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2 Jahre (!) falsche Diagnose; bleibender Schaden!


| 20.11.2008 15:41 |
Preis: ***,00 € |

Medizinrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Jeremias Mameghani



Sehr geehrte/r Anwalt/Anwältin,

ich hoffe, dass Sie mir in meinem speziellen Fall einen Rat geben können inwiefern es Sinn macht (ich eine Chance habe) meinen Arzt auf Schmerzensgled/Schadeneratz o.ä. zu verklagen.

Details zum Fall:
Im Herbst 2005 bekam ich plötzlich sehr starke Rückenschmerzen im Lendenwirbelbereich. Der Orthopäde konnte nichts eindeutiges feststellen, riet mir zu schwimmen, leichten Sport/Krafttraining. Die Schmerzen wurden nicht besser, zusätzlich bekam ich ein seltsam taubes Gefühl in der linken Wade. Bei nächsten Arztbesuch: Röntgen & MRT der Lendenwirbelsäule - Verdacht auf Vorwölbung einer Bandscheibe. Krankgymnastik, Akkupunktur, Schmerzmittel & Spritzen in die Wirbelsäule um die Nerven (Taubheitsgefühl in der Wade) zeitweise stillzulegen. Nach einem halben Jahr keine Besserung - Orthopäde überweist zum Neurologen. Nervenmessung ohne zufriedenstellenden Befund - "kommt alles von der vorgewölbten Bandscheibe".
Weiter Sport, Krankengym., Akkupunktur - das taube Gefühle breitet sich immer weiter aus, mittlerweile über das Knie & in den Fuß.
Mitte 2006: wieder MRT der Lendenwirbelsäule, gleiche Aussage, ratloser Orthopäde, Neurologe rät eine Buch über Rückenleiden zu kaufen & mit der Situation zu leben. Ich war zu dem Zeitpunkt gerade 24, schlank & sportlich!!!
Weiter leichten Sport usw. in der Hoffnung das sich alles normalisiert. Rücken wird zeitweise besser, Taubheitsgefühl/Gefühlsstörung bleibt.
Frühjahr 2007: Wieder beim Orthopäden! Schmerzen auf Höhepunkt, arbeitsunfähig (Studium war vor kurzem abgeschlossen, Bürojob begonnen), linkes Bein bis zum Oberschenkel mit Sensibiltätsstörungen, Bein knickt nach längerer Belastung weg.
Überweisung zum Neurologen: neues MRT der Lendenwirbelsäule ohne neue Erkenntnisse, MRT der Kopfes. Neurologe sagt: "Ich schließt erstmal aus, dass Sie nur simulieren, Fr. J.." Er kann aber nichts feststellen. Falls der Schmerz/das Taubheitsgefühl weiter besteht, will er ein MRT der Halswirbelsäule machen, dann evt. den ganzen Rücken.
Zu diesem zeitpunkt hatte ich fast seit 2 Jahren ununterbrochen Rückenschmerzen & ein Bein, das entweder schmerzte oder taub war.
Hinweis auf Borreliose: Test negativ.

Auf Eigeninitiative durch mich und meinen Vater werde ich mit Verdacht auf MS in eine neurologische Spezialklink eingeliefert.
Dort wird eine Lumbalpunktion veranlasst und zuvor ein MRT - der gesamten Rückens (!!), da die dortige Ärztin einen Verdacht hat, der nicht auf MS hinweist!
Diagnose: Tumor im Rückenmark im Bereich der Brustwirbelsäule. Dieser Tumor drückt genau auf die Nerven, die an der Lendenwirbelsäule vorbei ins linke Bein reichen. Der Nerv wird dadurch permanent irritiert; seit 2 Jahren - deshalb verschlimmerten sich auch die Sensibilitätsstörungen!

Einweisung in die Neurochirurgie. In einer komplizierten OP wird der gutartige Tumor aus dem Rückenmark entfernt. Ich habe Glück und trage keine weiteren Nervenschäden davon; Gefahr der Querschnittslähmung bestand aufgrund der Lage des Tumors.
Nach der OP sind die Schmerzen im Lendenwirbelbereich sofort verschwunden. Die Sensibilitätsstörungen und der Schmerz im Bein bleiben. Laut Arzt kann eine Regenration bis zu einem Jahr dauern - um so länger, da der Nerv solange "unter Druck stand".

