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Abfindung !?


09.08.2017 12:15 |
Preis: 51,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Zusammenfassung: Abfindungsanspruch bei Aufhebungsvertrag als Angebot durch den Arbeitgeber


Ich bin im November 4 Jahre in der Firma tätig habe seit zwei Jahren einen unbefristeten Festvertrag.
Unsere Firma ist vorbelastet was das Thema Mobbing Schikane ect.
Betrifft.
Es ist schon das dritte Projekt mit Psychologen die in der Firma tätig sind wegen dieser Problematik Vetternwirtschaft Mobbing und so weiter.
Seit Anfang des Jahres habe ich einen neuen Vorgesetzten mit dem ich mich vorher nie gut verstanden habe durch Mobbing öffentliche Schikane bin ich krank geworden Schlafstörungen Depression und bin seit längerem krankgeschrieben.
Eine Vorgesetzter hat mir klar und deutlich gemacht das für mich nicht in seinem Team haben will. Jetzt wurde ich eingeladen zu einem Gespräch mit dem Personalchef und mir wurde ein Angebot unterbreitet 3 Monate bezahlt und 5000 € Abfindung.
Jetzt warten sie auf ein Gegenangebot.
Ich verdiene ca 2170 € netto das macht dann 2650 brutto in etwa.Was mich jetzt interessiert was kann ich maximal rausholen.
Da ich aktuell noch krankgeschrieben bin und die Firma schuld ist Beweise gibt's genug was habe ich für Möglichkeiten.
Vielen Dank
09.08.2017 | 13:03

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Sie haben die Möglichkeit einen Aufhebungsvertrag zu schließen und dort sämtliche Regelungen zur Abwicklung/Aufhebung des Arbeitsvertrags treffen.
Sie können Kündigungsfristen vereinbaren, wie auch die Bezahlung während der Freistellung und natürlich eine Abfindung vereinbaren. Eine Regelung sollte auch die Note des qualifizierten Zeugnisses betreffen. Ferner sollte auch eine Regelung zur Urlaubs- und Überstundenabgeltung getroffen werden.

Sie müssen aber bedenken, dass Sie zumeist eine dreimonatige Sperrzeit von der Agentur für Arbeit erhalten.

Die Abfindung ist für die meisten Arbeitnehmer der interessante Teil des Aufhebungsvertrags. Hier ist es, da man sich außerhalb des Kündigungsschutzgesetzes bewegt, eine Sache der Verhandlung.
Die Abfindungshöhe geht von 0,25 Gehältern pro Beschäftigungsjahr bis zu 1,0 Gehältern pro Beschäftigungsjahr. Dieser Rahmen wird auch als Regelabfindung bezeichnet und als angemessen erachtet.

Für die Beantwortung der Abfindungshöhe ist stets der Einzelfall zu betrachten. Hierbei ist der Kündigungsschutz relevant (Gibt es einen Grund oder will der Arbeitgeber Sie nur loswerden?), wollen Sie schnell aus dem Arbeitsverhältnis ausscheiden; gibt es einen Sozialplan beim Arbeitgeber, ist der Arbeitgeber solvent; gibt es Boni und Provisionen, die noch zu regen sind, usw.

Danach richtet man dann den Anspruch. Als "Daumengröße" mag aber die Regelabfindung von ca. 1 Bruttomonatsgehalt pro Beschäftigungsjahr ausreichen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Michael Wübbe

Nachfrage vom Fragesteller 09.08.2017 | 13:08

Vielen Dank für die rasche Antwort. Ich bin nicht der einzige der Betroffenen ist aber der neue Vorgesetzte will einfach Personal absägen. Wurde zu einem Gespräch geladen und mir wurde ein Angebot unterbreitet Aufhebungsvertrag ich würde drei Monate voll bezahlt bekommen und 5000 € brutto.
Mir wurde gesagt wenn ich diesen Aufhebungsvertrag unterschreibe solle ich direkt zum Arbeitsamt damit ich nach den 3 Monaten keine Sperre bekomme ich weiß nicht ob das stimmt.
Meine Frage die noch offen ist falls ich mich auf den Aufhebungsvertrag einlasse obwohl ich ja noch krankgeschrieben bin bis auf weiteres was ist das Maximum was ich rausholen könnte.
Da ich aus der Unterhaltung heraushören konnte das auf jeden Fall noch Spielraum da ist und ich lieber länger bezahlt werden will als irgend eine Abfindung von der sowieso die Hälfte ansteuern drauf geht.
Vielen lieben Dank schonmal im voraus

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 09.08.2017 | 13:16

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Nachfrage, die ich gern wie folgt beantworten möchte.

Wie schon oben geschrieben, ist es nicht möglich einfach so eine Hausnummer zu nennen. Als ungefähre Mindestgröße wären die bereits oben genannten 1,0 Bruttogehälter pro Beschäftigungsjahr zzgl. etwaiger Bonuszahlungen und Gratifikationen etc. Das ergibt sich dann aus dem Arbeitsvertrag. Damit wären Sie bei mindestens 10.600,00 € (4*2.650,00 €). Die Kündigungsfrist ergibt sich aus Ihrem Arbeitsvertrag. Ansonsten gilt die gesetzliche Kündigungsfrist (§ 622 BGB). Die drei Monate sind daher akzeptabel.

Es ist richtig, dass Sie sich umgehend beim Arbeitsamt melden müssen. Voraussichtlich erhalten Sie aber eine Sperre.

Ihre Krankschreibung hat keinen Einfluss auf eine Kündigung oder den Abschluss eines Aufhebungsvertrags.

Mit freundlichen Grüßen

RA Wübbe (Köln)

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