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Abfindungszahlung


17.11.2008 14:02 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Guten Tag,

ich beziehe mich auf meine Frage vom 13.11.2008 (http://www.frag-einen-anwalt.de/forum_topic.asp?topic_id=49347)

Das Arbeitsverhältnis soll zum 30.11.2008 per Aufhebungsvertrag beendet werden. Die Zahlung soll im Januar 2009 erfolgen, nur da ich dann ja nicht mehr dort beschäftigt bin, hat der Arbeitgeber auch keine Lohnsteuerkarte mehr von mir.
Nach welcher Steuerklasse würde er abrechnen ?
Da ich auf jeden Fall nach Steuerklasse III besteuert werden möchte, muß ich dann noch den Steuerkarteneintrag für 2008 ändern lassen, von IV auf III.

Vielen Dank
Krabi
17.11.2008 | 15:07

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

ich beantworte gerne Ihre Frage im Rahmen einer Erstberatung unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes.

Hier kommt die Abfindung im Monat Januar 2009 zur Auszahlung, obwohl Sie dann schon einen neuen Arbeitgeber haben, dem Sie auch die Lohnsteuerkarte 2009 vorlegen müssen. Wenn es günstiger ist, sollten Sie die Lohnsteuerkarte von IV auf III umstellen lassen (der Ehegatte hat dann die V).

Sie können nach Abgabe der Lohnsteuerkarte 2009 dort beim neuen AG dann die Karte nicht einfach zurück verlangen.

Sie sollten also versuchen, die neue Karte zunächst dem bisherigen Arbeitgeber zu überlassen.

Wenn der bisherige Arbeitgeber bereits im Januar 2009 vor dem neuen Arbeitgeber die für Sie günstige Lohnsteuerkarte enthält, kann er doch die Abfindung nach der günstigeren Steuerklasse und nicht der Klasse VI berechnen, wenn die Abrechnung zwingend (s. unten) über die zweite Lohnsteuerkarte (immer Klasse VI) erfolgen müsste.

Dabei wird er von Ihnen das weitere Bruttojahresarbeitsgehalt als Information anfordern, da er nach den Verwaltungsvorschriften in den Lohnsteuerrichtlininen nur dann die voraussichtliche Lohnsteuer annäherend korrekt berechnen kann. Diese Information müssen Sie ihm erteilen, sonst rechnet er nicht nach der sog. Fünftel-Regelung ab.

Der Arbeitgeber haftet ja für die Lohnsteuer und müsste bei zu niedriger Ermittlung nach einer Prüfung den Fehlbetrag zahlen.

Dann soll er Ihnen rasch die Lohnsteuerkarte wieder zurück geben, damit Sie sie rechtzeitig beim neuen Arbeitgeber für die laufende Gehaltsabrechnung Januar 2009 vorlegen können.

Der neue Arbeitgeber erkennt die Abrechnung einer Abfindung nicht, da dies nicht auf der Lohnsteuerkarte eingetragen wird sondern lediglich im Rahmen der Lohnsteuerbescheinigung erscheint, die der Arbeitgeber online an das Finanzamt übermittelt und Ihnen einen Ausdruck davon zur Erstellung Ihrer persönlichen Einkommensteuererklärung gibt. Sie haben dann für das Jahr 2009 mindestens zwei Lohnsteuerbescheinigungen.

Ich hofffe, ich konnte Ihnen einen ersten Hinweis geben,

mit freundlichen Grüßen

M. Zerban
Rechtsanwältin
Steuerberaterin


Die Vorschrift lautet wie folgt:

