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6 Monate Krankengeld - Rückkehr in die GKV


| 18.12.2009 20:40 |
Preis: ***,00 € |

Sozialrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Britta Möhlenbrock



Guten Abend,

ich bin privat krankenversichert habe aber in diesem Jahr aufgrund gesundheitlicher Probleme 6 Monate Krankengeld bezogen ( insgesamt ca. 16500 Euro) . Das Gesamtjahresbrutto beläuft sich auf ca.26000 Euro (ohne Krankengeld) .Kann ich damit wieder in die GKV wechseln?

MfG


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Sehr geehrter Ratsuchender,

auf der Grundlage des von Ihnen angegebenen Sachverhalts beantworte ich Ihre Anfrage hiermit im Rahmen einer Erstberatung wie folgt:

Ich setze in Ihrem Fall im Hinblick auf Ihre Frage voraus (da Sie keine weiteren Angaben machen), dass Sie bisher in der privaten Krankenversicherung versichert waren, weil Sie als Angestellter die Jahresarbeitsentgeltgrenze überschritten und nicht etwa, weil sie Selbständiger wären.

Tatsächlich entscheidet die Jahresarbeitsentgeltgrenze darüber, ob Versicherungspflicht oder Versicherungsfreiheit besteht (§ 6 SGB V). Sie wird aus diesem Grunde auch Versicherungspflichtgrenze genannt.

Die Jahresarbeitsentgeltgrenze wird zum Ersten eines jeden Jahres vom Bundesarbeitsministerium neu festgelegt und betrug für 2009 für die Krankenversicherung und Pflegeversicherung 4.050 Euro im Monat oder 48.600 Euro im Jahr.

Fällt ein Arbeitnehmer im laufenden Kalenderjahr mit seinem Jahresarbeitseinkommen unter die Versicherungspflichtgrenze, so tritt die gesetzliche Versicherungspflicht sofort wieder ein.

Allerdings ist nach § 6 Abs. 4 Satz 5 SGB V für Zeiten, in denen bei fortbestehendem Beschäftigungsverhältnis kein Arbeitsentgelt erzielt worden ist, insbesondere bei Arbeitsunfähigkeit nach Ablauf der Entgeltfortzahlung sowie bei Bezug von Entgeltersatzleistungen, ein regelmäßiges Arbeitsentgelt in der Höhe anzusetzen, in der es ohne die Unterbrechung erzielt worden wäre (und damit nicht das „Krankengeld“).

Insofern ist bei Ihnen trotz des Bezuges der Entgeltersatzleistung weiterhin von einem Überschreiten der Jahresarbeitsentgeltgrenze auszugehen, wenn ohne die Krankheit für das weitere halbe Jahr ebenfalls EUR 26.000 brutto erzielt worden wären.

Eine Wiederaufnahme in die Gesetzliche Krankenversicherung ist nur möglich, wenn Ihre Einkünfte unter die Versicherungspflichtgrenze sinken.

Wenn Sie allerdings älter als 55 Jahre sind, müssen Sie ohnehin weiter in der Privaten bleiben.Personen die nach Vollendung des 55. Lebensjahres krankenversicherungspflichtig werden, bleiben krankenversicherungsfrei, wenn sie in den letzen 5 Jahren vor Eintritt der Versicherungspflicht nicht gesetzlich krankenversichert waren (siehe im Einzelnen § 6 Abs. 3a SGB V).

Der Gesetzgeber will vermeiden, dass in jungen Jahren von den niedrigen Beitragssätzen der privaten Krankenversicherer profitiert wird und im Alter dann mit einem Wechsel steigende Beiträge vermieden werden sollen.

Bitte beachten Sie, dass die Erstberatung in diesem Untermenü der Plattform keiner ausführlichen Prüfung einer Sach- und Rechtslage entsprechen kann.

Ich hoffe, Ihnen Ihre Fragen im Rahmen einer ersten rechtlichen Einschätzung hinreichend beantwortet zu haben.


Mit freundlichen Grüßen
Bewertung des Fragestellers 23.12.2009 | 10:52


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