrag geändert. Der Arbeitgeber kann dann das Arbeitsverhältnis im Wege seines Direktionsrechts unter Umständen ändern.

Nach einer Ablehnung bleibt es bei Ihrem ursprünglichen Arbeitsverhältnis. Den Anspruch auf Teilzeit müssten Sie dann gegebenenfalls gerichtlich durchsetzen.

Abschließend möchte ich Sie noch auf Folgendes hinweisen: Bei der vorliegenden Antwort, welche ausschließlich auf Ihren Angaben basiert, handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes. Diese kann eine umfassende Begutachtung nicht ersetzen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung völlig anders ausfallen.

Ich hoffe Ihnen einen ersten Einblick in die Rechtslage verschafft haben zu können und verbleibe
mit freundlichen Grüßen


Astrid Hein
Rechtsanwältin


Nachfrage vom Fragesteller 19.02.2011 | 14:30

Sie haben meine Fragen nicht beantwortet. Die Ablehnung erfolgte entsprechend meiner Ausführung bereits am 18.02.11 also 18 Tage nach meiner Antragsstellung. Die Ablehnung erfolgte schriftlich in dem Gespräch,ich musste den Erhalt bestätigen. Was Sie mir bisher geantwortet haben, war mir bereits bekannt.Ich habe die Ablehnungsgründe angegeben, die ich nicht akzeptieren kann. Mir wurde in dem Gespräch mitgeteilt, dass mit 30h keine Qualifizierung erfolgt und die Stelle eine Vollzeitstelle ist. Mit einer Qualifizierung wäre ich aber wesentlich effektiver, statt wie jetzt mir mein Wissen zu den diversen Anforderungen zusammen zu "googeln". Was auch nicht gerade motivierend wirkt. Bitte prüfen Sie die angegebenen Ablehnungsgründe und gehen auf meine Fragen ein.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 20.02.2011 | 05:25

Sehr geehrte Fragesteller,

hiermit nehme ich zu Ihrer Nachfrage wie folgt Stellung:

Dass die Ablehnung in dem Gespräch schriftlich erfolgte ging aus Ihrer Schilderung für mich nicht hervor.

Die Tatsache, dass der Arbeitgeber in seinem Betrieb „grundsätzlich" Mitarbeiter im Rahmen einer 40 – Stunden – Woche beschäftigt werden ist kein dringender betrieblicher Grund, der eine Ablehnung der Teilzeitstelle beschäftigt.
Die Einheitlichkeit der Funktion wäre meiner Meinung nach ein berechtigter Grund. Ob die Stelle tatsächlich im Rahmen einer Teilzeitstelle bewältigt werden kann, ist Tatfrage und gegebenenfalls gerichtlich zu klären.

Ich hoffe Ihnen nun weitergeholfen zu haben und verbleibe
mit freundlichen Grüßen


Astrid Hein
Rechtsanwältin

Bewertung des Fragestellers 2011-02-21 | 08:29


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"Ich hatte das Gefühl, dass meine Anfrage nur "überflogen" wurde und pauschal beantwortet wurde. Erst ein nochmaliges Nachfragen brachte mir Antworten für meinen Sachverhalt. Dennoch wurde meine Frage nach einer Eingabefrist nicht beantwortet."
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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 2011-02-21
3,2/5.0

Ich hatte das Gefühl, dass meine Anfrage nur "überflogen" wurde und pauschal beantwortet wurde. Erst ein nochmaliges Nachfragen brachte mir Antworten für meinen Sachverhalt. Dennoch wurde meine Frage nach einer Eingabefrist nicht beantwortet.


ANTWORT VON
Rechtsanwältin Astrid Hein
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