R 39b.6 Einbehaltung der Lohnsteuer von sonstigen Bezügen

Sonstige Bezüge nach Ende des Dienstverhältnisses
(3)
Werden sonstige Bezüge gezahlt, nachdem der Arbeitnehmer aus dem Dienstverhältnis ausgeschieden ist, und bezieht der Arbeitnehmer zur Zeit der Zahlung des sonstigen Bezugs Arbeitslohn von einem anderen Arbeitgeber, hat er dem Arbeitgeber für die Besteuerung des sonstigen Bezugs eine zweite oder weitere Lohnsteuerkarte vorzulegen. Der sonstige Bezug ist dann nach § 39b Abs. 3 EStG unter Anwendung der Steuerklasse VI zu besteuern. Bezieht der Arbeitnehmer zur Zeit der Zahlung des sonstigen Bezugs keinen Arbeitslohn von einem anderen Arbeitgeber, ist der sonstige Bezug nach § 39b Abs. 3 EStG auf Grund einer ersten Lohnsteuerkarte zu besteuern. Der voraussichtliche Jahresarbeitslohn ist dann auf der Grundlage der Angaben des Arbeitnehmers zu ermitteln. Macht der Arbeitnehmer keine Angaben, ist der beim bisherigen Arbeitgeber zugeflossene Arbeitslohn auf einen Jahresbetrag hochzurechnen. Eine Hochrechnung ist nicht erforderlich, wenn mit dem Zufließen von weiterem Arbeitslohn im Laufe des Kalenderjahres, z. B. wegen Alters oder Erwerbsunfähigkeit, nicht zu rechnen ist.


Nachfrage vom Fragesteller 17.11.2008 | 15:58

Sehr geerhrte Frau Zerban,

in meiner Frage schrieb ich

Zitat:
ich beziehe mich auf meine Frage vom 13.11.2008 (http://www.frag-einen-anwalt.de/forum_topic.asp?topic_id=49347)
Zitat Ende:

Ich wäre ihnen dankbar wenn sie sich das auch durchlesen würden, dann wüßten sie das ich keinen neuen Arbeitgeber habe und vor habe auszuwandern.

Hier nochmal meine Frage.

ich beziehe mich auf meine Frage vom 13.11.2008 (http://www.frag-einen-anwalt.de/forum_topic.asp?topic_id=49347)

Das Arbeitsverhältnis soll zum 30.11.2008 per Aufhebungsvertrag beendet werden. Die Zahlung soll im Januar 2009 erfolgen, nur da ich dann ja nicht mehr dort beschäftigt bin, hat der Arbeitgeber auch keine Lohnsteuerkarte mehr von mir.
Nach welcher Steuerklasse würde er abrechnen ?
Da ich auf jeden Fall nach Steuerklasse III besteuert werden möchte, muß ich dann noch den Steuerkarteneintrag für 2008 ändern lassen, von IV auf III.

Vielen Dank
Krabi

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 17.11.2008 | 17:29

Sehr geehrter Fragesteller,

zunächst konnte ich die frühere Frage nicht finden.

Ihre Fragestellung zeigt auf, dass Ihr steuerrechtlichen Fragen noch komplexer sind als Sie sie hier erfragen.

Ich hatte auf Ihre Frage jedoch auch im Rahmen dieser Beantwortung geantwortet: Wenn Sie nach Klasse III besteuert werden wollen, dann müssen Sie beide Lohnsteuerkarten ändern lassen, Ihre auf III und die des Ehegatten auf V. Sie müssen dann aber beide noch im Januar 09 in Deutschland gemeldet sein, damit die unbeschränkte Steuerpflicht greift. Bei Abmeldung bis 31.12.08 folgt im Jahr 2009 die Besteuerung als beschränkt Steuerpflichtiger, die Steuer wird höher ausfallen, da dann einige Steuervergünstigungen wegfallen.

Bei Beibehaltung der unbeschränkten Steuerpflicht folgt daraus allerdings, dass Sie dann auch die ausländischen Einkünfte je nach DBA (Doppelbesteuerungsabkommen) in den Progressionsvorbehalt einbeziehen müssen.Dies ist jedoch noch nicht beim Lohnsteuerabzug zu berücksichtigen. Es geht aus Ihren Angaben nicht hervor, wohin Sie auswandern.

Auf jeden Fall müssen Sie dann noch eine Steuererklärung im Jahr 2010 für 2009 abgeben.

Ich empfehle Ihnen, sich gründlich beraten zu lassen, wenn Sie die Steuerbelastung in etwa ermitteln wollen. Ich kann dies gerne für Sie durchführen.


Mit freundlichen Grüßen

M. Zerban
Rechtsanwältin
Steuerberaterin

Mit freundlichen Grüßen

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