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Ab wann ist Prostitution nicht mehr privat


30.12.2009 16:36 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Holger J. Haberbosch



Hallo,

ich habe mitte Dezember auf der Internetplattform gesext.de eine Dame ersteigert.
Nun gab es erhebliche Probleme nach dem 2. Treffe, so dass ich mich gezwungen sehe mich selbst abzusichern.

Ich habe die Dame einmal über gesext.de gekauft und einmal privat per SMS-Kontakt. In ihrer Auktion gibt die Dame an "rein privat" zu ersteigern, und dass sie einem festen Job nachginge.
Anhand ihrer Bewertungen dort muss ich davon ausgehen, dass die Dame nicht nur rein privat dort ist (Im Dezember ca. 10 Bewertungen+private Treffen)
Nun würde ich gerne die Steuerliche Seite wissen, ist das schon gewerbsmäßig oder läuft das noch unter "privat".
Kann ich, falls dies nicht unter privat fällt, mein Geld von der Dame zurück verlangen? Pro Treffen sind, inkl. Hotel,Fahrt etc., ca 250 EUR angefallen, also ca 500 EUR...
Da es nach dem zweiten Treffen auch Drohungen ihrerseits (Vergewaltigung) gab bitte ich Sie auch hierzu Stellung zu nehmen.
Des Weiteren hatte Sie mir gedroht die Sache in meinem Umfeld publik zu machen.

Für ihre Antwort bin ich Ihnen sehr dankbar
Sehr geehrter Fragesteller,

ich möchte Ihre Fragen anhand des dargestellten Sachverhaltes und des ausgelobten Einsatzes wie folgt beantworten:



Bei der Abgrenzung einer gewerblichen Tätigkeit zu einer privaten geht man davon aus dass es sich um eine gewerbliche Tätigkeit handelt sofern eine auf gewisse Dauer angelegte Tätigkeit mit Gewinnerzielungsabsicht besteht.
Nach Ihren Angaben handelt es sich daher um eine gewerbliche Tätigkeit, steuerlich gesehen.



Dies hat aber keine Auswirkung auf die von Ihnen getätigte Zahlung, da die Abgrenzung rein steuerlicher Art ist und nur für die Frage der Besteuerung an Bedeutung gewinnt.



Hinsichtlich einer möglichen Anzeige wegen Vergewaltigung kann man nur ganz allgemein urteilen. Um sich bei einer möglichen Falschanzeige behaupten zu können, sollten Sie das Angebot ausdrucken oder digital sichern um die Anbahnung des "Geschäftes" später beweisen zu können.



Auch die Aussage die Sache publik zu machen ist sehr allgemein gehalten. Hier könnten Unterlassungsansprüche, die Beweisbarkeit der Aussage vorausgesetzt, bestehen sofern Ihre berechtigten Interessen verletzt werden, bspw. bei diffamierende Bekanntgabe über das Internet, an den Arbeitgeber oder ähnliches.

Nachfrage vom Fragesteller 30.12.2009 | 18:00

Danke für ihre Antwort.
Leider konnte ich daraus nicht meine Rückschlüsse ziehen.
A)Kann ich aus den 2 Treffen eine Ersatzzahlung o.ä. erhalten, weil in der Auktion "privat" steht, dies aber nicht so war?
Wardies dann nicht eine Täuschung?

B)Wie schütze ich mich selbst am besten? Ich möchte weder, dass dies in meinem Umfeld bekannt wird(zumindest einige Kreise davon) noch das mir selbst etwas passiert.

Derzeit habe ich den kompletten Schriftverkehr archiviert und an diverse Bekannte weitergegeben.

Freundliche Grüße

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 30.12.2009 | 18:06

Sehr geehrter Fragesteller,

ich möchte Ihre beiden Nachfragen wie folgt beantworten:

1. Selbst wenn Sie über die Tatsache "privat" getäuscht wurden, so hat dies ja letztlich keine Auswirkung. Ein sogenanntes Mängelrecht gibt es bei der Prostitution nicht, letztlich wäre auch allein die Tatsache der Beschreibung privat statt gewerblich kein Mangel.

2. Um einen Unterlassungsanspruch geltend zu machen, müssten Sie zunächst die Gefahr der Bekanntgabe beweisen, d.h. schriftliche Aussagen der Gegnerin in der diese droht die Sache im Internet o.ä. zu verbreiten, dann könnten Sie vorbeugend gerichtlich vorgehen, anderenfalls eben nur sobald die Bekanntgabe erfolgt ist.

Wenn Sie gleichzeitig bedroht werden, können und sollten Sie dies der Polizei melden, allerdings empfiehlt sich auch hier die Beweisbrakeit der Aussagen zu sichern, da ansonsten Aussage gegen Aussage steht.

Ich hoffe Ihre Nachfragen ausreichend beantwortet zu haben und verbleibe mit freundlichen Grüßen

Haberbosch

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