Die OP ist nun über ein Jahr her; die 1-Jahr-Reha für den Rücken ist abgeschlossen.
Die Rückenschmerzen sind (fast)weg. Mein Linkes Bein ist von den Zehen bis über die Hüfte taub bzw. schmerzt bei jedem Schritt.
Ich kann keinen Schaltwagen fahren, da ich keinerlei Gefühl für die Kupplung habe. Ich muß bei jeder Treppen aufpassen, da das Bein ohne Vorankündigung plötzlich wegknicken könnte. Langes Stehen oder Sitzen ist mir unmöglich. Der Schmerz im Bein ist immer da; ich empfinde keine Wärme oder Kälte nur einen stechenden Schmerz.

Ich soll nun spezielle Schmerzmittel nehmen, die den Nervenschmerz beheben.
Mein damaliger Orthopäde & der Neurologe zeigten sich höchsterstaunt über die Diagnose. Hätten das nach eigener Aussage nie vermutet, da ein solcher Fall wohl sehr selten ist - gerade bei jungen Menschen.

Ich war über 2 Jahre in der ärztlichen Obhut dieser beiden Menschen und keiner hat über die Lendenwirbelsäule hinaus "gearbeitet".
Wäre der Tumor früher aufgefallen, wären die Sensibilitätsstörungen vielleicht nur in der Wade geblieben und hätten sich nicht so ausgebreitet.
Besonders der Neurologe hätte erkennen können, dass der Ursprung der Nerven, die ins Bein führen in der Brustwirbelsäule ihren Ursprung haben. Die Ärzte in der Klinik haben dies bei der ersten Untersuchung vermutet.

Kann ich den Neurologen und u.U. den Orthopäden auf Schmerzensgeld o.ä. verklagen, weil sie eine falsche Diagnose (Bandscheibenvorwölbung) gestellt haben und nicht gründlich untersucht haben (MRT der GANZEN Wirbelsäule)?
Wie es aussieht, muß ich aufgrund ihrer ungründlichen Diagnose nun mit meinen ewigen Schmerzen und den daraus resultierenden Einschränkungen leben.
Ich weiß, das Ärzte in solchen Fällen sehr gut abgesichert sind. Deshalb hätte ich gerne einen Hinweis, ob sich die Anstrenungen & die Kosten für einen Anwalt überhaupt lohnen würde.

Vielen Dank für Ihre Hilfe &
Mit besten Grüßen, J


Vielen Dank

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Sehr geehrte Ratsuchende,

ich bedanke mich für die eingestellte Frage, die ich Ihnen aufgrund des geschilderten Sachverhalts gerne wie folgt beantworten möchte:

Ein Anspruch auf Schadenersatz bzw. Schmerzensgeld kann dann geltend gemacht werden, wenn der Arzt bzw. in Ihrem Fall die Ärzte entgegen der Regeln der ärztlichen Kunst die Diagnose falsch gestellt haben bzw. hätten stellen müssen und dies unterblieben ist. In Ihrem Fall käme es - sofern dies an dieser Stelle bereits beurteilt werden kann - mitunter darauf an, ob die Folgeerscheinungen durch eine frühzeitige Diagnose hätten verhindert werden können. Wären diese in jedem Falle aufgetreten, dann können Sie einen Anspruch nur für die vergangene Zeit geltend machen, in welcher Sie unter den Rückenschmerzen gelitten haben.

Um die Erfolgsaussichten einer Auseinandersetzung prüfen zu können, würden in jedem Fall die ärztlichen Berichte von Orthopäde und Neurologe benötigt sowie die OP-Berichte. Sie haben insoweit einen Anspruch auf Herausgabe. Dies entspricht der ständigen Rechtsprechung des BGH. Liegt ein Haftungsfall vor, so müsste die Berufshaftpflichtversicherung der Ärzte nicht nur den entstandenen Schaden ersetzen sondern darüber hinaus auch die Anwaltskosten.

Ich empfehle Ihnen, in jedem Fall einen Anwalt aufzusuchen und die weitere Vorgehensweise anzuklären. Gerne können Sie hierfür auch auf meine Dienste zurück greifen. Im übrigen hoffe ich, dass ich Ihnen eine erste Orientierung geben konnte. Bitte nutzen Sie ggf. die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

RA Jeremias Mameghani

Rechtsanwälte Vogt
Bolkerstr.69
40213 Düsseldorf
Tel. 0211/133981
Fax. 0211/324021
Bewertung des Fragestellers 22.11.2008 | 18:35


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