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ALG ! Überbrückung


| 15.12.2011 12:16 |
Preis: ***,00 € |

Sozialrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Maike Domke



Hallo zusammen! Ich hoffe, mir kann jemand helfen!
Mein Sohn hat zum 1.12.2011 einen Job bekommen, übers AA, welcher aber befristet ist bis zum 31.12.2011...(AMAZON). Ob an eine Weiterbeschäftigung zu denken ist, erfährt er erst kurz vor dem 31.12.....hoffen wir mal!
Problem besteht darin, dass ich ihn täglich hin und zurück fahren muss, da bei den verschiedenen Schichten kein Hin- oder Zurückkommen ist, weder mit Bus noch mit Bahn. Nächstes Problem: Er bekommt sein erstes Gehalt erst am 15.01.2012. Alg 1 hat er das letzte Mal Ende November für November bekommen!
Die Benzinkosten fressen uns auf und jetzt habe ich nicht mehr viel, auch er nicht. Haben auch schon wegen Mitfahrgelegenheiten gesucht(schwarzes Brett bei Amazon, etc), doch bis jetzt noch keinen Erfolg.
Anfangs war die Rede seitens Amazon, dass man immer Mitfahrgelegenheiten findet bei 3000 Beschäftigten, tja, aber wann. Die meisten kommen aus anderen Städten!

Laufe nun schon seit drei Tagen mit seiner Vollmacht zum AA und heute war ich beim Teamleiter. Er erklärte mir, dass meinem Sohn weder Überbrückungsgeld, noch Einstiegshilfe noch sonstwas zusteht, außer Mobilitätshilfe, aber auch nur für den halben Dezember bei befristeten Vertraegen....und da ich erst heute gekommen wäre, stünden ihm nur noch 8 Tage zu(ca. 30 Euro gesamt).. Alles wäre 2010 im SGBIII gestrichen worden und würde nur noch ALG 2 Empfänger zustehen! Auch Darlehen würde er nicht bekommen!

Kann das alles wirklich wahr sein....wir stehen hier und wissen nicht wie er die nächsten 4 Wochen zur Arbeit kommen soll. Wäre für eine Antwort dankbar

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Sehr geehrte Ratsuchende,
vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich im Rahmen einer Erstberatung wie folgt beantworten möchte:
Wenn Sie bzw. Ihr Sohn insoweit mittellos sind, dass Sie die Fahrtkosten zu der Arbeitsstelle nicht mehr bezahlen können, besteht die Möglichkeit, sich das Jobcenter zu wenden und Hilfe zum Lebensunterhalt nach SGB II zu beantragen. Hierbei würde es sich um ergänzende Leistungen handeln, die man trotz einer Beschäftigung beantragen und die auch einem ALG 1 Anspruch im Falle einer Arbeitslostigkeit nicht entgegenstehen.

Dies ist auch leider kein Einzelfall. Immer mehr Erwerbstätige sind auf ergänzende Leistungen angewiesen.

Dann steht Ihnen auch ein Vorschuss, der von der Behörde nach § 42 SGB I zu zahlen ist. Gehen Sie mit einem Beistand – nicht allein – zum Jobcenter und schildern Sie dort Ihre Situation. Lassen Sie nicht abwiegeln.

Die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben. Bei meiner Antwort handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes, die eine vollumfängliche Begutachtung des Sachverhalts nicht ersetzen

Nachfrage vom Fragesteller 15.12.2011 | 13:25

Erst einmal DANKE für die ersehnte Antwort!
Zu ihren Ausführungen, was das Jobcenter angeht-da war ich auch heute morgen. Doch sie sagten mir, dass ich zur zuständigen Sachbearbeiterin meines Sohnes müsste. Sie könnten NICHTS für ihn machen, da er vor der Arbeitsaufnahme keine ALG 2 Bezieher war. Da die besagte Dame nicht vor Ort war, bin ich direkt zum Teamleiter gegangen, der mir dann die in der Anfrage an ihnen besagten Argumente ausführlich schilderte. Kurz gesagt: kein Anspruch!
Das einzige was er mir mitgab, war ein Formular mit dem Namen "Antrag auf Gewährung einer Förderung aus dem Vermittlungsbudget gem. § 45 SGB III für die Aufnahme einer versicherungspflichtigen Beschäftigung"! Und mit den bekannten Sätzen, dass es erst ab Antragstellung gilt und mein Sohn aufgrund des Antrages, den ich ja morgen erst abgeben kann, lediglich noch für ca. 8 Tage Fahrtkosten erhält - ca 30-40 Euro!
Von einem Paragraphen 42 war nicht die Rede.

Wenn ich morgen dort vorstellig werde, wie mache ich die Ansprüche am besten geltend? (§42)Sie werden mich bestimmt versuchen abzuwimmeln.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 15.12.2011 | 13:34

Sehr geehrte Ratsuchende,

die Dame des Jobcenters befindet sich im Irrtum, wenn sie behauptet, es bestehe kein Anspruch. Wenn Ihr Sohn die Fahrtkosten nicht tragen kann, bliebe als Alternative die Arbeitsaufgabe.
Das kann es ja wohl nicht sein.

Ich weiß, dass es sehr schwer ist, besonders kurzfristig, das Jobcenter zu einer Zahlung zu bewegen. Gehen Sie noch einmal - zu zweit - dorthin und beantragen einen Vorschuß nach § 42 SGB I auf Leistungen zu Sicherung des Lebensunterhaltes. Teilen Sie des weiteren mit, dass Sie ansonsten einen Eilantrag bei dem zuständigen Sozialgericht einreichen werden, was mit zusätzlichen Kosten verbunden ist.
Mehr kann ich Ihnen leider nicht raten außer für den Fall einer erneuten Ablehnung tatsächlich das Sozialgericht anzurufen.

Mit freundlichen Grüßen
Maike Domke
- Rechtsanwältin -

Bewertung des Fragestellers 15.12.2011 | 13:50


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