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2 Unterhaltsberechtigte Kinder & 2. Ehefrau (schwanger)


18.11.2004 19:42 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Guten Tag,

es liegt folgende Situation vor:

Ich bin zum zweiten Mal verheiratet und habe aus erster Ehe zwei Kinder. Sie sind 6 und 8 Jahre alt. Für die Kinder zahle ich zur Zeit 455 Euro (pro Kind 227,50 Euro pro Kind). Unterhalt für meine Ex-Frau muss ich nicht zahlen.
Mein Durchschnittseinkommen ist 1600 Euro.

Meine jetzige Frau erhält noch 507 Euro Bafög. Jedoch läuft die im Januar aus, da wir Nachwuchs erwarten. Sie hat einen Sohn (8 Jahre) mitgebracht. Für ihn erhält sie Kindergeld und 150 Euro Unterhalt, da der Vater nicht mehr zahlen kann.

Meine Frage ist nun folgende:
1. Wie hoch ist der Unterhalt den ich für meine Kinder bezahlen muss, wenn meine Frau kein Bafög mehr erhält?
2. Wie hoch wird der UNterhalt sein, wenn der Nachwuchs da ist?
3. Und was ist, wenn meine Frau im Oktober wieder Studierende ist. Wird ihr Bafög dann bei der Unterhaltsberechnung mit angerechnet?

ich würde mich über eine Antwort sehr freuen...

18.11.2004 | 20:11

Antwort

von


162 Bewertungen
Rechtsanwalt Klaus Wille
Breite Str. 147 - 151
50667 Köln


Sehr geehrte Damen und Herren,

vielen Dank für Ihre Antwort.


Zu Ihren Anfragen.

Fragen 1 und 3:
Der Unterhalt für die Kinder wird anhand der Düsseldorfer Tabelle berechnet. Berücksichtigt wird nur Ihr (!) Einkommen.

Legt man eine Einkommen in Höhe von 1600 EUR netto als unterhaltsrelevant an, so sieht die Rechnung wie folgt aus:

Die Berechnung erfolgt auf der Basis der Düsseldorfer Tabelle.
Es besteht eine Unterhaltspflicht gegenüber Ihren beiden Kidnern (6 und 8 Jhare). Ich unterstelle, daß das Kindergeld wird an Ihre Frau gezahlt gezahlt wird. Die Höhe des Kindergeldes beträgt zum 18.11.2004 308,00 €

Ihr Nettoeinkommen aus Erwerbstätigkeit beträgt 1.600,00 €
./. berufsbedingte Aufwendungen pauschal mit 5,00% 80,00 €
Daraus ergibt sich für Sie:anrechenbares Einkommen 1.520,00 €

Der Kindesunterhalt wird wie folgt berechnet:
Der Unterhaltspflichtige ist zur Berechnung des Kindesunterhaltes auf der Basis eines Einkommens in Höhe von 1.520,00 € in Einkommensstufe 3,00 eingruppiert worden.

Kind 1 (6), Tabellenunterhalt: 275,00 €

Bei Anrechnung des Kindergeldes ist § 1612 b Abs. V BGB zu beachten, da der Mindestbedarf des Kindes von 135% des Regelbedarfs 326,00 € nicht gedeckt wird.

Die Differenz zwischen Mindestbedarf und Leistungsfähigkeit des Unterhaltspflichtigen beträgt: 326,00 € - 275,00 € = 51,00 €
auf Kind 1 entfallender Kindergeldanteil: 77,00 €

Nach § 1612 b Abs. V BGB anrechnungsfreier Kindergeldanteil:26,00 €
./. Kindergeld: -26,00 €
Zahlbetrag zugunsten des Kindes durch Sie: 249,00 €

Kind 2 (8) Tabellenunterhalt: 275,00 €

Bei Anrechnung des Kindergeldes ist § 1612 b Abs. V BGB zu beachten, da der Mindestbedarf des Kindes von 135% des Regelbedarfs 326,00 € nicht gedeckt wird.

Die Differenz zwischen Mindestbedarf und Leistungsfähigkeit des Unterhaltspflichtigen beträgt: 326,00 € - 275,00 € = 51,00 €
auf Kind 2 entfallender Kindergeldanteil: 77,00 €

Nach § 1612 b Abs. V BGB anrechnungsfreier Kindergeldanteil:26,00 €
./. Kindergeld: -26,00 €
Zahlbetrag zugunsten des Kindes durch Sie: 249,00 €

Daraus folgt, daß beide Kinder je 249 EUR erhalten müßten.

Die Gesamtunterhaltsforderung gegen Sie beträgt daher 498,00 €

Sie werden vielleicht weniger zahlen müssen, weil bei der Festsetzung des Unterhalts ein geringeres Einkommen zugrunde gelegt wurde oder Schulden beachtet worden sind. Es kann auch sein, daß noch keine Anpassung an die neue Altersstufe stattgefunden hat, denn das jüngste Kind ist gerade in die zweite Altersstufe der Düsseldorfer Tabelle gekommen.

Fragen 2:
Der Unterhalt für den Nachwuchs muß zumindest bei der Berechnung berücksichtigt werden. Dann würde aber eine sehr komplizierte Mangelfallberechnung auf uns zukommen. Hier rate ich Ihnen einen Anwalt aufzusuchen. Denn hier spielen zu viele Faktoren mit, als daß dies in diesem Rahmen berücksichtigt werden kann.

Nach meiner vorläufigen (!!) Berechnung würde sich aber für Sie nicht viel ändern. Der o.g. Betrag könnte sich zwar etwas verändern, doch es würde bei einem Betrag von 450 EUR bleiben.

Für Rückfragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Klaus Wille
Rechtsanwalt
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Rechtsanwalt Klaus Wille
Breite Straße 147 - 151
50667 Köln
Telefon: 0221/ 272 4745
Telefax: 0221/ 272 4747
http://www.anwalt-wille.de
anwalt@anwalt-wille.de















Rechtsanwalt Klaus Wille
Fachanwalt für Familienrecht

Nachfrage vom Fragesteller 18.11.2004 | 21:50

Guten Abend,

ich danke für Ihre schnelle Antwort.

Jedoch verstehe ich nicht, warum man mir beim Jugendamt gesagt hat, dass meine jetzige Frau mit eingerechnet werden würde? Dort meinte man, dass Sie mit 535 Euro (wenn sie nicht berufstätig ist) mit angerechnet wird und dann auch für sie irgendwie etwas (nehme an, dass es ihr Bedarf zur Deckung der Lebenshaltungskosten sein wird) ausgerechnet wird.

Meine Ex-Frau ist der Meinung, dass sie sogar noch einen höheren Anspruch auf Unterhalt hätte, weil meine Frau noch das Bafög erhält.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 19.11.2004 | 01:13

Richtig ist, daß u.U. ein Betrag als Versorgungsleistungen angerechnet werden kann. Dieser wird aber nicht so hoch sei, weil Ihre Frau selbst unter dem Selbstbehalt ist.

Daher bezweifele ich , daß Sie einen höheren Anspruch ausgleichen müssen.

ANTWORT VON

Köln

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