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§ 7 WEG, wieviele Grundbuchblätter?


| 04.06.2007 17:11 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von



Was bedeutet in § 7 Abs. 2 WEG der Satz: ".. wenn hiervorn Verwirrung nicht zu besorgen ist." Wenn 4 Häuser auf einem Grundstück gebaut wurden, dass sich 4 Miteigentümer zuvor geteilt haben, und nur ein Haus ein Mehrfamilienhaus ist, wann kann oder muß das Grundbuchamt für das Mehrfamilienhaus auch nur ein neues Grundbuchblatt anlegen? Es gibt einen Wohnungseigentumsvertrag gemäß § 3 WEG zwischen den 4 ursprünglichen Miteigentümern.
04.06.2007 | 19:02

Antwort

von


50 Bewertungen
Sehr geehrte Ratsuchende,

Ihre Frage lässt sich summarisch wie folgt beantworten:

Gemäß § 7 Abs. 1 WEG wird im Fall des § 3 Abs. 1 WEG für jeden Miteigentumsanteil von Amts wegen ein besonderes Grundbuchblatt (Wohnungsgrundbuch, Teileigentumsgrundbuch) angelegt. Auf diesem ist das zu dem Miteigentumsanteil gehörende Sondereigentum und als Beschränkung des Miteigentums die Einräumung der zu den anderen Miteigentumsanteilen gehörenden Sondereigentumsrechte einzutragen.
§ 7 Abs. 2 WEG bestimmt hierbei, dass von der Anlegung besonderer Grundbuchblätter abgesehen werden kann, wenn hiervon Verwirrung nicht zu besorgen ist.In diesem Falle ist das Grundbuchblatt als gemeinschaftliches Wohnungsgrundbuch (Teileigentumsgrundbuch) zu bezeichnen.

§ 7 Abs. 1 WEG bestimmt daher, dass für jeden einzelnen Miteigentumsanteil, der seinerseits mit Sondereigentum verbunden sein muss, ein eigenes Wohnungs- oder Teileigentumsgrundbuchblatt anzulegen ist. § 7 Abs. 2 WEG gibt dabei die Möglichkeit, von der Anlegung besonderer Grundbuchblätter abzusehen, wenn hiervon Verwirrung nicht zu besorgen ist.

Unter dem Begriff der "Besorgnis der Verwirrung" versteht man einen Zustand, wenn durch mehrere Eintragungen die Gefahr besteht, dass ein Grundbuch unübersichtlich wird. Ob eine Zusammenschreibung Verwirrung befürchten lässt, ist eine Frage des Einzelfalls.

Nach der Aufteilung in Wohnungs- und Teileigentum dürfte nach der Veräußerung der einzelnen Wohnungen an Dritte oder auch bei einer Belastung nur einzelner Wohnungs- und Teileigentumsrechte Verwirrung zu besorgen sein.
Da also im Endeffekt immer Besorgnis der Verwirrung zu befürchten ist, hat die Vorschrift in der Praxis keine Bedeutung.
Es sollte daher immer ein eigenes Grundbuchblatt angelegt werden.

Ich hoffe, dass ich Ihnen einen ersten Überblick über die rechtliche Lage geben konnte.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. E. Feldmann
Rechtsanwältin

Kanzlei Dr. Feldmann
Wittbräucker Straße 421
44267 Dortmund
info@kanzlei-fm.de
Tel.: 0231/5325288
Fax: 0231/5325290


Ich möchte Sie noch auf Folgendes hinweisen:
Eine Auskunft kann ich Ihnen nur im Rahmen des mitgeteilten Sachverhalts erteilen. Für eine verbindliche Bewertung ist generell die Kenntnis des gesamten Sachverhalts einschließlich aller Begleitumstände erforderlich. Schon einzelne weitere Tatsachen können zu einem anderen Ergebnis führen.
Die Leistung einer verbindlichen Gesamtbewerung kann im Rahmen einer Onlineberatung nicht erbracht werden.


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Dortmund

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