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0900-Nummer über Kontaktplattform im Internet


| 02.12.2008 23:07 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von



Über eine Kontaktbörse im Internet (kostenfreier Chat) lernte ich jemanden kennen. Dieser hat sich auf eine recht perfide Weise mein Vertrauen erschlichen und mich nach Wochen intensiven Kontaktes via Chat, eMail und Telefon gebeten, mir doch die Nummer seines "Diensthandys" zu notieren (0900), damit er immer für mich erreichbar wäre aufgrund seines Berufes, der ihn zu häufigen Auslandsaufenthalten zwinge.

Immer wieder wurde mir versichert (sogar schriftlich!), dass diese Nummer aus Sicherheitsgründen existiere und das Unternehmen, für das er arbeite, die angefallenen Kosten im Nachhinein ausgleiche.

Nun habe ich eine Rechnung über knapp 400 Euro (für 3 Verbindungen mit einer 0900-er Nummer) von meiner Telefongesellschaft bekommen mit dem Hinweis, den Betrag direkt an den Anbieter dieser teuren Nummer zu überweisen (Termin: 15. Dezember).

Seit dieses Schreiben mir zugegangen ist, ist der Kontakt untergetaucht. Mir ist endgültig klar geworden, dass dies alles eine reine Masche gewesen ist.

Hier meine Fragen:

1. Hat es in diesem Fall einen Sinn, Strafanzeige wegen Betruges zu erstatten? (Die 0900-Nummer ist bei der Bundesnetzagentur einschlägig bekannt)

2. Ist es ratsam, die Zahlung des geforderten Betrages zu verweigern und es auf einen Prozess ankommen zu lassen?
Ich hätte niemals die 0900-Nummer für meinen Festnetzanschluss freischalten lassen, wäre ich nicht (für mein Empfinden) arglistig getäuscht worden.

Herzlichen Dank im Voraus für Ihre Hilfe,

03.12.2008 | 03:48

Antwort

von


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Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

hiermit nehme ich zu den von Ihnen aufgeworfenen Fragen unter Berücksichtigung des dargestellten Sachverhaltes wie folgt Stellung:

zu 1: Meiner Ansicht nach ist es schon sinnvoll eine Strafanzeige zu erstatten. Dann müssen die Behörden den Sachverhalt, insbesondere den Täter ermitteln. Ausschlaggebend ist, dass bewiesen wird, dass die Kontaktaufnahme über die Internetplattform nur dazu diente, Sie zu veranlassen die Nummer freischalten zu lassen.

Zu 2: Im zivilrechtlichen Verfahren müssen Sie beweisen, dass die Kontaktaufnahme nur erfolgte, um Sie zur Freischaltung der Nummer und zum Führen von teuren Telefonaten zu veranlassen. Hierzu kann ich ohne Kenntnis des detaillierten Sachverhaltes keine abschließende rechtliche Beurteilung abgeben.

Abschließend möchte ich Sie noch auf Folgendes hinweisen: Bei der vorliegenden Antwort, welche ausschließlich auf Ihren Angaben basiert, handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes. Diese kann eine umfassende Begutachtung nicht ersetzen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung völlig anders ausfallen.

Ich hoffe Ihnen einen ersten Einblick in die Rechtslage verschafft haben zu können und verbleibe
mit freundlichen Grüßen


Astrid Hein
Rechtsanwältin





Nachfrage vom Fragesteller 03.12.2008 | 17:24

Herzlichen Dank für die blitzschnelle Hilfe. Sie haben mir in diesem Wirrwarr schon mal entscheidend weitergeholfen.

nochmal zu 1) Die örtliche Polizeidienststelle hatte kein Interesse, meine Strafanzeige aufzunehmen, obwohl ich genug Informationen über den "Täter" habe (2 gültige eMailadressen, die Telefonnummer, eine Internetseite, die er (selbst) kostenpflichtig betreibt sowie Hunderte von Chatlogkopien, aus denen meiner Meinung nach eindeutig die Betrugsabsicht hervorgeht). Kommentar: "selbst schuld" - "Zahlen Sie und die Sache ist erledigt"

und zu 2) Genau diesen Punkt (Kontaktaufnahme nur wegen der Freischaltung der Nummer) habe ich schriftlich! Ebenso sind meine Anrufe bei meiner Telefongesellschaft aufgezeichnet worden (als ich die Nummer freischalten ließ)

Ich möchte diesen Menschen nicht davonkommen lassen, sofern es eine reelle Chance gibt, ihm den Garaus zu machen und ihn davon abzuhalten, dieses Schindluder weiterzutreiben.

Allerdings wäre ich auf Beratungs- und Prozesskostenhilfe angewiesen, da ich mitten im Studium stecke. Außerdem wohne ich in NRW.

Kann ich Sie beauftragen? Oder sollte ich hier in der Nähe suchen? Die Sache ist ja dringend (u.a. wegen des Zahlungstermins am 15.12.)

Herzliche Grüße!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 03.12.2008 | 18:08

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

hier rate ich einen Rechtsanwalt in Ihrer Nähe zu beauftragen.

Mit freundlichen Grüßen

Astrid Hein
Rechtsanwältin

Bewertung des Fragestellers 03.12.2008 | 19:17


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